@Hörnchen:
Ach, Hörnchen. Wie schade, dass ich wieder nur so eine unausgegorene Antwort von dir bekomme.
Ich verstehe, dass du keine Zeit hast, alles zu lesen -aber dann solltest du besser auch nicht antworten, wobei ich dir unterstelle, dass du es im Grunde wirklich gut meinst. Aber Qualität ging schon immer vor Quantität.
Entschuldige bitte diesen Angriff, aber wer so um sich beißt wie du, muss damit rechnen, dass auch Andere mal die Zähne zeigen. Und du wirst es mir wahrscheinlich nicht glauben: Auch ich meine das gut. Viele Stimmen hier belegen, dass dieses Forum nicht ganz den Zweck erfüllt, den es wohl ursprünglich erfüllen sollte: Nämlich gegenseitige Hilfe für Betroffene - und im Idealfall vielleicht sogar Verständnis für "die andere Seite".
Was der Hilfesuchende hier findet (wenn es nicht gerade darum geht, dass der Ex-Partner keinen oder zu wenig Unterhalt zahlt) geht aber über Pauschalurteile, Phrasendrescherei und, gelinde gesagt, teilweise haarstäubende und einseitige Belehrungen über das so genannte "Kindeswohl" nicht hinaus.
"Vertrauensbildende Maßnahmen installieren" (wie "installiert" man Maßnahmen?) und "an einem respektvollen Umgang arbeiten" - das ist einer dieser nützlichen Tipps, die ich schon mehrmals hier gefunden habe. Wenn Briefe unbeantwortet bleiben, Anrufe abrupt durch Auflegen beendet werden, ein persönliches Gespräch abgelehnt wird, und selbst bei einer Mediation nur Beschimpfungen vom Ex-Partner kommen, ist dieser Ratschlag wenig hilfreich. Man muss sich leider nun mal der Tatsache stellen, dass nicht alle Menschen zu einer Einigung bereit sind. Und wenn man es mit so einem Gegenpart zu tun hat, nützt einem die eigene Bereitschaft, Frieden zu schließen, rein gar nichts.
Irgendwo schreibst du, "die Ehe ist ein Vertrag". Ich gebe dir vollkommen recht. Aber ein (seriöser) Vertrag zwischen zwei Parteien impliziert in der Regel eine gegenseitige Verpflichtung - ganz abgesehen von der Verpflichtung, die beide Partner in einer Familie ihren Kindern gegenüber eingehen. Nenne mich gern eine Phantastin, aber in meinem Weltbild hat auch der "betreuende" Elternteil eine Verplichtung gegenüber dem "nicht betreuenden" Partner. Und ebenso eine Verpflichtung dem Kind gegenüber, nämlich eben diesen Partner nicht einfach aus dem Leben des Kindes auszuschließen. Korrigiere mich gern, wenn ich mich in diesem Punkt irre.
Ich möchte gern einmal von dir wissen, was denn so falsch daran ist, einem Kind jederzeit den Umgang mit dem "anderen" Elternteil zu gewähren, wenn das Verhältnis vor der Trennung von Vertrauen geprägt war? Respektive, was falsch daran ist, wenn eben dieser "andere" Eternteil dieses Recht auf Umgang (für ihn UND das Kind) fordert?
Kann man es einem "entsorgten" Elternteil denn wirklich verübeln, wenn er sein in der Regel einziges Druckmittel benutzt - das Geld - wenn alle anderen Möglichkeiten offenbar erschöpft sind?
Ich kann von mir selbst sagen, dass ich definitiv ein schlechtes Gewissen hätte, das zu tun - sonst hätte ich die Frage hier überhaupt nicht in den Raum gestellt. Abgesehen davon, dass es "nur" um den Unterhalt für den Gatten ging, der sich bereits während der Ehezeit "unbillig" verhalten hat, hätte ich die Zahlung nicht eingestellt, sondern auf ein Sparkonto auf de Namen unserer Tochter überwiesen.
Es wird sich beschwert, dass hier "nur" über Geld diskutiert wird - aber tun denn gewisse "Alleinerziehende" unter dem Deckmäntelchen des Kindeswohls nicht genau dasselbe? Deine Äußerung: " dann wirst du den betreuenden ETs die nix haben sagen: Dann bekommen die Kinder halt nix?" möchte ich hier nicht weiter kommentieren. Ich denke, ich habe meinen Standpunkt in dieser Sache mehrfach recht deutlich gemacht.
Ich danke dir herzlich für so wertvolle Tipps wie "Zeitungsaustragen" etc.
Vielleicht wäre das noch am ehesten mit meinen Arbeitszeiten vereinbar.
Das wird die Höhe meines Einkommens sicher nachhaltig beinflussen, so gut, wie das bezahlt wird.

Bisher bin ich von morgens halb sieben bis abends halb acht unterwegs. Einen Nebenjob habe ich schon, ich vergaß möglicherweise, das zu erwähnen. Ich könnte selbstverständlich ganz auf den Umgang mit meiner Tochter verzichten. Dann bekäme ich den Job bei der Tankstelle, dort muss man nämlich jedes Wochenende erscheinen. Das entspricht dann dem Kindeswohl, weil sich keine lästige Mutter mehr in die ach so verantwortungsvolle Erziehung des Vaters einmischt.
Wenn ICH allerdings meinen Mann darum bitte, er möge sich einen Job suchen, möchte er das merkwürdigerweise nicht so gerne. Er müsste dann nämlich auf seine Sozialhilfe verzichten und selbst etwas für seinen Lebensunterhalt tun. Und der Arme hat schon so viel damit zu tun, darüber nachzudenken, wie er mich am besten aus dem Leben unserer Tochter entfernt, dass für Arbeit gar keine Zeit bleibt.
Ich habe mittlerweile herausgelesen, liebes Hörnchen, dass du ohne Unterhalt klarkommen musst. Das tut mir ehrlich Leid für dich, und es ist bestimmt nicht einfach. Und es zeigt, das auch du deine Situation nicht ganz so im Griff zu haben scheinst, wie es wünschenswert wäre.
Wenn du jetzt all deine wohlmeinenden Tipps einmal auf dich selbst anwendest: Was kommt dabei heraus? Offenbar nichts, bisher - sonst hättest du das Problem ja nicht mehr. Oder?
Ich will damit insgesamt eigentlich sagen, dass vorschnelle Urteile gerade in Trennungs- und Scheidungsangelegenheiten in all ihrer Vielschichtigkeit niemandem weiterhelfen - außer vielleicht (vorübergehend) der Person, die
sie fällt: als Selbsttherapie, um sich anderen gegenüber ein wenig größer zu fühlen.
Wenn du möchtest, dass ich aus diesem Forum verschwinde, ist das überhaupt kein Problem. Ich habe, ehrlich gsagt, nichts anderes erwartet.
Die Ironie an der Geschichte ist, dass wir beide (wie so viele andere hier) für dieselbe Sache kämpfen: Dafür, dass es unseren Kindern gut geht.
Ich wünsche dir und allen Eltern hier, ob "AE" oder "nbET" - oder was immer - alles Gute.
Sabine
@ Eckard
Du scheinst dich hier verabschieden zu wollen - auch dir alles Gute.
Deine Freundin hat einerseits ganz sicher recht: wenn es um rechtsverbindliche Auskünfte geht, kommst du um den offiziellen Weg nicht herum. Ich finde es nur immer ganz interessant, was andere Betroffene so machen - deshalb bin ich hier gelandet.
Mach's gut!
Sabine