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 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von SabineS
Ein Hallo an alle "Mitstreiter" hier!
Gut, dass es so ein Forum gibt - man neigt ja immer dazu, zu denken, man wäre allein auf der Welt. :rolleyes:

Meine Story:
Mein Mann (selbständiger Grafk-Designer) hat sich seit unserer Hochzeit erfolgreich ums Arbeiten gedrückt. Unfreiwillig wurde ich so zur alleinigen Familienernährerin (urspünglich wollten wir uns das teilen!). Als unsere Tochter geboren wurde, übernahm er überwiegend die Betreuung. Ich musste ja arbeiten.

In unserer siebenjährigen Ehe war ich für alles zuständig: Geldverdienen, Haushalt, Papierkram. Er litt derweil an diversen, allesamt innerhalb kurzer Zeit tödlich velaufenden Krankheiten und wurde immer aggressiver, auch physisch (mir gegenüber).Ich wurde allmählich selbst depressiv und habe keinen anderen Ausweg mehr gesehen, als mich von ihm zu trennen.
Unsere Tochter hatte immer in sehr inniges Verhältnis zu ihm - ich wollte sie nicht von ihm wegreißen (mit welchem Recht auch?), um sie dann von morgens bis abends im Kindergarten unterzubringen - aus finanziellen Gründen (Schulden...) hätte ein Halbtagsjob nicht gereicht. Damals schien mir das die beste Lösung für alle zu sein, vor allem für unsere Tochter. Ein großer Fehler.

Mein Mann verleumdete mich ab sofort in der gesamten Nachbarschaft/Bekanntschaft als herumhurende, egoistische Dreckschlampe, die ihre Familie verlassen und überdies noch einen Mordversuch (!) an ihm unternommen hätte. Er verstand es, unsere damals fünf-, jetzt achtjährige Tochter in einen schrecklichen Loyalitätskoflikt hineinzumanövrieren - in seiner Gegenwart traut sie sich kaum, "Mama" auch nur zu denken. Bei mir übernachten möchte sie nicht mehr wegen"Heimweh" -wenn sie aber erstmal da ist, ist alles gut. Sehen sollte ich sie nur alle 14 Tage am Wochenende. Bei einem außergerichtlichen Schlichtungsgespräch konnte ich immerhin erreichen, dass ich sie alle 14 Tage Freitags ab 16 Uhr und zusätzlich einmal die Woche nach der Schule abhole. Gerade waren wir eine Woche zusammen im Urlaub. Es ging aufwärts - dachte ich.

Gestern erfuhr ich von ihr, dass sie ja nun keine Zeit mehr für mich hat, weil sie jetzt jeden Tag am Nachmittag einen anderen Kurs besucht: Handball oder Fußball, Karate, Töpfern, Schach, Yoga...
Die Absicht dahinter: Den Umgang mit mir weiter zu beschränken.

Gespräche mit meinem Mann werden von seiner Seite komplett abgeblockt ("interessiert mich nicht"), Briefe mit der Bitte um eine gütliche Einigung bleiben grundsätzlich unbeantwortet, (meine) Termine fallen einfach mal so aus, ich stehe dann blöd vor der Tür, und niemand ist erreichbar. Reine Schikane alles - und ich kann nichts unternehmen.

Mein Anwalt hat geraten, eine außergerichtliche Einigung anzustreben - aber was nützt das, wenn mein Mann sich nicht daran hält? Ich war auch schon bei Familienberatungsstellen, die konnten aber auch nicht wirklich weiterhelfen.

Ich habe die letzten zwei Jahre immer Unterhalt gezahlt - mehr als ich gemusst hätte, es gibt noch keine Regelung diesbezüglich. Nun habe ich überlegt, die Zahlungen erstmal auszusetzen und das Geld auf ein Extrakonto einzuzahlen. Oder muss man sich wirklich ALLES gefallen lassen? Wie haltet ihr das?

Ich wollte eine friedliche Einigung, das scheint aber nicht möglich zu sein.
Langsam kann ich Amokläufer verstehen... :<

So - jetzt habe ich euch genug zugetextet - sorry... :rolleyes:
Vielleicht hat ja jemand einen schlauen Tipp für mich. Manchmal ist man ja etwas betriebsblind.

Liebe Grüße an euch alle
Sabine


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von hörnchen
Hallo Sabine,

Zitat:
Ich habe die letzten zwei Jahre immer Unterhalt gezahlt - mehr als ich gemusst hätte,


Das spielt keine Rolle.

Zitat:
es gibt noch keine Regelung diesbezüglich. Nun habe ich überlegt, die Zahlungen erstmal auszusetzen und das Geld auf ein Extrakonto einzuzahlen. Oder muss man sich wirklich ALLES gefallen lassen? Wie haltet ihr das?


Nach der Zeit??? Ab zum Jugendamt und den korrekten Kindesunterhalt errechnen lassen und titulieren! Senkt ggf. Streitkosten.

Was ich davon halte Unterhalt einfach einzustellen? Gar nichts, oder würdest du auch hergehen und dem Kind nichts mehr zu essen geben bis alles so läuft wies deiner Meinung nach sollte? Neee, oder?

Was den Umgang betrifft: Dokumentieren und zum Jugendamt gehen mit der Bitte um Beratung und Vermittlung. Wobei ich der Meinung bin dass das einzig sinnige ist sich als Eltern zu einigen und dabei vor allem im Auge zu haben was das beste für das Kind ist.

hörnchen


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von SabineS
Hallo Hörnchen,

es versteht sich von selbst, dass ich mein Kind nicht verhungern lassen würde, um irgendwelche Wünsche durchzusetzen. Ich habe mich auch nicht ganz klar ausgedrückt. Es geht um SEINEN Unterhalt, nicht um ihren.

Und ich gebe dir vollkommen Recht -es wäre zweifellos das Beste, sich friedlich zu einigen.Genau das versuche ich seit mittlerweile 8 Jahren - inklusive Ehe. Aber man kann sich nun mal nur mit jemandem einigen, der das auch will.

