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 Vorstellung von Gast
Hallo Leute,



nun habe ich mir hier angemeldet, ob wohl meine Scheidung schon 3 Jahre zurückliegt und eigentlich auch alles geregelt ist..... Da ich sicher keine ganz normale Scheidung hinter mir habe, die gespickt war mit wirklich allen Anfeidungen, von Anzeigen über Kindesentzug, Verdacht auf Missbrauch, Brife/Anrufe beim AG usw. , konnte ich bis zum Feb. 2005 einiges an Erfahrungen im Umgang mit Gerichten, Rechtsanwälten, Staatsanwälten, JAs und Richtern sammeln.



Vielleich kann ich deswegen hier den einen oder anderen Ratschlag geben.



Damit ihr euch ein Bild machen könnt hier ein kurzer Abriss der Geschichte.....



Trennung (die von mir ausging) war im Dez. 2000. Zunächst lief die Trennung recht harmonisch, ich und meine neue Lebengefährtin hatten Regelmäßig (alle 14 Tage) Umgang mit meiner Tochter.



Meine Tochter, die zum Zeitpunkt der Trennung 7 Jahre alt war hat auch sofort meine jetzige Frau ins Herz geschlossen, das lag auch daran das meine Exfrau diese aktiv unterstützte. Zunächst waren wir wie eine Familie, die Frauen gingen sogar zusammen aus während ich auf die Tochter aufpasste. Dazu muss ich erwähnen, das ich in dem gleichem Ort wohnen geblieben bin, während meine neue Frau aus dem Rhein/Main-Gebiet kam und die 500Km Entfernung nur eine Beziehung am Wohenende zuließen. Meiner Exfrau hatten wir das Eigentum-EFH überlassen, zahlten alle ihre anfallenden Kosten, Auto inkl. Tanken,Telefon, Vers, Strom,Gas... wirklich alles. Zudem bekam Sie 1500.-DM. Zusammen mit Ihrem 630.-DM Job und Kindergeld kam Sie so auf 2400.-DM.



Zweimal die Woche übernachtete ich im EFH, nachdem ich meine Tochter vom Judo abgeholt hatte - da meine Exfrau an diesen Tagen mit ihren Freundinnen "auf Tour" ging und sich dieses regelmäßig bis Nachts zog.....



Im Okt. 01, wir waren gerade eine Woche aus den Ferien zurück, stand ich vergeblich im Judokurs um mein Kind abzuholen. Ich fuhr daraufhin zum Haus, dieses war leer.... Telefonate mit Schule, Freundinen ergaben das Axxx seit 4 Tagen "abgemeldet" ist. Versuche meine Exfrau zu erreichen blieben ohne Erfolg.



Das umgehend eingeschaltete JA konnte Kontakt zu meiner Ex (die zurück nach MD gezogen war) herstellen, Mein RA beantrage mir das ABR im Eilverfahren (vor dem AG Uelzen) zu übertragen, eine vorliegende Stellungnahme das JA unterstützte den Antrag. Tags darauf kam ein Anruf meiner Ex, sie wolle sich doch gütlich einigen, zum Wohle des Kindes, und schlug eine pers. Gespräch vor. Ich Trottel willigte ein. Nachdem mein RA von mir informiert wurde sagte dieser zu bei dem Gespräch dabei zu sein. Dieses sollte am nächsten Tag um 17:00Uhr in meiner wohnung stattfinden. Meine Ex kam allerdings schon zwei Stunden früher...... das Gespräch, in dem sie mir deutlich machte ich würde Axxx nich bekommen, sie als Mutter hätte da ihre Wege&Mittel war nach 10 Minuten beendet - sie ging in den Flur das Miethauses und fing an um Hilfe zu schreien.... :!:



Da anscheinend niemand im Haus war entfernte sie sich. Abends gegen 19:00 Uhr rief mich dann unser Dorfsheriff an - sie hatte mich angezeigt, angeblich ahtte ich sie bie zur Bewustlosigkeit gewürgt, geschlagen und auf sie eingetreten..... Ergebnis war eine Einstweilige Umgangsaussetzung & Näherungsverbot das durch das AG MD tags darauf erlassen wurde. Am selben Tag hatte das AG Uelzen meinem Antrag zugestimmt, diesen aber nachdem meine Ex bzw. ihr RA den Beschluss des AG MD ans AG UE gefaxt hatte widerrufen....... :(



Obwohl bei der Untersuchung meiner Ex im KH keinerlei Spuren der angeblichen Misshandlungen festgestellt wurden (konnten ja auch nicht, da erfunden) dauerte es 7 Wochen bis es endlich zu einer GV diesbezüglich kam.......



