Hallo,
bin 37 Jahre alt, habe 2 Töchter, eine 14 (aus voriger Beziehung) und gemeinsame 5 jährige.
Bin mit meinem Mann seit 11 Jahren zusammen, seit 7 Jahren verheiratet.
Für ihn war es die 2.Ehe, hat aus 1. noch 3 Kinder ( Zwillingsmädchen von 15 und Sohn von 19 Jahren).
Habe meinen Mann kennen gelernt, nachdem er clean war nach ca. 10 Jahren harten Drogen.
Wir haben aus Liebe geheiratet, ich habe seine Vergangenheit und damit verbundenen Prob nie als solche angesehn ( Menge Schulden wegen Drogen, wenig über vom Lohn wegen der 3 Kinder usw).
Die Schwierigkeiten begannen (kann ich jetzt sagen), als ich ein Jahr nach Heirat zu einer schwierigen OP im KH war, habe Morbus Chron und es war die 2.OP....
Vorher haben wir alles gemeinsam gemacht, waren beide berufstätig,haben nach Feierabend den Einkauf u Haushalt gemacht, er hat meine Tochter wie sein eigenes angenommen, gemeinsame Aktivitäten usw, er war auch Freund für mich, sensibel, auch stark für mich, alles was eine Frau sich halt so wünscht.
Nach der OP wurde schleichend alles anders. War für ihn sehr schlimm, hat gelitten, Intensivsation, viel Angst um mich. Da fing er an zu trinken, zwar wenig aber an vielen Tagen.
Wegen meine Krankheit musste ich zum 30.Geburtstag meine EU-Rente einreichen, weil ich nicht mehr in der Lage war arbeiten zu gehen.
Trotz allem wünschten wir uns ein gemeinames Kind.
Nach 3 Fehlgeburten und einer Eileiterschwangerschaft habe ich es endlich geschafft

, zwar mir vielen Prob in der schwangerschaft ( Krankenhaus u vorzeitige Wehen ab dem 4. Monat und der Angst, kam 7 Wochen zu früh unsere jüngste zur Welt.
Großes Versprechen: Wenn unser Baby erst da ist, hör ich mit dem Trinken auf!
Ab da war immer irgendwas, worum es veschoben wurde.Habe es bis dahin immer noch (wenn auch wenig ) verstehen können, auch er hat ja die Babys verlorn... Gelitten haben wir beide, jeder auf seine Art.
Der erste große "Knacks" für mich war die Geburt..... An seinem 35. Geburtstag ( war ein Donnerstag) platzte abends frühzeitig die Fruchtblase. Trotzdem am Samstag die große Party geplant war, musste ich allein ins KH fahren, weil mein Mann dicht war....
Als sie dann endlich am Samstag um 17.15 Uhr auf die Welt kam, 7 Wochen zu früh und ohne spontane Atmung, wurde sie sofort in eine Kinderklinik in den nächstgrößeren Ort gebracht, und mein Mann musste ja auch dringend weg, da ja die "Gäste" für 18.00 Uhr geladen waren....
Und so sass ich nach 40 Std Presswehen innerhalb von 10 Minuten ohne Baby und ohne Mann da und war allein....
Wie so oft in den folgenden Jahren...
Er begann als Hobby Musik zu machen (innerhalb einer Band als Leadsänger u Gitarrist) , ich freute mich für ihn, so hatte er ein Hobby und Ausgleich. Leider wurde das sein Lebensinhalt; arbeiten gehen, nach Feierabend am PC wegen Proben, Auftritten, EMails usw. und seinem Konsum....
Je kränker ich wurde, desto schwächer wurde er. Oft zerfloss er in Depris; wegen seiner Vergangenheit in der er Fehler gemacht hat, wird er nie wirklich einen Fuß auf den Boden bekommen, egal wieviel er arbeitet, wird er nie was von dem Geld haben usw
Ich begann, ihn vieles abzunehmen, damit er den Rücken frei hat für uns. Mittlerweile lebt er hier wie im Hotel, ausser arbeiten gehen u evtl mal die Kleine hinlegen, mehr tut er nicht, jedenfalls nicht für uns/mich
Gemeinsame Aktivitäten gibt es nicht, er hat keine Lust, ist lieber mit andeen Dingen beschäftigt die nicht uns als Familie betreffen.
Nachdem immer schlimmere Diagnosen für mich kamen, Osteoporose wegen Mangelernährung, gab es Streit, ich habe mir gewünscht mehr Hilfe zu bekommen bei Einkauf, eigener Schlamperei usw sagte er mir er wäre nun mal faul und denkt da allein nich dran, ich solle es fordern und ihn öfter mal in den A.... treten. OK, gesagt, getan,läuft ne Woche, dann wieder nix, bitte ich um was, warte ich 5 Tage, mach ich es selber und werde immer trauriger.