Wenn ich nicht das Wohl unserer Tochter im Auge hätte, wäre ich sicher nicht (mehr) so bemüht um eine friedliche Lösung, glaub mir.
Der Termin mit dem JA steht schon auf meiner Liste.

Weiß nicht, ob das alles in anderen Vefahren schneller geht -ich fürchte, ich habe nicht den allerschnellsten RA erwischt... :(

Danke dir...

Liebe Grüße
Sabine


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von sonnie
Zitat:
Gestern erfuhr ich von ihr, dass sie ja nun keine Zeit mehr für mich hat, weil sie jetzt jeden Tag am Nachmittag einen anderen Kurs besucht: Handball oder Fußball, Karate, Töpfern, Schach, Yoga...

Hallo Sabine,

Kurse sind wichtig fürs Kind, aber nicht jeden Tag und nicht soviele !!!

Versuche mit deinem Mann einen festen Tag in der Woche zu vereinbaren, und nehme ihm den Wind aus den Segeln, indem du ihm mitteilst, das du ja mit deiner Tochter auch zum Fußball etc. gehen kannst.

Gehe zum Jugendamt, und lass den Unterhalt den du zahlen sollst tutulieren, und bitte stelle deine Zahlungen nicht ein. Es würde nur die Fronten verhärten!!

Zitat:
in seiner Gegenwart traut sie sich kaum, "Mama" auch nur zu denken. Bei mir übernachten möchte sie nicht mehr wegen"Heimweh" -wenn sie aber erstmal da ist, ist alles gut.

Sie hat einen Loyalitätskonflikt. Sie macht alles, um dem Elternteil zu gefallen, wo sie wohnt, und mit wem sie die ganze Zeit verbringt. Hier ist es der Vater.
Bitte lass dich nicht abwimmeln. Deine kleine liebt dich, und sie ist mit Sicherheit auch gerne bei dir.

Wer hat bei euch das außergerichtliche Gespäch geführt, kann man diese Person nicht einschalten?

Bleib am Ball, dokumentiere die Absprachen die du mit deinem Ex triffst, und wer sie nicht eingehalten hat und warum. Lass dich nicht abwimmeln. Das würde deine Tochter nicht wollen.

Seid ihr eigentlich schon geschieden?

Sonja


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von SabineS
Hallo Sonja,

nein - wir sind noch nicht geschieden.
Das mit den Kursen sehe ich auch so. Natürlich soll sie ihren Sport machen. Aber dieser Freizetstress geht entschieden zu weit.
Um meine Tochter zu sehen, muss ich mir wegen meiner Fahrzeiten den ganzen Tag freinehmen - unbezahlt, natürlich. Da möchte ich sie dann nicht nur von der Schule abholen, zum Kurs bringen und draußen warten, um sie anschließend wieder zu ihrem Vater zu bringen. Das klingt jetzt vielleicht etwas egoistisch, aber wenn man sein Kind sonst kaum sieht, möchte man ja auch die kurze Zeit, die man hat, MIT ihm verbringen, und nicht nur von weitem zusehen... :(

Das grundsätzliche Problem ist, dass Vereinbarungen nur über den Anwalt zustande kommen - mein Mann lässt nicht mit sich reden. Er bestimmt, wann das Gespräch zu Ende ist und legt auf.

Ich lasse mich nicht abwimmeln, auch wenn ich manchmal schon gedacht habe, es hat alles keinen Zweck. Hab viel über PAS gelesen - aber die Theorie ist nicht immer so einfach umzusetzen, leider. Ich arbeite dran...

Bei dem Gespräch waren unsere beiden Anwälte dabei. Auch das verlief nicht ohne Beschimpungen von seiner Seite. "Die lügt doch, wenn sie das Maul aufmacht". Da wird es wohl noch ein zweites geben müssen, mit dem Jugendamt.

Was mich so verbittert, ist die Willkür. Jeder rät mir, keinen Duck auszuüben (in Form von Unterhaltsrweigerung für ihn) - aber ER darf komischerweise alles. Das Leben unserer Tochter schwer machen. Ihr die Mutter entfremden. Mich wie Dreck behandeln. Mich verleumden. Und natürlich mein Geld annehmen...

Na ja. Mal sehen, was das Jugendamt so sagt.

Liebe Grüße an Dich und danke fürs "Zuhören"
Sabine


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von es_khe
[quote="SabineS"]
[..]
Ich wollte eine friedliche Einigung, das scheint aber nicht möglich zu sein.
[..]
Sabine[/quote]

Hallo Sabine,

Deine Story kommt mir sehr sehr bekannt vor nur umgekehrt in Sachen M/W. Aus meiner Erfahrung kann ich Dir nur folgendes mitteilen:

a) Euer Verhältnis scheint sehr angespannt zu sein, die Idee mit irgendwelchen freiwilligen Aussprachen oder Vereinbarungen, sind m.E. witzlos. Bereite Dich auf den Gedanken vor, Dich scheiden zu lassen.
b) Sofern Du dann aber die Hoffnung hast, danach wäre alles klar und einfach, vergiss es. Meine Scheidung ist nun 6 Jahre her und es gibt immer noch aktuelle Probleme. Zudem kann in den Urteilen stehen was will, wenn der Ex-Partner nicht mitmacht, hilft das alles nichts. Bei mir war dem Umgang klar festgelegt, hat aber nie funktioniert. Parallel zur Scheidung habe ich ein Verfahren in Sachen Umgangsrecht geführt. Der Anwalt hat mich bis auf`s Hemd ausgezogen, es hat alles nichts genützt.
c) Pass auf mit den freiwilligen Geschichten, die können sich gegen Dich wenden. Gerade was Unterhalt und so anbelangt. Versuche die Dinge zu regeln, ohne dass die Wut Dich auffrisst, arrangier Dich mit Gedanken wie: Das Leben ist hart und ungerecht, so schwer es auch fällt. Versuche Deine Linie (und Dein Leben) wiederzufinden, das wird schwer genug. Kämpfe nicht an mehreren Fronten gleichzeitig. Für mich ist das klar: Strebe die Trennung an und zwar schnellstens und ohne grosses Blutvergiessen. Denke dabei nur an Dich, die andere Seite tut das auch. Verlier Dich nicht in Details, die grosse Linie zählt. Und versuch Dich dann an getroffene Vereinbarungen zu halten, auch wenn`s schwerfällt. Da wird noch viel passieren, bis das alles vorbei ist. Ich wünsch Dir viel Glück.