Kurzer Schluss, die Geschichte wird sonst zu lang:



Meine Ex versuchte alles das Umgangsrecht zu umgehen. Meine Strafanzeigen gegen sie wurden zum Teil nichteinmal aufgenommen da die Polizei keine Strafhandlung erkennen konnte. Staatsanwälte stellen wegen Geringfügigkeit die Verfahren ein, oder eröffneten sie erst garnicht. Das zog eine Welle von Strafanzeigen gegen Polizeibeamte, Staatsanwälte, JA-Mitarbeiter usw. nach sich. Leider sind die handelnen Richter durch Art. 97 des GG geschützt, sonst wären hier wohl auch noch einige gefallen :oops: , einige Staatsanwälte hat es wohl die Karriere gekostet, JA-Mitarbeiter wurden beurlaubt..... insoweit war es ein Erfolg.



Meine Ex wurde mehrfach zu Geldstrafen ( § 171, § 240, 235 StGB) verurteilt.



Meine Tochter selbst strengte 2004 eine Abänderung der Umgangsregelung an, sie wollte mich öfter als alle 3 Wochen sehen :P ,



Nachdem dieser Prozeß im Feb. 05 zu unserem Vorstellungen abgeschlossen wurde ist endlich Ruhe eingekehrt. Wir haben Axxx nun alle 14 Tage sowie alle hälftigen Ferien.



Wir unterhalten dazu eine Zweitwohnung nin Norddeutschland, da die einfache Entfernung DA - MD 500 KM beträgt.



Gesamt haben diese Jahre nicht nur Nerven, sondern auch fast 25.000€ an Gerichts, Bewies und Rechtsanwalthonorare gekostet - aber es war jeden Cent wert!



Gruß

Klaus


Zuletzt geändert von Gast am 7/4/2006, 08:28, insgesamt 1-mal geändert.

 Vorstellung von Dirk
Hallo Klaus,



willkommen hier!

Es ist doch schon erstaunlich, was so eine Sache wie die Ehe, so alles nach sich ziehen kann..... :roll:

_________________
Grüße

Dirk


 Vorstellung von Gast
Da hast Du uneingeschränkt Recht, @Dirk.



Dennoch habe ich (wie Du ja aus anderen foren weißt) einen zweiten Versuch gestartet, der bislang hervorragend läuft.......



Ich könnte wohl Bücher über das Thema schreiben. Am schlimmsten war wohl das mein Ex-schwiegervater Dezerantsleiter in MD war und über seine Verbindungen hier massiv Einfluss nahm. Letztendlich hat aber gerade das die Wende gebracht.


 Vorstellung von Dirk
jup, (wei DU ja auch weißt) bin ich auch grad mit "dem zweiten Versuch" unterwegs - und auch hier: Prädikat "ganz prima" 8)



Da stellt sich allerdings die Frage: war´s vorher die Falsche oder nimmt man sich jetzt mehr zusammen? Wahrscheinlich liegt die Wahrheit, wie so oft, dazwischen............ :wink:

_________________
Grüße

Dirk


 Vorstellung von Martina
hallo Klaus,

an deinem und den Geschichten von uns allen erkennt man doch immer wieder das selbe, frei nach dem Motto von Mario Barth:

[U][highlight=red]Männer sind Schweine, Frauen aber auch :oops: :evil: 8)

_________________
liebe Grüße

Martina



 Vorstellung von karamia
Dirk hat geschrieben:
Da stellt sich allerdings die Frage: war´s vorher die Falsche oder nimmt man sich jetzt mehr zusammen? Wahrscheinlich liegt die Wahrheit, wie so oft, dazwischen............ :wink:




Für mich sieht es immer mehr so aus, als ob man die "erste" braucht, um das Zusammenleben überhaupt erst zu lernen...

Und erst im Zuge des Lernprozesses findet man raus, was man in einer Beziehung will und braucht, und das ist dann oft nicht das, was man in dieser Beziehung hat...



K.


 Vorstellung von Dirk
jup, so wird´s sein!

Mit meiner ExFrau war ich schon seit der Schulzeit zusammen - und immer, wenn es Stress gab, hab ich mir gedacht "naja, das gehört nun auch mal dazu" - aus heutiger Sicht und aus meiner aktuellen Beziehung heraus betrachtet, frage ich mich allerdings, was das damals für eine "Beziehung" gewesen sein soll - offensichtlich geht es auch gänzlich anders. :roll:

_________________
Grüße

Dirk


Zuletzt geändert von Dirk am 2/2/2006, 13:08, insgesamt 1-mal geändert.

