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 Umgangsrecht von bianka33
Hallo :-)..ich bin heute erst auf diese Seite gestossen und versuche mal mein Glück. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.

Mein Exmann und ich sind nun seit Oktober 2005 auch räumlich getrennt. Unsere Tochter ( 8 Jahre alt ) kam damit gut zurecht und hatte auch keine Probleme, da sie wußte Mama und Papa sind gemeinsam für mich da. Problem bei der ganzen Sache ist nur das ihr Vater direkt mit einer Frau zusammengezogen ist, die sie absolut nicht mag. Hierfür hat sie mir auch Gründe genannt : diese Frau war drogensüchtig ( hat sie selbst von ihrem Papa erfahren), sie hat im Beisein meiner Tochter ihn versucht zu überreden Alkohol zu trinken, er hat seine Tochter jedesmal wegen der neuen Freundin im Stich gelassen. dh. z.B. das Telefon ging, die Freundin schreit, Papa geht nach Hause. ( diese Gründe hat meine Tochter mir genannt wo ich nach dem Grund gefragt habe)

Zum Wohl des Kindes steht ihm an den Besucherwochenenden eine Wohnung kostenlos zur Verfügung. Die Kleine war froh und er machte auch nicht den Eindruck das er sich nicht wohl fühlt wenn er sein Kind hat.

Nun weigert er sich seine Tochter zu nehmen , wenn seine Freundin nicht mit herkommen kann !!!! Blanker Hohn. Er hat das der Kleinen am Telefon gesagt und sie hat bitterlich geweint. Er meint irgendwann wird das Kind schon nachgeben und zustimmen! Ich bin jedoch der Meinung das man die Meinung des Kindes akzeptieren soll und sie nicht zwingen soll.

Da frage ich mich wie kann ein Vater so zu seiner Tochter sein? Ich sehe wie das Kind leidet darunter und versuche es ihm begreiflich zu machen. Leider schaltet er absolut auf stur. Von Freunden seinerseits habe ich erfahren, das seine neue Freundin ihn damit unter Druck setzt.

Anderseits habe ich schon öfters versucht mich mit ihr zu unterhalten, aber da kommt keine Reaktion das man sich mal treffen könnte. Ich möchte nur das Beste für unsere Tochter und frage mich nun wie sind die Rechte des Kindes, was ist für das Kind das Beste.

Ich habe meine Tochter gefragt, was denn ist wenn Papa sonst gar nicht mehr kommt und ihre Reaktion hat mich sehr geschockt . Sie sagte , dann soll er einfach wegbleiben wenn er die dumme Frau mehr mag wie sie.



Für Tips etc. danke ich euch schonmal im Voraus.



Liebe Grüße


 Umgangsrecht von Martina
Hallo bianca,



die Lösung ist eigentlich ganz einfach, du hast sie dir ja schon selbst beantwortet.



Zitat:
Ich möchte nur das Beste für unsere Tochter und frage mich nun wie sind die Rechte des Kindes, was ist für das Kind das Beste.




deine Tochter ist 8 Jahre alt und damit alt genug sich selbst ein Bild von ihrem Vater zu machen. Sicher mag das für sie schmerzhaft sein, mitansehen zu müssen, wie ihr Vater seine Freundin auf einen höheren Sockel stellt als die eigene Tochter. Aber in diesem Fall, wird sie damit wohl im Moment leichter fertig zu sagen, dann soll er bleiben wo er ist.

Wenn dein Mann da absolut keine Einsicht zeigt, kannst du leider auch nichts dagegen tun. Nur eines ist jetzt wichtig, du musst deiner Tochter die Liebe geben, die sie eigentlich von beiden Elterteilen bekommen sollte.

Aber ich glaube das tust du so wie so schon.

Es ist ungalublich wie schnell manche Männer vergessen können das sie Kinder haben, so bald eine Trennung da ist. Schlimm natürlich für deine Tochter, aber leider real.

Ich denke, du kannst nur mit ihr darüber reden und vor allem ehrlich sagen, warum der Papa sie nicht mehr ohne seine Freundin besuchen möchte. Erfinde keine Ausreden für den Vater nur um die Sache zu beschönigen, sonst wird dir deine Tochter irgendwann wenn sie älter ist, vorwerfen, das du ihr nicht die Wahrheit gesagt hast und sie sich umsonst lange Zeit Hoffnungen gemacht hat.

Für Erklärungen ist dein EX zuständig, gewiss nicht du......... ;)

_________________
liebe Grüße

Martina



 Umgangsrecht von bianka33
Hallo Martina :-)

danke das stärkt mir mal wieder den Rücken. Möchte alles für mein Kind richtig machen und könnte ja sonst auch mal falsch liegen und es selbst nicht sehen. Ich habe heute morgen mit einem Bearbeiter vom Jugendamt gesprochen und er war derselben Meinung und hat mir die gleichen Ratschläge gegeben. Sein Verhalten auf jeden Fall nicht mehr wie bisher zu beschönigen sondern ihn das alleine regeln lassen. Achtjährige wissen schon was sie wollen und machen sich so ihr eigenes Bild.