Gruss

Eckhard


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von SabineS
Lieber Eckard,

ja - meist sind die Männer die Betroffenen, die nur noch zahlen dürfen und ansonsten kaum Rechte haben. Aber wie man() sieht, geht's auch andersherum. Weil ich gearbeitet habe, hat mein Mann unsere Tochter tagsüber betreut. Abends und am Wochenende habe ich das übernommen. Aber das zählt natürlich nicht.

Diejenigen, die für den Unterhalt der Familie sorgen, werden offenbar sehr oft doppelt bestraft - vor allem, wenn sie sich fair verhalten wollen. Seltsam. Ich frage mich, wer oder was dem Partner, bei dem die Kinder leben. eigentlich das Recht gibt, seinerseits dem anderen Partner "Rechte" zuzugestehen (so formuliert in dem Protokoll meines Schlichtungsgesprächs: "die Kindesmutter erhält das Recht..."...) - oder eben nicht, je nach Gutdünken und Tagesform?

Eine befreundete Familie hat ihre Trennung vorbildlich gelöst - das Kind hat jetzt zwei Zuhause und kommt bestens damit klar. Wenn ein Elterneil sich nicht um das Kind kümmert oder wenn durch sein Verhalten dem Kind Schaden entsteht, begreife ich durchaus, dass man versucht, den Umgang einzuschränken oder zu verhindern. Aber wenn die Kinder ein gutes Verhältnis zum "anderen" Partner haben, ist es in meinen Augen Misshandlung, ihnen diesen Elternteil zu entziehen.

In deinem Fall ist es offenbar gelungen, dir die Kinder zu entfremden. Für jemanden, der das nicht erlebt hat, ist der Schmerz kaum nachzuvollziehen. Ich ahne nur, wie das sein muss - bin ja vergleichsweise noch gut dran - ich sehe meine Tohter alle 14 Tage und zusätzlich einmal die Woche (noch...) - deshalb halte ich ja auch still und habe auch diesmal brav den Unterhalt für meinen Mann gezahlt (ihren sowieso). Habe mich mit Töchterchen hingesetzt und ein Geschenk für Papa zum Geburtstag gebastelt, wie auch schon zu Weihnachten und Ostern. Habe es higenommen, dass sie mal wieder in zerrissener Kleidung zu mir kam und neue Sachen gekauft, die ich nie wiedersehen werde. Und habe geschluckt, dass ich mit ihr mal wieder eine halbe Stunde vor seiner Tür stand, weil er zur abgemachten Uhrzeit nicht zu Hause war (denn dass ich mich an Abmachungen halte, heißt ja lange noch nicht, dass er das auch tut).

Als ich meinen Beitrag hier einstellte, war ich zugegebenermaßen in Kriegsstimmung, weil die Gehässigkeit und Missachtung mal wieder Überhand nahm. Ich nehme kaum an, dass sich das ändern wird - habe mit den beiden Ex-Frauen meines Mannes gesprochen, das war sehr aufschlussreich. Trotzdem versuche ich weiterhin, mich den Provokationen zu verweigern und mein Leben endlich wieder in den Griff zu bekommen - schon für meine Tochter. Ein Kampf an allen Fronten wird mir dabei nicht erspart bleiben - denn selbst die Dauerdefensive, in der ich mich befinde, zerstört nicht das Minenfeld, das mein Mann für mich angelegt hat. Mit vielen Fallen, von denen ich einige umgehen kann, in andere stolpere ich direkt hinein. Aber ich lerne. ;)

Ich lese aus deinen Zeilen Verbitterung, Resignation, aber auch den Willen zu einem Neuanfang. Wie ich in deinem anderen Beitrag gelesen habe, hast du auch erhebliche finanzielle Probleme. Leider kann ich dir dazu überhaupt keinen Rat geben, weil ich selbst im Moment noch nicht klar sehe, was die Finanzen betrifft. Ich weiß eigentlich nur, dass mein Mann nach seiner zweiten Scheidung absichtlich eine Pleite hingelegt hat, um Unterhaltsansprüchen und sonstigen Forderungen zu entgehen. Das ist ihm immerhin fast zwanzig Jahre gelungen, und er hat nicht schlecht dabei gelebt. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, dass deine Eltern den Kiosk (oder was auch immer für ein Geschäft) offiziell auf ihren Namen übernehmen und dich einstellen? Wenn sie bereit sind, dich finanziell zu unterstützen - vielleicht wäre das eine Lösung. Riesengewinne wirft so etwas in der Regel nicht ab, aber deine 1000 Euro wirst du wohl haben, wenn du es richtig anstellst.

Es ist sicher richtig, dass deine Ex-Frau Ansprüche geltend machen kann - aber wohl nur ÜBER dieser Grenze. Aufpassen müsstest du sicher im Falle einer Erbschaft oder eines Lottogewinns. ;)
Aber wie gesagt, ich kenne mich leider auch nicht besonders aus.

Meine Hochachtung vor dir für den Mut, den so ein Neustart erfordert. Ich wünsche dir, dass er gelingt und dass auch du deinen Weg wieder findest - auch zu deinen Kindern (wie alt sind sie denn?).

Sabine


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von hörnchen
Hallo ihr 2,

ich finde die Diskussion interessant die ihr hier führt und würde mir wünschen ihr würdet sie noch aus einer anderen Warte als der eigenen zu lesen.

SabineS hat geschrieben:
Ich weiß eigentlich nur, dass mein Mann nach seiner zweiten Scheidung absichtlich eine Pleite hingelegt hat, um Unterhaltsansprüchen und sonstigen Forderungen zu entgehen. Das ist ihm immerhin fast zwanzig Jahre gelungen, und er hat nicht schlecht dabei gelebt.


