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 Scheidung von frank 66
Hi,



ich bin frank und 42 Jahre. Vor über 21 Jahren habe ich meine jetzige Frau kennengelernt und vor ca 11 Jahren geheiratet. Kurz nach unserer Hochzeit litt meine Frau an einem Waschzwang. Dieses wurde aber nicht sofort erkannt. Die Erkrankung begann auch eher schleichend und wurde erst später begonnen zu therapieren. Gemeinsam entschieden wir, dass sie ihre Arbeit aufgeben wolle (ohne ihre Erkrankung zu kennen) und dass sie sich um den Haushalt kümmern will. Kinder haben wir keine. Mittlerweile hat sie ihre Zwänge verhältnismäßig gut im Griff, arbeiten kann sie/will sie aber nicht.

Ihre Situation macht Sie und mich sehr unzufrieden und ich möchte mich scheiden lassen, da wir mittlerweile keinen gemeinsamen Nenner mehr finden können. Es ist eher ein Bruder/Schwester Verhältnis geblieben. Eine Eheberatung lehnt sie bisher ab.

Ausziehen aus der gemeinsamen Mietwohnung in meinem elterlichen Haus will sie auch nicht. Kann Sie auf die jetzige Wohnung bestehen, uch wenn ich ihr eine andere Wohnung anbiete?

Grundsätzlich sagt sie, bin ich an allem Schuld, ob an ihren Zwängen, an der Tatsache , das wir uns auseinandergelebt haben usw. - halt an allem. Ich habe versucht, mit ihr vernünftig zu reden- aber sämtliche, konstruktiven Gespräche lehnt sie ab. Sie lebt eher in ihrer eigenen Welt und läßt keine anderen Meinungen zu.

Das ich um eine umfassende Rechtsberatung nicht herumkomme ist mir klar, aber vielleicht kann mir jemand vorab Rat geben bzgl. der Beurteilung ihrer Zwangserkrankung. Kann ich verlangen, dass sie sich wieder einen Job sucht?

Danke!


 Scheidung von Martina
Hallo Frank, willkommen im Forum ;)





frank66 hat geschrieben:
Kann ich verlangen, dass sie sich wieder einen Job sucht?




Verlangen kannst du viel, aber ob das auch eintrifft ist eine andere Sache.

Zunächst sollte mal geklärt werden, ob deine Frau sich in psychiatrischer Behandlung befindet.

Was ihr behandelnder Arzt zu einer Beschäftigung sagt............?

Ob deine Frau mental und auch finanziell so von dir abhängig ist, dass sie eine Trennung auch ohne ärztliche Unterstützung durchsteht.........wovon ich ehrlich gesagt nicht sehr überzeugt bin !?



Du darfst nicht vergessen, dass die Neurose die deine Frau hat krankhaft ist und nicht selten durch seelischen Druck, der bei einer Trennung aber unvermeidbar ist, mit einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik endet.

Es ist sich nicht leicht für dich, das kann ich gut verstehen, aber ich denke, du hast diese Frau schließlich einmal geliebt und willst sicher nichts schlechtes für sie. Du hast die schlimme Aufgabe, nun eine Trennung herbeizuführen, die für deine psychisch kranke Frau sehr schwierig wird und auch für dich.

Ein gemeinsamer Besuch bei einem sehr guten Psychiater könnte euch wohl eher helfen, als nur gute Ratschläge aus dem Forum.

Sicher sind wir alle hier jederzeit für dich da, wenn du dich mal ausprechen willst, aber eine proffesionelle Hilfe wirst du bei uns wohl nicht finden.

_________________
liebe Grüße

Martina



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