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 Unterhaltsfrage lösen!? von strato66
Hallo zusammen,
ich versuche mal meine Frage kurz zu halten u. würde mich freuen, ein paar Tips zu bekommen:
Fakt: Momentan bezahle ich sämtliche Nebenkosten unseres komplett u. neu umgebauten Hauses, einschl. aller Versicherungen usw. Meine Exfrau ist momentan arbeitssuchend, das vorhandene Haus viel zu groß - folglich ist Sie auf der Suche nach beidem. Den beiden Kindern steht ein Unterhalt von je etwas über 300 Euro zu. Durch den vorangegangenen Umbau des Hauses muß ich einen relativ hohen Kapitaldienst leisten. Neben sämtlichen Nebenkosten des Hauses u. für die 3 Personen, einem Firmenwagen einschl. Sprit, Versicherung u. Wartung für sie, leiste ich momentan eine Zahlung von 700,-- pro Monat. Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit meiner Exfrau, habe ich nun die bisherigen € 300,-- Lohn nicht mehr weiterüberwiesen, sehr zum Missfallen meiner Frau, da Sie ja jetzt nur noch ca. 1068,-- im Monat zur Verfügung hat u. nicht mehr die € 1368,-- einschl. Lohnzahlung. Durch die hohe Belastung mit der Haustilgung bin ich lt. RA momentan nicht mehr unterhaltsfähig. Sie dagegen versucht € 600,-- zusätzlichen Unterhalt zu bekommen. Die Kinder sind 15 u. 13. Nachdem nun im Vorfeld jeglicher Versuch von mir misslungen ist, daß Sie mir im Ihre Vorstellungen mitteilt, bzw. einen Vorschlag bietet, wie wir das regeln können, ging ich dann zum Anwalt. Kurz erwähnt sei, daß wir bis dahin bereits über 2 Jahre getrennt u. arrangiert noch im Haus gewohnt haben. Ich legte Ihr einen Vorschlag vor, welcher mit einem Bombardement Ihres Anwalts beantwortet wurde. Nach einiger Zeit konnte ich Sie zu einer Mediation überreden, den Anwälten wurde die Handlung eingestellt u. nun sitzen wir da. Die Mediatorin darf lt. Ihrer Aussage keinen Vorschlag machen, ich weiß im Moment nicht wie ich da zahlenmässig ansetzen soll u. von Ihr kommt nichts, bzw. wird theatralisch u. brüskiert alles abgeschmettert. Das Haus wird jetzt zum Verkauf ausgeschrieben, Sie sucht eine Wohnung u. einen Job, doch beides steht natürlich noch in vager Ferne. Die Monate vergehen u. mir gelingt es nicht hier einen Schritt voranzukommen, was mich langsam zunehmend frustriert. Der Weg wird wohl sein, daß ich Ihr freiwillig einen Unterhalt bezahle, damit Sie Ihr Leben u. die Nebenkosten bestreiten kann. Doch wie hoch muß dieser ausfallen, was ist denn als adäquater Betrag nur für Lebensmittel u. Kleidung anzusehen. Wobei ja die Kinder sowieso wieder zu mir geschickt werden, wenn kleidungstechnisch etwas ansteht. Die Nebenkosten könnte man zum Beispiel hier u. da noch etwas nach unten bringen, doch leider ist da kommunikativ zwischen uns nichts zu machen u. die Mediatorin darf nicht. Lass ich vom Anwalt was vorschlagen, geht das Bombardement weiter, was mir jetzt schon eine 5stellige Honorarrechnung Ihres Anwaltes gebracht hat, da sie ja nichts hat. Folglich sollte ich nun für die nächste Mediationsstunde - sofern noch eine zustande kommt - eine Lösung vorlegen, die sie bewilligen könnte. Vom Grundprinzip her klar, doch wieweit muß dieser Lösungsvorschlag gehen, welchen Betrag setze ich für Lebensmittel usw. an. Leiste ich dann diese Zahlung freiwillig, wird dies für mich bindend? Gibt es für dieses Problem eine Stelle wo ich mir Unterstützung zur Ausarbeitung des Vorschlags holen kann. Für mich ist die Situation mehr als frustrierend, denn jetzt liegen eigentlich schon meine Privatausgaben in der Summe über meinem momentanen Einkommen. Ich verdiene an u. für sich ausreichend, jedoch auch bei mir wurde dies jetzt aktuell etwas weniger, für die Unterhaltsberechnung werden jedoch immer die Bilanzen der letzten 3 Jahre zu Rate gezogen, wo es etwas mehr war. Langsam aber sicher geht mir der Zustand ans Gemüt, setze ich etwas um, werd ich sowieso vor den Kindern geldgierig u. herzlos dargestellt, das macht mir das ganze jetzt auch nicht enfacher. Aber eine Lösung, ein Ansatz muß jetzt langsam her, sonst breche ich irgendwann aus. So, das wars jetzt mal auf die "Schnelle" :ja: - Ich würde mich freuen, wenn mir jemand speziell über den Betrag den man für Lebensmittel u. co einfach haben muß etwas sagen könnte. Vielen Dank schon mal u. viele Grüße