Schon allein dieser Absatz. Sabine, hast du das gewußt wie du die Verbindung mit deinem Partner eingegangen bist?

Zitat:
Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, dass deine Eltern den Kiosk (oder was auch immer für ein Geschäft) offiziell auf ihren Namen übernehmen und dich einstellen? Wenn sie bereit sind, dich finanziell zu unterstützen - vielleicht wäre das eine Lösung. Riesengewinne wirft so etwas in der Regel nicht ab, aber deine 1000 Euro wirst du wohl haben, wenn du es richtig anstellst.


Und auch dieser Absatz gibt mir zu denken.

Ich finde es einfach nicht o.k.. Ich würde mir wünschen dass Eltern in erster Linie an die Kinder denken, diese sind die Zukunft.

Wißt ihr, Kinder zu erziehen, zu betreuen und versorgen ist auch eine Aufgabe. Dann noch verbunden mit Existenzsorgen usw.....

Wenn ich es geschafft habe "trotz" und "mit" Kind eine Arbeit zu finden, dann sollte man schon davon ausgehen können dass das nicht betreuende auch hinkriegen.

Ein nachdenkliches

hörnchen


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von SabineS
Hallo Hörnchen!

Zuerst einmal: Ich finde dein Engagement für das Wohl der Kinder grundsätzlich sehr lobenswert. Es wäre allerdings schön, wenn du nicht den meisten anderen Usern hier unterstellen würdest, gegen die Interessen ihrer Kinder zu handeln.

Mir wird wohl kaum jemand, der mich und die näheren Umstände kennt, unterstellen können, dass ich mich welcher Verantwortung auch immer entziehen möchte. Das Gegenteil ist der Fall: Ich möchte viel MEHR Verantwortung übenehmen - aber genau das wird mir verwehrt. Beziehungsweise, es wird gewünscht dass ich lediglich die finanzielle Verantwortung übernehme - davon bitte aber reichlich - und unser Kind ansonsten in Ruhe lasse.

Ich habe großen Respekt vor unfreiwillig Alleinerziehenden, aber kein Verständnis für Erziehungsmärtyrer, die einem in jedem Satz zu verstehen geben, wie schwer doch alles allein ist, aber gleichzeitig eine (in meinem Fall) durchaus machbare 50/50-Lösung oder auch nur die Diskussion über die Möglichkeit einer geteilten Betreuung verweigern.

Schade, Hörnchen, dass du nur immer diejenigen Textstellen herauspickst, die dir den grenzenlosen "Egoismus" der nicht betreuenden Elternteile zu beweisen scheinen.

Ich kenne Eckard nicht, aber ich glaube, ich spreche auch für ihn, wenn ich sage, keiner will sich hier vor irgendetwas drücken. Ich habe ihn so verstanden, dass er gern bereit ist, für seine Kinder zu zahlen - und er tut es ja seiner Aussage nach trotz erheblicher Probleme, obwohl er seine Kinder schon lange nicht mehr sehen darf. Dazu sagt merkwürdigerweise keiner etwas, das ist dann wohl im Sinne der Kinder, nehme ich daher an?

Man muss doch bitte mal die Kirche im Dorf lassen und auch dem "feindlichen" Elternteil zumindest ein Überleben zugestehen. Eine Kuh, die man melken will, sollte man nun mal nicht schlachten - und zwar weder physisch, noch im übertragenen Sinne.

Es mag ja einigen selbstgerechten, moralisch ach so integeren und tüchtigen Alleinerziehenden dieser Welt unglaublich erscheinen: Aber auch Ex-Partner lieben ihre Kinder. Wenn man die plötzlich nicht mehr sehen darf, bekommt man leicht mal Depressionen. Und mit Depressionen arbeitet es sich gar nicht gut, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Der eine fängt sich, der andere geht daran kaputt. Das ist dann sicher auch immer dessen eigene Schuld. Oder?

Ein Einkommen von 1000 Euro mit einem Kiosk ist übrigens nicht fingiert, sondern ziemlich realistisch. Wie soll denn jemand wieder auf die Beine kommen, den als erstes 45000 Euro Schulden erwarten? Das geht eigentlich schon fast nur, wenn man den eigenen Überlebensinstinkt ausschaltet! Abr erstmal muss man sich doch selbst helfen, bevor man anderen - in diesem Falle den Kindern - helfen kann.

Allein der Satz "wisst ihr, Kinder zu betreuen und versorgen ist auch eine Aufgabe" macht mich schon zornig. Mit welchem Recht maßt du dir an, uns darüber belehren zu wollen? Ich habe fast sechs Jahre unsere Tochter miterzogen. Oder denkst du vielleicht, ich hätte abends und am Wochenende die Füße hochgelegt? Das Gegenteil ist der Fall. Und ich erziehe sie immer noch mit, wenn sie bei mir ist. Und ich sorge für sie, innerhalb der Grenzen, die mann mir steckt (und die ich finanziell zur Verfügung habe). Indem ich ihr zuhöre, zum Beispiel. Indem ich darauf achte, dass sie nicht zerlumpt herumläuft, auch wenn mein Mann sie mit purer Absicht die ältesten Klamotten anziehen lässt, wenn sie zu mir kommt. Tröste sie und sage ihr, dass Papa es nicht so gemeint hat, als er in ihrer Gegenwart sagte, ich wäre Schuld, dass er bald sterben müsse. Versuche, ihr zu erklären, warum ich sie nicht mehr anrufe, ohne ihr zu sagen, dass ihr Vater es nicht wünscht. Und so weiter.

Mir geht dieses einseitige "hach, was seid ihr doch alle egoistisch, denkt doch mal an das Wohl der Kinder" hier gewaltig auf die Nerven. Ich denke von morgens bis abends an nichts anderes. Sonst wäre ich nicht mehr auf dieser Welt.

So. Jetzt könnt ihr gern auf mich losgehen. Ich bin das gewohnt. Gutes Training. ;D

Gruß
Sabine

P.S.: Das mit dem Unterhalt für die "Erstkinder" meines Mannes habe ich erst später erfahren.