 Vorstellung von Martina
:P Und wie das anders geht..... :!:

Ich hoffe für jeden hier im Forum, das er eine zweite Chance erhält, glücklich zu werden.

Unstimmigkeiten gehören in eine Beziehung, es wäre ja auch irgendwann Langweilig, wenn man immer einer Meinung wäre.

Nur die Versöhnung muss hinterher stimmen, dann ist alles halb so schlimm. Und besser man sagt seine Meinung gleich, ehe es irgendwann in einem grossen Knall endet, so wie bei manchen hier. 8)

_________________
liebe Grüße

Martina



 Vorstellung von karamia
martina kaczynski hat geschrieben:
Unstimmigkeiten gehören in eine Beziehung, es wäre ja auch irgendwann Langweilig, wenn man immer einer Meinung wäre.


gebe ich dir uneingeschränkt recht!

martina kaczynski hat geschrieben:
Nur die Versöhnung muss hinterher stimmen, dann ist alles halb so schlimm.


Das ist meiner Meinung nach eine Platitüde der schlimmsten Art, die - für sich genommen - keine Lösung von Meinungsverschiedenheiten ist.



Worauf es (meiner Meinung nach) tatsächlich ankommt:



1. die Streitkultur

wer von uns hat gelernt, wie man richtig streitet?

Stichworte:

Sachlich bleiben

Vorwürfe vermeiden

seine Meinung nicht während des Streits bilden, sondern vorher (dazu kann man eine Diskussion auch aussetzen)

keine unzulässigen Verallgemeinerungen

kein Auswalzen von einzelnen Worten oder Situationsteilen

dem anderen Zeit zum Nachdenken und Antworten geben

keine Angst vor dem Satz "du hast recht"



den Streit strukturieren:

was hat die Mißstimmung ausgelöst

jeder beschreibt seine Sicht in der ich-Form

jeder beschreibt, wie er sich dabei gefühlt hat (auch in der ich-Form)

dann erst verallgemeinern und Vergleiche ziehen zu vergleichbaren Situationen

wenn nötig, das Gespräch jetzt vertagen



Buchtipp: die neue Beziehungskonferenz von Thomas Gordon



2. sich in den anderen hineinversetzen, seine Situation gedanklich annehmen



3. die Auswahl der Medien:

Manches läßt sich per email oder Telefon einfacher klären als im direkten Gespräch



Erst danach kann man Versöhnung feiern - aber wozu? Wenn im Streit nicht verletzt wird, gibt es keinen Grund für Versöhnung - höchstens einen Grund zum Feiern :-))



LG

K.


 Vorstellung von Martina
Hallo karamia,



Ich danke dir für deine Ausführliche Antwort. :P



du hast natürlich auch uneingeschränkt recht damit, was du übers



richtige streiten



schreibst. Ich habe in meinem damals erlenten Beruf als psychiartrische Krankenschwester schon viel Erfahrung übers richtige Streiten sammeln können,

aber was haben sie mir in meiner Ehe genützt :?:



Es ist schon richtig, vernünftig und sachlich über etwas zu diskutieren, was einen vielleicht am anderen stört und doch habe ich in den 13 Jahren meiner Ehe immer nur geschluckt und niemals gesagt, was mir nicht passt. Wahrscheinlich war ich einfach zu jung und er ,10 Jahre älter als ich ,war einfach mein Idol zu dem ich aufgeschaut habe. doch ich bin erwachsen geworden, lange genug hats gedauert.



Darum habe ich mir geschworen, nie wieder zu schlucken und wenn mein neuer Partner und ich mal einen Streit haben, dann sagen wir uns gleich was wir wollen oder was uns nicht passt.



Und die Versöhnung hinterher, die so anprangerst, finde ich trotzdem wichtig. man kann immer Kopromisse finden wenn man will und wenn beide sich auch wieder einig werden, ist das für mich schon ein großer Schritt in Richtung :oops: VERSÖHNUNG :P findest du nicht :?:



Ich nehme es jedenfalls gelassen, wenn wir uns mal streiten, weil ich genau weiß, das wir uns lieben und das wir uns in jedem Fall wieder



:evil: ZUSAMMENRAUFEN :twisted:

_________________
liebe Grüße

Martina



 Vorstellung von karamia
Hallo Martina,

du hast mich falsch verstanden.

Der Satz "die Versöhnung nachher ist das Wichtigste" verhindert nicht, was du in deiner Ehe erlebt hast. Mit diesem Satz als Grundlage läuft man ganz schnell in die Falle, zu schlucken, um eine Versöhnung zu erreichen. Und genau das ist die Gefahr: mann/frau sollte die Positionierung seines Standpunktes und den Kompromiß im Auge haben, und nicht diesen zugunsten einer (schnellen) Versöhnung aufgeben. Verstehst du, worauf ich rauswill?



