Hallo,
wie könnte ein Ergebnis in unserem Fall aussehen?
Mein Noch-Mann hat in knapp 15 Jahren Ehe meist gearbeitet, meist auch voll, aber praktisch wenig für die familiäre Gemeinschaft ausgegeben. Er hat Familie im Ausland, die ohne mein Einverständnis und Absprache etc. regelmäßig viel Geld bekam. Das ist nun auch mit Haupttrennungsgrund. Dass von seiner Seite nie Geld in unsere Familie mit kleinen Kindern investiert wurde, aber in "dunkle Kanäle" (ich weiß halt nicht wohin, und seit Jahren doktort er an seiner Antwort herum, daher diese Begrifflichkeit) floss. Ich habe zunächst mein Erspartes aufgebraucht. Dann sprangen meine Eltern ein. Ist bis heute so.
Der Noch-Mann hat sich an wenig bis nichts beteiligt, was Investitionen betrifft, es hat sich günstig so für ihn ergeben.
Kein Mobiliar hat er bezahlt, keine Kinderkleidung, keine Lebensmittel. Dafür aber wieder von mir Ersparnisse "geliehen", die ich nun wohl vollkommen abschreiben muss.
Ist nicht krankhaft, ist eben seine Priorität.
Es gilt voreheliche Gütertrennung, während der Ehe Zugewinn.
Aktuell versuche ich die Kinder und mich mit meiner sehr bescheidenen Selbständigkeit über Wasser zu halten, mehr ist es nicht. Ohne Hilfe von Außen kämen wir nicht über die Runden. Der Noch-Mann hat andere Prioritäten, hat aber auch keinen besonders guten Verdienst, so dass nach Abzug seiner Ausgaben für Zweitwohnung am Arbeitsort nichts mehr für uns bleibt.
Er will/hat seine feste volle Stelle aufgeben, um sich weiter zu bilden, kostenintensiv. Die Trennung will aber ich, nicht er, es ist also evtl. eine ehrlicher Wunsch, ein inneres Drängen nach Bildung bei ihm. Sein mögliches Einkommen fällt damit aber weg, vielleicht bleibt noch ein Hiwi-Job.
Muss ich ihm jetzt auch noch die Hälfte meines mittlerweile wieder schmerzlich ersparten Geldes auf dem Girokonto abtreten?
Was wird mit den Unfallversicherungen für die Kinder, die ich ebenfalls alleine eingezahlt habe?
Nachdem ich alles in der Ehe fast (95% !!) alleine angeschafft habe, als Studentin und dann TZ arbeitende Mehrfachmutter? Auto (könnten wir uns nie leisten) bekamen wir vor Jahren als Erbe vorgeschossen von meiner Familie. Damals war die Ehe noch ok, nun ist das Auto alt und sicher nur noch wenig wert.
Es war also sehr unausgeglichen, geht die Tendenz trotzdem in Richtung Teilen des Vorhandenen?
Muss er Mobiliar kriegen? Das ist gemischt: Einiges irgendwann neu gekauft, vieles vom Sozialen Kaufhaus, manches vom Sperrmüll. Behalten würde ich es dennoch gerne, ist ja bsp. auch von meinem Geld bzw. durch meine Bemühungen angeschafft worden.
(In der aktuellen Wohnung wohnt er schon nicht mehr, wir sind aber noch zusammen gemeldet, und auch noch nicht im Trennungsjahr, er wohnt also überwiegend noch bei der Arbeitsstelle in einer eigenen Wohnung. )
Jaa, jetzt frage ich mich im Nachhinein auch, wie ich das jahrelang tragen konnte. Aber die Hoffnung starb zuletzt.
Und ich möchte tatsächlich keinen Cent mehr hinter diesem Mann herschmeißen. Lieber vor Beginn des Trennungsjahres für die Kinder und mich auf den Kopf hauen, also eine neue und passende Garnitur Kleidung beschaffen für alle, eine Schwimmbadkarte, passende Fahrräder, Jahresbeitrag Sportverein, Friseur etc.
Oder ist das auch wieder etwas, was geteilt bzw aufgerechnet wird?
Da diese Konstellation eher selten ist, habe ich noch nirgends eine befriedigende Vorabinfo gefunden.
Danke für Kommentare,
Tom8te