[/quote]


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von hörnchen
Hallo Sabine,

Zitat:
Ich habe großen Respekt vor unfreiwillig Alleinerziehenden, aber kein Verständnis für Erziehungsmärtyrer, die einem in jedem Satz zu verstehen geben, wie schwer doch alles allein ist, aber gleichzeitig eine (in meinem Fall) durchaus machbare 50/50-Lösung oder auch nur die Diskussion über die Möglichkeit einer geteilten Betreuung verweigern.


Nunja. Das 50/50 Modell ist für kaum ein Kind wirklich Gewinnbringend und deshalb wird es auch so gut wie nie gerichtlich angeordnet. Hier gilt wieder: Elternwunsch.

Zitat:
Schade, Hörnchen, dass du nur immer diejenigen Textstellen herauspickst, die dir den grenzenlosen "Egoismus" der nicht betreuenden Elternteile zu beweisen scheinen.


Ich habe diese Stellen rausgesucht weil sie mit wenig Stellen gut aufzeigen.

Zitat:
Ich kenne Eckard nicht, aber ich glaube, ich spreche auch für ihn, wenn ich sage, keiner will sich hier vor irgendetwas drücken. Ich habe ihn so verstanden, dass er gern bereit ist, für seine Kinder zu zahlen - und er tut es ja seiner Aussage nach trotz erheblicher Probleme, obwohl er seine Kinder schon lange nicht mehr sehen darf. Dazu sagt merkwürdigerweise keiner etwas, das ist dann wohl im Sinne der Kinder, nehme ich daher an?


Das wurde schon hinterfragt, hast wohl nicht gesehen?
Es ist schlichtweg egal ob er "bereit ist" für die Kinder zu zahlen, das ist nichts besonderes, schon gar nicht in der Höhe, es ist das selbstverständlichste und Mindeste das er den Kindern schuldet.

Zitat:
Man muss doch bitte mal die Kirche im Dorf lassen und auch dem "feindlichen" Elternteil zumindest ein Überleben zugestehen. Eine Kuh, die man melken will, sollte man nun mal nicht schlachten - und zwar weder physisch, noch im übertragenen Sinne.


:D :D es geht doch gar nicht um den feindlichen Elternteil. Es geht um die Kinder und deren Bedürfnisse. Was den KU angeht gibts auch fiktives Einkommen usw.. und wenn es AEs zugemutet werden kann neben Vollzeit noch einen Nebenjob auszuüben um die gemeinsamen Kinder groß zu ziehen, dann kann das dem Anderen ET erst Recht zugemutet werden.

Zitat:
Allein der Satz "wisst ihr, Kinder zu betreuen und versorgen ist auch eine Aufgabe" macht mich schon zornig. Mit welchem Recht maßt du dir an, uns darüber belehren zu wollen?


Wenn du dir den Schuh anziehst? Ansonsten sollte halt diese Leistung auch gewertschätzt und gewürdigt werden.


Zitat:
Mir geht dieses einseitige "hach, was seid ihr doch alle egoistisch, denkt doch mal an das Wohl der Kinder" hier gewaltig auf die Nerven. Ich denke von morgens bis abends an nichts anderes. Sonst wäre ich nicht mehr auf dieser Welt.


Und mir geht es gewaltig auf den Senkel wie Unterhaltspflichtige jedes Schlupfloch suchen und sich aus der Verantwortung stehlen.

Zitat:
So. Jetzt könnt ihr gern auf mich losgehen. Ich bin das gewohnt. Gutes Training. ;D


Achso, du willst provuzieren und seltsamer Weise eckst du überall an? Das Gesetz ist natürlich komplett grottenschlecht.....

hörnchen :rolleyes:


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von SabineS
Hallo Hörnchen,

ach so. Es ist aber gewinnbringend für Kinder, einen Elternteil zu verlieren, weil der "aufopfernde, erziehende" Elternteil mit dem anderen nichts mehr zu tun haben möchte...
Und, ja: Natürlich haben Eltern Wünsche. Soll ich mir vielleicht wünschen, mein Kind nicht sehen und betreuen zu dürfen? Würde dir das dann besser gefallen? Wäre das in denem Sinne "verantwortungsvoll"?

Ich habe deine Antwort an Eckard in der Tat erst gelesen, als mein letzter Beitrag schon gepostet war, hatte aber auch nichts anderes erwartet als den Kommentar: "es wird schon einen Grund geben". Ja. Vielleicht ist es ja Rache? Schon mal an sowas gedacht? Sowas soll es geben, das ist gar nicht mal so selten.
Und: Was hast du denn zu meckern? Er zahlt doch, was er kann. Und er WILL doch mehr zahlen - für die Kinder. So habe ich das jedenfalls verstanden.

Das mit dem fiktiven Einkommen ist auch so eine tolle Sache - egal in welche Richtung das geht (ob "AE" oder anderer "ET"). Schon mal was von WK (=Wirtschaftskrise) gehört? Und die Nebenjobs gibt es auch nicht haufenweise in jeder Region - ich suche gerade einen. Du kannst mir da bestimmt weiterhelfen? :lach:

Komisch, dass die GEMEINSAMKEIT hier nur betont wird, wenn es um finanzielle Fragen geht. Wo bleibt die denn bei den anderen Angelegenheiten, die die Kinder betreffen?

Ich ziehe mir mit Sicherheit keinen der Schuhe an, die du mir hier anbietest - die Modelle sind mir zu wenig durchdacht und zu schlecht verarbeitet. Aber ich erkläre dir gern noch einmal, wie ich das gemeint habe: Es ist mir durchaus bekannt, was es heißt, ein Kind zu erziehen. Du bist hier nicht die oder der einzige hier, die/der sich mit dem Thema beschäftigt. Etwas weniger Selbstherrlichkeit würde dir recht gut stehen.

