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 ab wann haben Kinder beim Umgang ein Mitspracherecht? von gama
Hallo,



ich brauche mal wieder Eure Hilfe bezüglich des Umgangrechtes.....



Seit sich mein EX von mir und den Kindern (17, 14, 8) getrennt hat (12/2006) gestaltete sich der Umgang von Beginn an sehr schwierig, wie ich schon an anderer Stelle hier im Forum beschrieben habe.....



Größtes Problem ist nach wie vor, dass die Kleine sich nach wie vor weigert, mit Papas Geliebter Kontakt zu haben und es daher ablehnt, ihn dort zu besuchen oder z.B. auch mit Papa die Großeltern (wohnen 250 km entfernt) zu besuchen, wenn die Geliebte mitfährt



Gestern ist die Situation mal wieder eskaliert, ich wurde von ihm angeschrien, beschimpft, beschuldigt.....naja, das übliche.....leider



Ich habe unseren Kindern von Beginn an jeden Kontakt zum Vater ermöglicht, befürwortet, erlaubt.....sofern es ihr Wunsch und freier Wille war, habe aber auch hinter jedem einzelnen Kind gestanden, wenn es sagte: Nein, ich möchte das nicht.....

Meiner Meinung nach sollten beide Eltern diese Entwscheidungen der Kinder akzeptieren, egal, wie man sich selber dabei fühlt!

Ich bin als Mutter bereit, meine eigenen Bedürfnisse und Gefühle zurückzustellen, wenn dies dem Wohl meines Kindes gut tut und erwarte dies eigentlich auch vom Vater - schließlich sind wir erwachsene Menschen!



Mein Ex verhält sich da leider anders: Er ist der Meinung, die Kinder müssten seine neue Lebenseinstellung bedingungslos akzeptieren und so wie er die Pflicht zum Unterhalt habe, so habe er auch das Recht zum Umgang mit seinen Kindern so, wie er das möchte....

Soweit, sogut.....ich räume ihm wie gesagt dieses Umgangsrecht jederzeit ein.....

Leider führte das immer wieder zu Problemen, da mein Ex sich nur dem Kind intensiv widmet, das seiner Meinung ist und alles so akzeptiert wie er es fordert - widerspricht ihm ein Kind oder weigert sich gar (wie die Kleine) so läßt er es fallen.....

Es gab für mich so unendlich viele Situationen, die mich vor Schmerz fast zerrissen haben, weil ich die Kleine trösten musste, wenn Papa die Geschwister oder auch nur ein Geschwisterkind holte, etwas mit ihnen unternahm, es Geschenke oder sontiges gab und sie nur deshalb ausgeschlossen war, weil sie nicht mit seiner Freundin zusammensein wollte......er hat der Kleinen damit so häufig aktiv gezeigt, dass ihm offensichtlilch die Freundin wichtiger ist als sie......es ist damit ein gravierender Bruch entstanden, den er - so fürchte ich - nur schwer wird kitten können; die Kleine hat seither Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl (Bsp: wenn im Spiel mit Freundinnnen ein Streit aufkommt, will sie heim, sagt, ich bin dir ja gar nicht wichtig, usw.....)

Ich bin zeitweise völlig ratlos, was ich tun soll/kann....



So, nachdem es gestern wieder Streit gab, fordert mein Mann nun ab sofort regelmäßigen Umgang mit allen Kindern bei ihm und seiner Freundin daheim und ICH sei dafür verantwortlich, dass das klappt.....ich habe durch meine enge Bindung zu den Kindern sein Verhältnis v.a. zur Kleinen kaputt gemacht und solle dieses nun wieder herstellen....



Sorry, aber ich werde von nun an seine Geliebte nicht wie Sauerbier anpreisen, nur damit die Kleine dort alle 14 tage hingeht - das kann wohl niemand ernsthaft erwarten, oder?