Vor mittlerweile 2,5 Jahren kam ich!!! auf die Idee, seinen Sohn aus 1.Ehe zu uns zu holen, 17 Jahre alt, Mutter kümmert sich nich drum, Schulabgang 9.Klasse ohne Abschluss usw.
Hätte ich geahnt, was ich mir damit selber antue...
Ich war blauäugig, dachte meinem Mann und dem Sohn hilft es, ich pack das schon ihn auf den richtigen Weg zu bringen mit Schule Ausbildung etc.
Noch dazu begann mein Mann, sich für ein Haus umzusehen, alle kaufen ein Haus, das schaffen wir auch, bei 5 Personen und der hohen Miete...
Jooo, mal kurz mit all seinen Gläubigern gesprochen, die Schulden von 38 Tausend mit 10 Tausend abgelöst, nur die U-haltschulden blieben, wärn zuviel gewesen.
Vor einem Jahr Haus gekauft, hoch verschuldet, aber nun is er was, dachte ich....
Durch die noch anstehenden Schulden wegen der Kinder aus 1.Ehe wurde nur ich ins Grundbuch eingetragen, aber wir beide sind Kreditnehmer. Sonst wär seine Hälfte schon weg...
Er ist mittlerweile auf nen Konsum von täglich minimum 4 Bier, wir gehen nirgends hin, da er ja keinen Abend nüchtern is, sein Sohn, zwar vor einem Jahr den Hauptschulabschluss geschafft, aber BGJ ohne Abshluss, ohne Ausbidung, mittlerweile nur noch hier, hat sich sooo viele Dinger geleistet, das das Zuammenleben mit ihm unerträglich geworden ist...
Er hat sich zigmal an der Unterwäsche von mir und meiner Großen vergangen....
Worte meines Mannes:Wasch es aus und gut....
Der Täter bekam Gespräche mit Kopf tätscheln, das kannste nich machen Junge; , das Opfer muss sich bis heute dafür rechtfertigen, das es damit nicht mehr umgehen kann... von Verständnis und Trost keine Spur...
Wahrscheinlich wurde der Konsum darum auch immer mehr, er soff sich zu, um di Prob nich mehr zu sehen, wieder war ich allein.
Vor 2 Monaten kam es zum 1.Ausraster:
Nachdem ich wieder mal was gegen seinen Sohn gesagt habe, beschimpfte er mich, er könne meinen dominante Art nich mehr ertragen, schlug eine Tür ein, ich sagte geh, er meinte ja, aber erst nachdem er mich und die Einrichtung zerlegt hätte....
Ich rief die Polizei, als die kamen war er weg.
Nach 2 Tagen simste er sich die Finger wund, er liebe mich doch, alles tät ihm sooo furchtbar leid, er wäre selbe schuld wenn die Tür zu bliebe....
Und ich liebte ihn auch noch.
Und nahm ihn wieder auf.
und glaubte mal wieder, das wir es schaffen können....
1. Feste Zusage: Dein Sohn muss raus, er hat das Vertrauensverhältnis zerstört,ich fühle mich zuhause unwohl, mag ihn nicht neben mir haben, selbst in einem Raum ist es unangenehm..
OK, suchen wir ihm ne Wohnung.
2. Zusage: Innerhalb von 4 Wochen trocken werden, egal wie, ob mit oder ohne Therapie...
Ich freute mich auf seinen Urlaub
endlich Zeit für uns....
Pustekuchen
im Urlaub noch mehr getrunken, wir waren Luft,nix kam...
Am letzten Mittwoch hatte er seinen 40. Geburtstag, dafür betrank er sich schon ab Mittag...
Am Freitag wurde unsre Kleine 5, er musste noch vor dem Kindergeburtstag schnell was trinken, damit die Hände nich zittern... Soff durch bis Samstag, zu seiner großen Party...
Ich feierte nicht mit, konnte es nicht mit ansehen und blieb zu hause... Wollte mich nicht mehr rechtfertigen für ihn und vor allen Leuten mich für den eigenen Mann schämen...
Seit Montag kümmerte er sich um einen Entzug, ärztlich begleitet,krank geschrieben, war jetzt komplett im Keller, also eigentlich nich da, selbst für die Kleine nich...
Gestern kam es zum endgültigen Bruch; ein Wort ergab das andere, er beschimpfte mich übelst, ich habe seinen Sohn rausgeworfen, sämtliche Hausschlüssel versteckt,ihm das Auto gegeben und ihm gesagt, das ich ihn nie wiedersehen will
Trotz allem bin ich mir sicher das es da Beste ist, wir werden nicht mehr zu einander finden, aber lieben tue ich ihn noch immer