Wenn du meinen Beitrag vollständig gelesen hättest, wüsstest du, dass ich mich keinesfalls vor irgendwas drücken will - das möchte ich bitte mal klarstellen. Aber man grundsätzlich nur etwas geben, wenn man etwas hat. Außer man ist eine große Bank. Die machen das anders. Deshalb haben wir eine Finanzkrise. Alles klar?

Ich wüsste nicht, dass ich "überall anecke". Bei dir allerdings fängt es an, mir Spaß zu machen. :cool:
Das Wort "provuzieren" gefällt mir. :D Und das "auf mich Losgehen" war auf meinen Mann gemünzt - ja, und ein bisschen auf dich. Kam ja auch, ganz wie erwartet.

Nichts für ungut, ich wünsche dir noch viel Spaß dabei, eigentlich Hilfesuchende hier verbal zu verkloppen.

Sabine


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von hörnchen
Nunja,

du biegst dir alles so hin wie dus gerne haben/sehen möchtest.

Zitat:
ach so. Es ist aber gewinnbringend für Kinder, einen Elternteil zu verlieren, weil der "aufopfernde, erziehende" Elternteil mit dem anderen nichts mehr zu tun haben möchte...


Dann würde ich daran denken wie man vertrauensbildende Maßnahmen installieren kann und an einem respektvollen Umgang arbeiten. Mediation?

Zitat:
Und, ja: Natürlich haben Eltern Wünsche. Soll ich mir vielleicht wünschen, mein Kind nicht sehen und betreuen zu dürfen? Würde dir das dann besser gefallen? Wäre das in denem Sinne "verantwortungsvoll"?


Aber doch nicht mit dem Wechselmodell, nochdazu in einer strittigen Geschichte?!

Alles immer auf "Rache" zu schieben ist ein bissl einfach.

Zitat:
Und: Was hast du denn zu meckern? Er zahlt doch, was er kann. Und er WILL doch mehr zahlen - für die Kinder. So habe ich das jedenfalls verstanden.


Er will mehr zahlen? Er zahlt nichmal den Mindestunterhalt und er wird auch weiterhin nichts dagegen unternehmen "über 1000 € zu kommen".

Zitat:
Das mit dem fiktiven Einkommen ist auch so eine tolle Sache - egal in welche Richtung das geht (ob "AE" oder anderer "ET"). Schon mal was von WK (=Wirtschaftskrise) gehört? Und die Nebenjobs gibt es auch nicht haufenweise in jeder Region - ich suche gerade einen. Du kannst mir da bestimmt weiterhelfen? :lach:


Aber sicher doch: Zeitung austragen, Tankstelle, Kasse, Putzen...... da gibts jede Menge.

Zitat:
Wenn du meinen Beitrag vollständig gelesen hättest, wüsstest du, dass ich mich keinesfalls vor irgendwas drücken will - das möchte ich bitte mal klarstellen.


Nun, damit war auch Eckhard gemeint, aber, es scheint dich getroffen zu haben. Den Schuh hast du dir angezogen, vielleicht weil du überlegt hast den Unterhalt einfach einzustellen?

Zitat:
Aber man grundsätzlich nur etwas geben, wenn man etwas hat. Außer man ist eine große Bank. Die machen das anders. Deshalb haben wir eine Finanzkrise. Alles klar?


Ach ja? Dann wirst du den betreuenden ETs die nix haben sagen: Dann bekommen die Kinder halt nix?

Ehrlich gesagt fallen mir jede Menge Foren ein wo du gut hinpasst, geh mal suchen ;) . Hier scheints ja nicht zu passen ;D

hörnchen


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von es_khe
Hallo Sabine,

vielen Dank für Deine aufmunternden Worte. Es ist wirklich total witzig, ich überlege nämlich, ob ich meine Antwort auf Hörnchen in dem anderen Beitrag von mir anders geschrieben hätte, wenn ich das hier vorher gelesen hätte. Tja, ich weiss nicht. Eigentlich ist es auch egal, aber eine Sache fällt mir wirklich auf. Ob`s ne Rolle spielt? Jedenfalls neigt Hörnchen dazu, immer nur zwischen irgendwelche Textzeilen hineinzuantworten (ich glaub man nennt das quoten) und irgendwie hab ich da das Gefühl, dass Sie sich in Details verliert. In meiner anderen Antwort hab ich ja sehr sehr auf diesen rationalen Teil abgehoben, also man stellt ne Frage und erhofft sich ne Antwort, die einem hilft. Also wenn ich krank bin und ne Frage stelle, erhoffe ich mir halt mehr als die Antwort "Geh zum Arzt", zumal wenn ich mir einigermassen Mühe gebe, etwas ein klein wenig zu beschreiben. Im Grunde genommen ist das aber nur die halbe Miete. In den Beiträgen hier wird das ziemlich deutlich. Es gibt noch diese zweite Seite, eher mehr bei den Gefühlen angesiedelt. Man versteht die Welt nicht mehr, es trifft einen, als ob man von einer Dampfwalze überrollt wird. Und wenn dann noch (*grins* das wird Hörnchen jetzt gefallen) das "Böse" siegt, ist es doppelt so schlimm. Ich meine, wenn Sie mich frägt, warum ich meine Kinder nicht sehen darf und ich hätte geantwortet: "Es gibt nichts schlimmeres, als eine verletzte Frau", wo hätte das hingeführt? Direkt in eine Therapie mit Hörnchen? Ich meine, ich hab nach wie vor Respekt vor Ihrer Arbeit hier, aber manchmal wird man müde oder betriebsblind oder die eigene Verletztheit bricht durch (ich meine da so etwas herausgelesen zu haben, als ob Sie selbst alleinerziehend mit Job ist und es somit per Definition nicht ganz leicht hat), ganz egal. Wenn ich in einem Forum schreibe, erhoffe ich mir Antworten. Wenn dann nur der Moderator (-in) antwortet, auch gut, besser als nix, aber eigentlich hab ich gehofft, dass jemand antwortet, der das schon selber erlebt hat und mir was konkretes sagen kann. Es ist ja auch so: bei wehwehweh . frag-einen-anwalt . de kann ich 20 EUR ausloben und eventuell antwortet mir ein Rechtsanwalt. Man kann da auch alte Fragen und die Antworten dazu durchstöbern, das ist echt interessant manchmal. Ich hab da beispielsweise irgendwo gelesen, dass Ehegattenunterhalt normalerweise nur 3 Jahre lang nach der Trennung bezahlt wird. Hm...?? Klar ist das vielleicht anders, wenn Kinder mit im Spiel sind. Meine sind übrigens 12 und 13. OK, Zusammenfassung. Das hier ist eh ein bisschen wirr, kein Absatz bisher:-)

Frage 1 ist, ob man hier auf konkrete Fragen auch konkrete Antworten bekommen kann und was diese dann taugen. Muss jeder für sich selber beantworten.