Nun aber meine Fragen, nachdem mein Ex schon mit dem Jugendamt zur Umgangsregelung drohte.....



Welche Rechte haben denn die Kinder?

Ab wann müssen die Eltern ihre Wünsche/Entscheidungen/usw. akzeptieren oder müssen sich die Kinder wirklich so verhalten, wie es ein oder beide Elternteile fordern?

Klar hat mein Ex ein Umgangsrecht (und ich befürworte den Umgang jederzeit und möglichst häufig und bin dabei in jeder Hinsicht flexibel, da ich nicht wie er ganztägig berufstätig bin), aber zu welchen Bedingungen?



Oh, ich würde den Kindern so gerne diesen momentanen Stress ersparen......solange mein Ex Ruhe gab, er mit den beiden Großen regelmäßig telefonierte und sie traf, wenn auch extrem selten (1x im Monat für wenige Stunden) war auch die Kleine irgendwie zufrieden,wenn Papa auch für sie mal alleine ein wenig zeit hatte (anrufen tut er sie mehr als selten, treffen alle 6 Wochen mal in Schwimmbad oder so)....



Nun wieder Stress.....Ihr glaubt gar nicht, wie mich das ank.....





Vielen leiben Dank fürs geduldige Lesen meines wieder mal ellenlangen Textes....



Gama


 ab wann haben Kinder beim Umgang ein Mitspracherecht? von hörnchen
Hallo Gama,



mit dem Jugendamt kann er Dir ruhig drohen. Wende Dich ans Jugendamt mit der Bitte um Beratung und Vermittlung. Mach Dir vorher Notizen, Stichpunktartig.



Übrigens, auch 8jährige werden vom Gericht gehört und wenn sie ihren Wunsch erklären können wird das auch so akzeptiert.



Wenn ich das so lese was Du schreibst halte ich es für immer wichtiger dass Ihr vor Ort Hilfe bekommt, ich hab jetzt nicht nachgelesen aber seid ihr schon in Beratung? Wenn ein neutraler Dritter dem Vater das erklärt, vielleicht hört er dann "mit dem Herzen" etwas?



Zitat:

Gestern ist die Situation mal wieder eskaliert, ich wurde von ihm angeschrien, beschimpft, beschuldigt.....naja, das übliche.....leider




Genau aus diesem Grund Gespräche auf neutralem Boden mit Moderator, da darf er sich das nicht allzuoft erlauben.



hörnchen


 ab wann haben Kinder beim Umgang ein Mitspracherecht? von gama
@hörnchen



.....gespräche auf neutralem boden......schön wäre es!.....dann hätten wir sicher schon vor zwei jahren auch eine eheberatung aufgesucht oder es mit mediation bei einem fachanwalt für familienrecht versucht.....alles dinge, die ich angeregt, um die ich gebeten habe....



.....leider aber zählt für meinen noch-mann aber lediglich seine eigene meinung......alles was er tut, ist der richtige weg, wie er denkt, darf nicht angezweifelt werden......

.....ich habe in unseren 18-jäjhrigen ehe eigentlich immer so gelebt, gedacht, gehandelt wie von ihm vorgegeben.....

....dank einer psychotherapie, die eigentlich "nur" zur bewältigung der akuten trennungssituation gedacht war ist aus mir nun endlich eine selbstbewusste, sehr starke frau geworden, die selber weiss, was sie will und die sich nicht länger dem willen des mannes ohne wenn und aber beugt....



ich bin in der lage zu konstruktiven, ruhigen Gesprächen, höre mir gerne auch alle seine Bedenken, Wünsche, usw. an und wäge dann pro und contra ab, ABER immer so, dass dabei die Bedürfnisse und deutlich artikulierten Wünsche unserer Kinder berücksichtigt werden....



leider kann mein noch-mann damit nicht umgehen .....



wie aber schaffe ich es, meinen kindern eine tour durchs jugendamt zu ersparen?