 Unterhaltsfrage lösen!? von hörnchen
Hallo Strato,

es mag mir einfach nicht gelingen dein Posting ohne Absatz wirklich zu lesen.

Dass bei Selbständigen der Schnitt der letzten 3 Jahre genommen wird ist richtig. Was den Kindern dann zusteht kannst du in der Düsseldorfer Tabelle (Leitlinien für deinen OLG Bezirk) nachlesen.

Zitat:
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand speziell über den Betrag den man für Lebensmittel u. co einfach haben muß etwas sagen könnte.


Du oder die Kinder? Setz dich einfach mal hin und schreibe auf, nimm eine Exeltabelle die kannst du erweitern, dann siehst du mehr. Ansonsten kennt dein Anwalt sämtliche Fakten und kann dir genauere Zahlen nennen.

hörnchen


 Unterhaltsfrage lösen!? von strato66
Hallo Hörnchen,

danke mal für die Antwort. Da mir da schon seit geraumer Zeit so vieles durch den Kopf schwirrt, liest sich wohl meine Frage auch etwas verworren :rolleyes:

Problem ist, ich trage im Moment alle Kosten, von Ihr ist keinerlei Entgegenkommen, bzw. Kooperation, wie wir hier gemeinsam auf einen Nenner kommen. Ich könnte es vielleicht auch mal so benennen. Momentan trage ich monatlich mit allen Beträgen u. Tilgungen rund 4500 Euro. Ich müsste im Prinzip meine Zahlungen einstellen, da mich der Großteil hiervon ja nichts mehr anginge. Dies werde ich aber nicht tun, da ja schlußendlich die Kinder die Leidtragenden wären. Selbst wenn Sie denn jetzt einen Job bekommen würde u. ich mich auf meine Verpflichtungen von Gesetzes Wegen reduzieren würde, wäre Sie vermutlich nicht, oder aber grade so am existentiellen Minimum, in der Lage, sich über Wasser zu halten.
Da Sie momentan noch in unserem Haus wohnt, das deutlich höhere Nebenkosten mit sich bringt, wäre die Situation quasi mehr als verschärft.
Folglich muß ich hierzu noch was beisteuern, wozu ich ja bereit bin.
Jedoch so wie´s jetzt läuft blute ich dabei finanziell verständlicherweise aus.
Ich hatte zwischenzeitlich nochmals versucht ein Gespräch mit Ihr zu führen, doch außer sich angegriffen zu fühlen u. laut zu werden hats leider nichts gebracht.
Zum Beispiel fand die ganz einfache Frage, wieviel Sie mit zwei Kinder im Monat für Lebensmittel, bzw. den gewöhnlichen Lebensunterhalt braucht, nicht zu klären, sondern brachte nur wieder verbalen Angriff von Ihr.

Was den Kindern zusteht ist bereits festgelegt.

Man könnte es vielleicht auch in Kurzform so nennen: Bei der Summe zu der ich verpflichtet wäre, gäbe es für Sie ein finanzielles Fiasko, bei der Summe die ich im Moment leiste blute ich aus, ich bin bereit mehr als meine Grundverpflichtung zu leisten, doch hierfür kommt von Ihr nur Unverständnis u. kein Entgegenkommen. Im Gegenteil im Prinzip ist es Ihr zu wenig um im gleichen Atemzuge zu betonen, daß Sie von mir ja gar nichts will.

Folglich muß ich jetzt laut Mediatorin einen Vorschlag bringen, den ich Ihr vorlegen muß und nun sitze ich da, dazu fehlt mir jetzt schlicht und ergreifend der Ansatz.

strato


 Unterhaltsfrage lösen!? von hörnchen
Hallo,

wie du schreibst wohnt sie momentan noch im Haus.