Frage 2 ist, ob es hilfreich ist sich mit Hörnchen auf eine Diskussion einzulassen. Wie gesagt, ich bin mir ganz sicher, dass sie bei 1600 Beiträgen ganz sicher dem einen oder der anderen geholfen hat, in meinem Fall (und eventuell auch in Deinem Fall) scheint das nicht zu klappen. Ich hab eine - wie sagt man doch:-) - Lebensabschnittspartnerin, die meint folgendes dazu: Es wäre überhaupt Blödsinn, da im Internet rumzuwühlen, weil ein Zuviel an Information genau das gleiche ist, wie ein zuwenig an Information. Sie wäre losgezogen und hätte auf dem Rathaus oder sonstwo gefragt, wie das mit dem Beratungsschein ist und dann wäre sie zu nem Anwalt und jetzt wäre sie schon doppelt so weit wie ich mit diesen ellenlangen Diskussionen hier. Ich denk mal: Vielleicht hat sie recht, hm...?!

OK, ich kann nur sagen, ich wünsch Dir viel Glück (weil das braucht man auch) und ich hoffe, dass Hörnchen nicht allzu beleidigt ist. Ich hab jetzt wohl so 2 Std. für diese 2 Beiträge gebraucht (klar mit Pause und ein wenig in der Gegend herumsurfen, ich hoff das tut jetzt allen alleinerziehenden Müttern auf Arbeit nicht zu sehr weh) und wenn Hörnchen hier viel macht, frisst das Zeit ohne Ende und ob`s Ihr irgendwer am Ende dankt, keine Ahnung. ALso... alles Gute und Ciao...

Eckhard


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von SabineS
@Hörnchen:

Ach, Hörnchen. Wie schade, dass ich wieder nur so eine unausgegorene Antwort von dir bekomme.

Ich verstehe, dass du keine Zeit hast, alles zu lesen -aber dann solltest du besser auch nicht antworten, wobei ich dir unterstelle, dass du es im Grunde wirklich gut meinst. Aber Qualität ging schon immer vor Quantität.
Entschuldige bitte diesen Angriff, aber wer so um sich beißt wie du, muss damit rechnen, dass auch Andere mal die Zähne zeigen. Und du wirst es mir wahrscheinlich nicht glauben: Auch ich meine das gut. Viele Stimmen hier belegen, dass dieses Forum nicht ganz den Zweck erfüllt, den es wohl ursprünglich erfüllen sollte: Nämlich gegenseitige Hilfe für Betroffene - und im Idealfall vielleicht sogar Verständnis für "die andere Seite".

Was der Hilfesuchende hier findet (wenn es nicht gerade darum geht, dass der Ex-Partner keinen oder zu wenig Unterhalt zahlt) geht aber über Pauschalurteile, Phrasendrescherei und, gelinde gesagt, teilweise haarstäubende und einseitige Belehrungen über das so genannte "Kindeswohl" nicht hinaus.

"Vertrauensbildende Maßnahmen installieren" (wie "installiert" man Maßnahmen?) und "an einem respektvollen Umgang arbeiten" - das ist einer dieser nützlichen Tipps, die ich schon mehrmals hier gefunden habe. Wenn Briefe unbeantwortet bleiben, Anrufe abrupt durch Auflegen beendet werden, ein persönliches Gespräch abgelehnt wird, und selbst bei einer Mediation nur Beschimpfungen vom Ex-Partner kommen, ist dieser Ratschlag wenig hilfreich. Man muss sich leider nun mal der Tatsache stellen, dass nicht alle Menschen zu einer Einigung bereit sind. Und wenn man es mit so einem Gegenpart zu tun hat, nützt einem die eigene Bereitschaft, Frieden zu schließen, rein gar nichts.

Irgendwo schreibst du, "die Ehe ist ein Vertrag". Ich gebe dir vollkommen recht. Aber ein (seriöser) Vertrag zwischen zwei Parteien impliziert in der Regel eine gegenseitige Verpflichtung - ganz abgesehen von der Verpflichtung, die beide Partner in einer Familie ihren Kindern gegenüber eingehen. Nenne mich gern eine Phantastin, aber in meinem Weltbild hat auch der "betreuende" Elternteil eine Verplichtung gegenüber dem "nicht betreuenden" Partner. Und ebenso eine Verpflichtung dem Kind gegenüber, nämlich eben diesen Partner nicht einfach aus dem Leben des Kindes auszuschließen. Korrigiere mich gern, wenn ich mich in diesem Punkt irre.

Ich möchte gern einmal von dir wissen, was denn so falsch daran ist, einem Kind jederzeit den Umgang mit dem "anderen" Elternteil zu gewähren, wenn das Verhältnis vor der Trennung von Vertrauen geprägt war? Respektive, was falsch daran ist, wenn eben dieser "andere" Eternteil dieses Recht auf Umgang (für ihn UND das Kind) fordert?
Kann man es einem "entsorgten" Elternteil denn wirklich verübeln, wenn er sein in der Regel einziges Druckmittel benutzt - das Geld - wenn alle anderen Möglichkeiten offenbar erschöpft sind?