leider hat mein mann KEINEN EINZIGEN Freund, niemanden, der ihn einmal beiseite nehmen könnte und mit ihm die situatio mal aus einer anderen sicht anschaut.......sein einziger bruder (selber geschieden, kinder, neue Partnerin, usw.) hat es versucht.....mein mann hat den kontakt darauffhin abgebrochen.....seine eltern bedauern ihn nur, wie sehr er doch durch mich all die jahre leiden musste (hab weder ich noch sonst jemand gemerkt) und öffnen nun die türen für seine neue (kontakt zu mir wurde eingestellt, ich bekam hausverbot, darf mit den enkelkindern nicht mehr kommen ......)



ich werde nun erst mal wieder ruhe einkehren lassen und hoffe, dass auch er die wogen glätten läßt!


 ab wann haben Kinder beim Umgang ein Mitspracherecht? von hörnchen
Hallo Duda,



Zitat:
.....gespräche auf neutralem boden......schön wäre es!.....dann hätten wir sicher schon vor zwei jahren auch eine eheberatung aufgesucht oder es mit mediation bei einem fachanwalt für familienrecht versucht.....alles dinge, die ich angeregt, um die ich gebeten habe....




Da wird er beim Jugendamt aber nicht drumrum kommen.



Zitat:

.....ich habe in unseren 18-jäjhrigen ehe eigentlich immer so gelebt, gedacht, gehandelt wie von ihm vorgegeben.....




Da kann er klar jetzt nicht mit umgehen dass Du das nicht mehr tust. Dennoch, lautstarken Auseinandersetzungen mußt Du ganz klar einen Riegel vorschieben!



Laß Dich von Deiner Therapeutin coachen! Das geht persönlich am besten.



Zitat:
wie aber schaffe ich es, meinen kindern eine tour durchs jugendamt zu ersparen?




Du, hier wird das so gehandhabt: Die Eltern gehen zum JA oder teisl auch nichtmal das. Die Bearbeiter kommen zu Dir und sprechen in Ruhe mit den Kindern daheim. Auch darüber kannst Du gut vorab mit Deiner Teherpeutin reden.



Und mal ganz ehrlich, pfeiff auf seine Eltern!



Zitat:

ich werde nun erst mal wieder ruhe einkehren lassen und hoffe, dass auch er die wogen glätten läßt!




Ich glaube nicht dass das langfristig der richtige Weg ist, denk da nochmal drüber nach, ja?



Kopf hoch und da Du Dich ihm ja schon widersetzt ist es auch nur noch ein kleiner Schritt ganz klare Grenzen zu setzen.



hörnchen


 ab wann haben Kinder beim Umgang ein Mitspracherecht? von Martina
Hallo gama,



Jetzt mal Klartext, ohne ein Gerkingel..............

Wenn dein Kind sich aus gutem Grund weigert den Vater zu besuchen, (und eine Weigerung der Neuen LG des Vaters gegenüber ist ein guter Grund), dann kann er dir so oft er will mit dem JA drohen.



Wie Hörnchen schon schrieb, du solltest einen Termin beim JA machen, damit die sich selbst davon überzeugen können, dass du dein Kind nicht negativ beeinflusst, sondern das Kind aus eigener Überzeugung heraus einen Kontakt zur Freundin des Vaters ablehnt.

Das erst was das JA ihm dann raten wird, doch mal alleine was mit dem Kind zu unternehmen.

Wenn er dazu auch nicht bereit ist, muss er selbst sehen, wie er aus der Geschichte wieder raus kommt.

