| Fragender: "Frage zu Zugewinn..."
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Hallo!
Eigentlich wollten meine (Noch-) Frau und ich uns gütlich einigen. Das scheint nun doch schwierig zu werden...
Ich habe folgende Detailfragen:
1. Ich bin mit ein paar Euro plus auf meinem Konto in die Ehe gestartet, hatte aber bei Trennung ein dickes Minus (jetzt ist es noch dicker...). Meine Frau hatte ein Plus. Kann ich erwarten bzw. verlangen, daß dieses Minus aufgeteilt wird, da es ja während der Ehe für gemeinsames Leben aufgelaufen ist?
Gilt als Stichtag hierfür der Tag der Trennung, der Zustellung des Scheidungsantrags oder der Scheidung? Könnte ich also meinen Kontostand z.B. zum Tag der Zustellung des Scheidungsantrags ansetzen? Warum das Minus größer ist, könnte ich erklären.
2. Wir haben einen Privatkredit bekommen. Der ist während der Ehe nur zu einem kleinen Teil zurückgezahlt worden. Das Geld kam allerdings ein paar Monate vor der Eheschließung... moralisch würde ich sagen, da das Geld ja auch für das gemeinsame Leben aufgewendet wurde, müsste sie sich an der Rest-Tilgung beteiligen. Aber verlangen kann ich das wohl nicht, oder?
3. Kann meine Frau verlangen (es kommt mir nach einer Mail, die sie mir geschrieben hat, so vor), dass ihr Anteil an Schuldentilgung von vor der Ehe angefallenen Schulden wieder als Zugewinn herausgerechnet wird? Rechenbeispiel: vorher 1000,- Schulden, während der Ehe getilgt (logisch hälftig) von jedem 500,-. Falls sie jetzt möchte, dass ihr Anteil wieder drauf gerechnet wird, geht das? Also z.B. am Ende 1000,- Guthaben bei mir, sie würde sagen "Da ich 500,- Deiner alten Schulden mitgetragen habe, will ich, dass zur Berechnung daraus 1.500,- gemacht werden und das wird geteilt"?
4. Der größte Teil des wenigen gemeinsam angeschafften Hausrats ist derzeit kostenfrei eingelagert. Ich habe meiner Ex mitgeteilt, dass der kostenfreie Lagerplatz nicht mehr lange zur Verfügung steht. Ich habe kein Interesse daran. Kann ich den einfach entsorgen, wenn sie nicht auf den gesetzten Termin eingeht? Schließlich will ich keine Einlagerungskosten übernehmen für Dinge, die ich gar nicht mehr will.
Müsste ich das noch einmal so deutlich (schriftlich) ankündigen?
Ich würde mich ja gern weiterhin gütlich einigen... aber bisher hat meine Ex noch keinerlei Vorschlag dazu gemacht, sondern nur meinen Vorschlag abgelehnt und dann Forderungen gestellt (ich soll Unterlagen beibringen, auflisten, was vorher schon an Schulden da war etc.). Das ärgert mich sehr, wirkt wie Rosinenpicken. Zum Glück geht es insgesamt nicht um viel Geld... und wenn sie einen vernünftigen Vorschlag macht, geht es mir auch nicht um ein paar hundert Euro hin oder her. Es geht mir überhaupt nicht darum, den letzten möglichen Cent herauszuholen. Ich möchte das eigentlich nur so einfach wie möglich erledigen, ohne schlecht dabei wegzukommen.
Gruß und Danke im Voraus
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