Ich kann von mir selbst sagen, dass ich definitiv ein schlechtes Gewissen hätte, das zu tun - sonst hätte ich die Frage hier überhaupt nicht in den Raum gestellt. Abgesehen davon, dass es "nur" um den Unterhalt für den Gatten ging, der sich bereits während der Ehezeit "unbillig" verhalten hat, hätte ich die Zahlung nicht eingestellt, sondern auf ein Sparkonto auf de Namen unserer Tochter überwiesen.

Es wird sich beschwert, dass hier "nur" über Geld diskutiert wird - aber tun denn gewisse "Alleinerziehende" unter dem Deckmäntelchen des Kindeswohls nicht genau dasselbe? Deine Äußerung: " dann wirst du den betreuenden ETs die nix haben sagen: Dann bekommen die Kinder halt nix?" möchte ich hier nicht weiter kommentieren. Ich denke, ich habe meinen Standpunkt in dieser Sache mehrfach recht deutlich gemacht.

Ich danke dir herzlich für so wertvolle Tipps wie "Zeitungsaustragen" etc.
Vielleicht wäre das noch am ehesten mit meinen Arbeitszeiten vereinbar.
Das wird die Höhe meines Einkommens sicher nachhaltig beinflussen, so gut, wie das bezahlt wird. :ja: Bisher bin ich von morgens halb sieben bis abends halb acht unterwegs. Einen Nebenjob habe ich schon, ich vergaß möglicherweise, das zu erwähnen. Ich könnte selbstverständlich ganz auf den Umgang mit meiner Tochter verzichten. Dann bekäme ich den Job bei der Tankstelle, dort muss man nämlich jedes Wochenende erscheinen. Das entspricht dann dem Kindeswohl, weil sich keine lästige Mutter mehr in die ach so verantwortungsvolle Erziehung des Vaters einmischt.

Wenn ICH allerdings meinen Mann darum bitte, er möge sich einen Job suchen, möchte er das merkwürdigerweise nicht so gerne. Er müsste dann nämlich auf seine Sozialhilfe verzichten und selbst etwas für seinen Lebensunterhalt tun. Und der Arme hat schon so viel damit zu tun, darüber nachzudenken, wie er mich am besten aus dem Leben unserer Tochter entfernt, dass für Arbeit gar keine Zeit bleibt.

Ich habe mittlerweile herausgelesen, liebes Hörnchen, dass du ohne Unterhalt klarkommen musst. Das tut mir ehrlich Leid für dich, und es ist bestimmt nicht einfach. Und es zeigt, das auch du deine Situation nicht ganz so im Griff zu haben scheinst, wie es wünschenswert wäre.
Wenn du jetzt all deine wohlmeinenden Tipps einmal auf dich selbst anwendest: Was kommt dabei heraus? Offenbar nichts, bisher - sonst hättest du das Problem ja nicht mehr. Oder?

Ich will damit insgesamt eigentlich sagen, dass vorschnelle Urteile gerade in Trennungs- und Scheidungsangelegenheiten in all ihrer Vielschichtigkeit niemandem weiterhelfen - außer vielleicht (vorübergehend) der Person, die
sie fällt: als Selbsttherapie, um sich anderen gegenüber ein wenig größer zu fühlen.

Wenn du möchtest, dass ich aus diesem Forum verschwinde, ist das überhaupt kein Problem. Ich habe, ehrlich gsagt, nichts anderes erwartet.
Die Ironie an der Geschichte ist, dass wir beide (wie so viele andere hier) für dieselbe Sache kämpfen: Dafür, dass es unseren Kindern gut geht.

Ich wünsche dir und allen Eltern hier, ob "AE" oder "nbET" - oder was immer - alles Gute.

Sabine

@ Eckard

Du scheinst dich hier verabschieden zu wollen - auch dir alles Gute.
Deine Freundin hat einerseits ganz sicher recht: wenn es um rechtsverbindliche Auskünfte geht, kommst du um den offiziellen Weg nicht herum. Ich finde es nur immer ganz interessant, was andere Betroffene so machen - deshalb bin ich hier gelandet.

Mach's gut!
Sabine


 Umgang erschwert - Unterhalt aussetzen? von es_khe
Hallo SabineS,

danke für die guten Wünsche zum Abschied. Vielleicht mach ich ja doch ne ganze Woche voll, bin ja erst seit ein paar Tagen hier. Aber:

das mit den rechtsverbindlichen Auskünften ist so eine Sache. Ich habe also heute morgen bei einem Anwalt für Fam-Recht einen Termin via seiner Sekretärin ausgemacht. Die Grundlage dafür war in gewisser Weise das mit dem "weiterkommen" und das mit dem "Beratungsschein" in der anderen Diskussion. Also war ich frohen Mutes und hab angerufen. Nun ist es so, dass ich nächste Woche Di. nen Termin habe und ganz am Schluss meinte die Sekretärin doch ganz locker: "So ein Erstberatungsgespräch kostet nie mehr als 190 EUR". Nun bin ich sozusagen ganz beruhigt;-)

Tatsache ist ja, dass ich eigentlich Gerichtsgeschichten vermeiden will. Nun hadere ich mit der Frage, wenn es denn nicht zu einer Verhandlung kommt, bei der der Anwalt sein gehalt sozusagen auf "Staatskosten" (sprich Euer aller Steuer zahlender Mitbürger) wieder reinholen kann, was dann? Ja dann bleib ich vermutlich auf diesen läppischen paar EUR sitzen, die mir aktuell echt und wirklich weh tun. OK, ich muss da jetzt durch und kann mich nur so gut als möglich vorbereiten, damit der liebe Anwalt keine Arbeit hat. Ansonsten hab ich bei dem Gespräch erfahren (als ich kurz erzählt hab, worum es geht), dass das Ganze eigentlich Unterhalt Abänderungsverfahren heisst. Wenn ich das hier erfahren hätte, wäre es eventuell mit Hilfe von Big-G (google) möglich gewesen, was dazu zu erfahren. Nun ja, hätte, wäre, wenn und aber..... hilft alles nix.

Alles Gute und Ciao.... vermutlich werd ich doch noch mal irgendwann hier posten, wie es ausgegangen ist nach dem nächsten Dienstag.

Gruss

Eckhard


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