_________________
liebe Grüße

Martina



 ab wann haben Kinder beim Umgang ein Mitspracherecht? von fallen_angel
hallo gama,



also wenn du einerseits schreibst, dass du den umgang deiner kinder mit ihrem vater förderst, nehme ich dir das irgendwie nicht ab! tut mir leid!!!



hast du mal versucht die hintergründe zu erfahren, warum dein kind die (sogenannte) geliebte deines ex ablehnt? für mich ist das in deiner darstellung überhaupt nicht ersichtlich...



einem kind frei zu stellen, ob es gern den vater besuchen möchte oder nicht ist aus meiner sicht übrigens schon die vorstufe einer umgangsverweigerung... (so sehen es übrigens auch einige oberlandesgerichte...)



es ist deine pflicht (und nicht nur weil es im gesetz steht) alles dafür zu tun, dass deine kinder zu ihrem vater gehen, auch wenn sie einmal keine lust dazu haben. es sei denn, es existieren wirklich ein tiefgreifend (und auch umgangsausschließender) wichtiger grund, der dagegen spricht, den du hier aber nicht konkret benennst...



hast du dir mal überlegt, dass es sein kann, dass kinder die ablehnende haltung des elternteils übernehmen können. gerade im zarten alter von 8 jahren. denn wie sollen sich die kinder denn verhalten, wenn sie innerlich spüren, dass es für dich ein großes problem ist, dass sie einen ungezwungenen umgang zu ihrem papa haben.



noch eine frage an dich... fragst du eigentlich deine kinder, ob sie mit DEINEN neuen lebensumständen klar kommen und sie gern bei dir wohnen ?! auf so eine idee würdest du (übrigens auch zu recht) sicher nicht kommen. dann akzeptiere bitte auch die neuen lebensumstände deines ex ... eine neue lebensgefährtin (wenn er nicht mehr mit dir zusammen ist) ist dabei völlig normal...



seine geänderten lebensumstände dürfen nicht dazu führen, dass er jetzt umgangsprobleme mit seinen kindern bekommt.bitte sprecht als vernünftige eltern wieder miteinander, bevor es zu spät ist...


 ab wann haben Kinder beim Umgang ein Mitspracherecht? von hörnchen
Hallo,



fallen_angel hat geschrieben:

einem kind frei zu stellen, ob es gern den vater besuchen möchte oder nicht ist aus meiner sicht übrigens schon die vorstufe einer umgangsverweigerung... (so sehen es übrigens auch einige oberlandesgerichte...)



Kommt darauf an. Auch Kinder haben eine eigene Meinung und vorrangig ist es Aufgabe des betreuenden Elternteils hinter dem Kind zu stehen.



Zitat:

es ist deine pflicht (und nicht nur weil es im gesetz steht) alles dafür zu tun, dass deine kinder zu ihrem vater gehen, auch wenn sie einmal keine lust dazu haben. es sei denn, es existieren wirklich ein tiefgreifend (und auch umgangsausschließender) wichtiger grund, der dagegen spricht, den du hier aber nicht konkret benennst...




Woher hast du das denn?

Zitat:

hast du dir mal überlegt, dass es sein kann, dass kinder die ablehnende haltung des elternteils übernehmen können. gerade im zarten alter von 8 jahren. denn wie sollen sich die kinder denn verhalten, wenn sie innerlich spüren, dass es für dich ein großes problem ist, dass sie einen ungezwungenen umgang zu ihrem papa haben.





O.k., ich verstehe, du hast nicht gelesen. Das Kind will nicht die Geliebte des Vaters sehen.



Zitat:
dann akzeptiere bitte auch die neuen lebensumstände deines ex ... eine neue lebensgefährtin (wenn er nicht mehr mit dir zusammen ist) ist dabei völlig normal...





Die kann er doch haben. Gestehe du aber auch den Kindern zu dass sie die "fremde Frau" nicht zwingend mögen müssen.



Zitat:

seine geänderten lebensumstände dürfen nicht dazu führen, dass er jetzt umgangsprobleme mit seinen kindern bekommt.




Och, so wie ich das sehe erarbeitet er sich das schon ganz schön. Du mschst es dir arg einfach, findest nicht?



hörnchen


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