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Hallo,
ich bin seit nunmehr 8 Jahren Zweitfrau bzw. Lebensabschnittsgefährtin. Mein Partner wurde 2000 geschieden und die beiden Kinder (2 Mädchen, heute knapp 14 und 16 Jahre alt) der Mutter zugesprochen. Die Kinder waren in regelmäßigen Abständen gerne bei uns, wir unternahmen an den Wochenenden immer etwas oder fuhren zumindest einmal in den Ferien zusammen in Urlaub. Die Mutter der Kinder hatte zwischenzeitlich auch wieder einen neuen Partner, der dann auch in das Haus der Ex-Frau mit einzog und alles schien in bester Ordnung zu sein. Immer häufiger ließen die Kinder aber dann, wenn sie bei uns waren, abfällige Bemerkungen über den Lebensgefähren fallen und waren auch gleichzeitig in ihrem Verhalten uns gegenüber total komisch - sofort aufgeraut gegenüber Aufforderungen, wie z. B. Sachen wieder aufzuräumen, bei denen sie vorher nie gemault oder gemurrt hätten. Auch der Ton uns beiden gegenüber wurde immer pampiger und frecher. Zur Konfirmation der Ältesten erfuhren wir dann, dass der Lebensgefährte der Mutter wieder ausziehen würde. Jetzt wurde uns so einiges klar. In den Pfingstferien war dann ein gemeinsamer Urlaub in Spanien geplant, der sich zu einem wahren Horror entwickelte. Jeden Tag gabs Streit, weil die Kinder der Meinung waren, sie hätten Urlaub und wir sollten für ihre Annehmlichkeiten sorgen, wobei immer der Satz zu hören war: Zuhause brauch' ich dies und jenes nicht machen !". Die beiden Mädels provozierten ihren Vater dann derart, dass es leider ein paar Ohrfeigen setzte. Spätere Versuche, die ganze Situation und die Reaktion zu erklären, stießen auf taube Ohren. Zuhause angekommen, hatten wir der Mutter über diese Sache berichtet und diese überging das mit einem Lächeln und dem Satz "sie sind halt, wie sie sind!". In den kommenden Wochen war dann Funkstille, die Kinder waren zu beschäftigt und hätten angeblich keine Zeit, hieß es. Auch spätere Anrufe meines Partner nach den Sommerferien brachten immer wieder das gleiche Ergebnis. Irgendwann im Oktober erschien dann die Mutter samt ältester Tochter wieder bei uns, denn es waren Papiere für einen Auslandsaufenthalt der Tochter in den USA zu unterschreiben, Kostenpunkt ca. 5000,00 Euro. Die Finanzierung dieses Projektes wäre geklärt, hieß es. Auch hier war kein vernünftiges Gespräch möglich, alles war formell und so kurz wie möglich gehalten. Fragen nach dem Wegbleiben wurden wieder mit einem "ich bin halt beschäftigt" abgetan. So verging das Jahr und wir hörten und sahen von den Kindern nichts mehr, weder zu Weihnachen noch zum Geburtstag ihres Vaters. Irgendwann im Februar bekamen wir dann eine Einladung zur Konfirmation der Jüngsten. Bei dieser Feier wurde mein Mann von der Ex-Schwiegermutter zur Seite genommen und eine Art "Gehirnwäsche" vorgenommen. Sie verstünde nicht, warum sich mein Mann nicht finanziell am USA-Aufenthalt seiner Tochter beteilige, aus dem Kind soll ja schließlich mal was werden. Mein Mann hatte allerdings von Anfang an signalisiert, dass er sich nicht beteiligen wolle, da er diese Art der Weiterbildung einfach für zu kostspielig und unnötig halte. Auf die Gegenfrage, ob sie vielleicht wüßte, was mit den Kindern los wäre, meinte sie nur, sie wüßte es schon, aber sie würde es ihm nicht sagen, ob er sich nicht vielleicht selbst denken könnte. Was soll man von sowas halten ? Ich meine, dass seine Ex-Frau versucht, ihren ganzen Ärger und die Enttäuschung über die zweite gescheiterte Beziehung über die Kinder an meinem Mann auszulassen. Sowas ist doch nicht o.k. Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht ? Wie soll ich mich verhalten ?
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