Ich denke ihr müßt halt erstmal trennen und ggf. das Haus verkaufen. Dass das eine große Durststrecke bedeutet ist klar. Was die "Kinder" an Bedarf haben kannst du dir doch sicher selbst errechnen, da hilft wie gesagt eine Exeltabelle.

Ich habe sowas mal aus Jux und Tollerei gemacht. Alles eingetragen was mir so eingefallen ist an Kosten, Wäsche, Kleidung, Geburtstage, Essen unterwegs, Sport usw... Uiui, ich habe beschlossen das mach ich lieber nicht mehr :rolleyes:

Was wäre denn deine Idee für eine langfristige Lösung? Gut finde ich dass ihr eine Mediation macht!

hörnchen

da:

http://www.scheidungsforum.de/scheidung-960.html

hatten wir das auch mal was Kinder kosten....


 Unterhaltsfrage lösen!? von strato66
Hallo,

ja, Sie wohnt noch in dem Haus - möchte aber schnellstmöglich raus. Ab kommender Woche wird es ausgeschrieben.

Mein Vorschlag wäre gewesen, wir einigen uns vorab bei einem angenommenen Verkaufspreis x fürs Haus, abzgl. Verbindlichkeiten u. meines Schenkungsanteils = der aufzuteilende Zugewinn. Wird ein Mehr- od. Minderpreis erzielt, natürlich mit der jeweiligen Anpassung. Dann könnte man sich darüber unterhalten, ob ich bereits vorab einen gewissen Betrag finanziere u. Ihr auszahle, damit Sie erstmal die Möglichkeit hat auf die Füsse zu kommen.

Vom Unterhalt her bin ich bereit eine gewisse Summe zu tragen, um das wesentliche "Überleben" sicherzustellen. Da Sie momentan arbeitssuchend ist u. im Haus noch wohnt, sind a) höhere Wohnnebenkosten da u. b) braucht Sie für sich u. die Kinder Unterhalt für Lebensmittel u. co. Allerdings halte ich € 1368,-- nur fürs täglich Essen u. Kleidung absolut überzogen. Da sollte doch auch mal von Ihr die Bereitschaft kommen, wenigstens mal die Telefonkosten od. sonstwas zu übernehmen. Meine Bitte, Sie solle mal zumindest überschlägig die Lebensmittelausgaben für einen Monat zusammenstellen, wurde mit "Das ginge mich nichts an" beantwortet.
Würden wir hier einen gemeinsamen Nenner finden, würde ich solange unterstützend bleiben, bis sich das Thema Job u. Haus erledigt hat. Zumindest das erste könnte wenns klappt bereits bis Ende kommender Woche funktionieren.

Dahingehend hatte ich mir von einer Mediation schon etwas mehr erwartet, im Prinzip ist es auch nichts anderes wie vor den Anwälten. Ich setze ein Gebot, möglichst niedrig, Sie hält dagegen, bis man sich wohl irgendwo in der Mitte trifft - nur diesmal ohne Anwälte. Ja so ein Käse, das muß doch auch mal irgendwie anderst gehen, oder sehe ich das falsch.


 Unterhaltsfrage lösen!? von hörnchen
Hallo,

das Haus zu verkaufen finde ich gut.

Wie hoch wird denn vorraussichtlich der Zugewinn für deine Frau ausfallen? Vielleicht könnte sie sich mit dem Kapital eine Wohnung kaufen? Das wäre mein erster Denkansatz.

Wenn das Haus verkauft und der Zugewinn geregelt ist wirds einfacher, dann hat jeder seine Kosten die er vorher planen konnte. Zum Trennung- und Kindesunterhalt mag ich nichts sagen da ich euere eheprägenden Lebensverhältnisse nicht kenne. Ich würde ehrlich gesagt auch sauer werden wenn jemand von mir verlangen würde genau darzulegen wie viel ich für mein Kind ausgebe, auch wenn ich weiß dass es mehr ist als bei einigen anderen.... Vor allem untertreibe ich da gern, sonst bekäme ich die Krise.

Grundsätzlich kannst du in die Unterhaltsleitlinien deines zuständigen OLG-Bezirks nachlesen und praktisch ist das halt nicht für alle Situationen passend. Meist versucht halt der betreuende Elternteil den Kindern das zu erhalten an Standart was sie vorher hatten, aber, das ist als ET ja wohl normal.

Liebe Grüße

hörnchen


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