Ich habe gestern übrigens Punkt 4 beim sinnvollen Streiten vergessen:

Vielleicht das wichtigste ist, zu lernen, wie der Partner im Streit reagiert, wie seine "Streitgewohnheiten" sind. Und darauf dann Rücksicht zu nehmen!

Viele Männer (ohne jetzt verallgemeinern zu wollen) tun sich sehr schwer, direkt im Gespräch ihre Meinung zu ändern. Sie beharren auf ihrem Standpunkt und können sich nicht so schnell auf einen anderen Gesichtspunkt einstellen. Dazu kommt die meist mehr rationale Sichtweise von Problemen.

Dagegen neigen viele Frauen dazu, zu viel zu reden und die gleichen Dinge immer wieder zu sagen. Da der Mann den Standpunkt nicht so schnell aufgibt, ist das nervig und verhärtet die Fronten. Gerade weil Frauen ein Problem (auch) emotional angehen, sind die möglichen Lösungen zwischen Mann und Frau sehr unterschiedlich.

Mit der schon erwähnten "Auszeit" in der Diskussion bekommen bei Zeit, die andere Meinung "anzunehmen". Das ist ein Reifeprozess, der gar nicht innerhalb der Minuten, die ein Streit üblicherweise dauert, stattfinden kann.

Ist dir das noch nie passiert, daß du Stunden nach einem Streit den Standpunkt deines Partners besser verstehen kannst, als während des Streits?



Und noch etwas:

So schön das auch ist, wenn beide alle Punkte der Streittechnik beherrschen und anwenden, meist macht sich nur einer darüber Gedanken. Im Allgemeinen reicht das auch, wenn eine prinzipiell einander zugeneigte Grundstimmung vorhanden ist. Dann ist es schon ein großer Schritt in die richtige Richtung, wenn einer der beiden den Streit "richtig" führt. Damit läßt sich eine Diskussion steuern, notfalls auch ab- oder unterbrechen. Der Lerneffekt beim Partner kommt dann noch dazu...



LG

K.


 Vorstellung von Martina
hallo karamia,

wie auch immer, streiten will gelernt sein. :oops:



tut mir leid, das ich heute gar nicht den Nerv habe, ans richtige streiten zu denken. Habe von meinem Anwalt grade ein Schreiben von der Gegenseite erhalten. darin wird mir mitgeteilt, das mein Ex nun aufgrund seiner veränderten Einkommenslage diesen Monat schon wieder weniger bzw. wahrscheinlich gar keinen Unterhalt zahlen wird. Die säumige Summe beläuft sich nunmehr auf mittlerweile 2500.-- Euro. Ich habe keine Ahnung, wie ich übermorgen meine Miete, die Kindergartengebühren für meine Tochter, bzw. noch irgendwelche Lebensmittel für uns bezahlen soll.

Ich habe die Schnauze so was von voll. :evil:

Außerdem schreibt der Gegenanwalt, das es angeblich schon wieder mal meine Schuld sein soll, das die Kinder (12 und 5) schon seit 6 Wochen nicht mehr zu ihrem Vater wollen. Warum, das weiß er ganz genau, aber er schiebt natürlich wieder mal mir den schwaren Peter in die Tasche, weil ich die Kinder angeblich negativ in ihrer Entscheidung beeinflusse. Du kannst es drehen und wenden wie du willst, es ist immer meine Schuld.



sorry für diesem bösen Worte, aber ich könnte diesen Scheißkerl gelinde gesagt an die Wand klatschen. Dann kann er sich von seiner neuen wieder abkratzen lassen.

halt mir die Daumen, das er wenigstens einen Teil des Unterhalts zahlt, sonst kann ich am Montag zum Sozi wandern, aber das hat er mir ja schon vor Monaten wortwörtlich gewünscht.

Er ist sogar, und das weiß ich aus sicherer Quelle, so weit gegangen sein eigenes Gehalt seiner eigenen Firma so weit zu kürzen, das er nun angeblich nicht mehr in der Lage ist zu zahlen. Dann besitzt dieser Blödmann von seinem Anwalt auch noch die Frechheit auf gerichtliche Schritte wg. der Unterhaltszahlung bis zur klärung seiner finanziellen Situation zu verzichten. Weißt du was der mich kann :?: :evil:



Ich werde einen Teufel tun und auf mein Geld verzichten nur damit er sich ein schönes Leben machen kann.

_________________
liebe Grüße

Martina



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