Liebe Grüße

Bianka


 Umgangsrecht von Martina
HALLO BIANCA



Na dann habe ich doch gar nicht mal so falsch gelegen, bei meinen Kindern hat es sich bisher jedenfalls immer bewährt ihnen einfach nur die Wahrheit zu sagen. Sie haben sich mittlerweile einen eigenen Eindruck über ihren Erzeuger gemacht. Deshalb wollen sie auch nichts mehr mit ihm zu tun haben. Nur der Erzeuger sieht das natürlich anders. Er wirft mir vor die Kinder einfach nur negativ zu beeinflussen. Wie denn, weil ich ihnen die Wahrheit sage und ihn nicht mehr in Schutz nehme ?

Ich wünsche dir jedenfalls ganz viel Kraft das durchzustehen und deiner Tochter ein gesundes Urteilsvermögen. ;)

_________________
liebe Grüße

Martina



 Umgangsrecht von bianka33
Hallo Martina :-)



ja das tut er leider auch und macht mir regelmäßig vorwürfe das wir noch hätten glücklich bzw. zusammen sein können. Er versteht einfach nicht das es zwei verschiedene Paar Schuhe sind.......Partnerschaft und Elternsein.

Er wollte nun ganz schlau sein und ist zum Glück auch zu einer Beratungsstelle gegangen.( anstelle mit mir jedoch mit seiner Freundin !!!!) Dort wurden jedoch schon lügen erzählt (z.B. meine Tochter hätte zur Schwiegermutter gesagt sie wollte gerne, aber dürfte es von mir aus nicht ). Erstens hat meine Schwiegermutter sie in der angegebenen Zeit überhaupt nicht gesehen und zweitens war zu den anderen Zeitpunkten wenn sie sie gesehen hat immer meine Mutter dabei. Ich habe meine Tochter nach dieser Auskunft meines Exmannes prommt gefragt und sie sagte mir stumpf.,......da lügt Oma aber !.....Nun ist endeffekt das sie auch nicht mehr zu Oma möchte. Ein klares Eigentor, wo ich aber garantiert nichts mehr schönreden werde ! Soviel habe ich nun schonmal gelernt.

Am Freitag haben wir nun zusammen dort einen Termin, da ich mich geweigert habe alleine hinzugehen. Ich habe gesagt wenn dann nur mit ihm zusammen, da es sonst absolut nichts bringt. Die Dame von der Beratungsstelle sagte mir auch , das sie sich gerne das Kind ansehen möchte. Hier habe ich jedoch gesagt, das ich das nicht möchte weil meine Tochter da nicht hin möchte.( ich hatte sie vorher gefragt ! )

Ich habe den Vorschlag gemacht, das sie sich gerne in der Schule etc. erkundigen können.

Ich habe keine Lust das meine Tochter darunter leidet nur weil ihr Vater es nicht versteht. Hast du vielleicht auch Erfahrungen mit deinen Kindern und Besuchen bei Beratungsstellen gemacht ??



Liebe Grüße



Bianka


 Umgangsrecht von Martina
Hallo bianca,



Zitat:
Hast du vielleicht auch Erfahrungen mit deinen Kindern und Besuchen bei Beratungsstellen gemacht ??




oh ja, nur zur Genüge. Mit folgendem Ergebnis:



Das JA hat mit den Kindern gesprochen und dann einen Bericht ans FG geschickt. Im dem stand, das die Kinder klar geäußert haben, das sie nicht mehr zum Vater wollen, weil der doch nichts anderes macht als über die Mama zu schimpfen und seine Freundin auch, obwohl die die Mama gar nicht kennt ( so meine 5jährige Tochter). Das Ja hat dann lediglich einen betreuten Umgang empfohlen, allerdings nur für meine Kleine, nicht aber für meinen Sohn, da er mit seinen 12 Jahren seine Meinung über den Vater beim JA mehr als deutlich gemacht hat.



Dann gab es da noch einen dubiosen Bericht von der Erziehungsberatung, die meine Kinder bis zu dem Zeitpunkt noch nicht mal gesehen hatten. Aber ziemlich übel vom Vater beeinflusst wurden und geschrieben haben, das keinerlei Gründe dagegen sprächen, wenn die Kids wieder alle 2 WE zum Vater gingen.



Toll was, die nehmen sich ein Urteil über meine Kinder heraus, obwohl sie nur mit dem Vater und später mit mir geredet haben.

Der Richter sah das gottseidank ebenso und ist der Empfehlung des JA gefolgt.

Wenn so eine Befragung deiner Tochter kommen sollte, kannst du sie nur dementsprechend vorbereiten und ihr erklären, das sie dort einfach nur ihre Meinung sagen soll. Ob und warum sie nicht mehr zu ihrem Vater will. Aber rede ihr nichts vor, denn eine Beeinflussung merken die sofort.

Es bringt gar nichts, wenn sie nur deine Worte wiedergibt. Einfach nur die Wahrheit, das ist alles.

_________________
liebe Grüße

Martina



 Umgangsrecht von bianka33
hallo martina :-)



seit heute habe ich dank der telekom endlich wieder internet :-))indem sie ihren fehler beseitigt haben lach.



also ich bin momentan wieder sehr guter laune. mein noch(mann) und ich waren am freitag zusammen bei der beratungsstelle.

ich habe ihn erst seine erwartungen schildern lassen. er pochte natürlich darauf das ich der kleinen die beziehung zu seiner freundin verbiete.

dann durfte ich zu wort kommen und siehe da..........er gab eins nach dem anderen zu gelogen zu haben bei dem ersten gespräch und gab auch zu mich mehrmals belogen zu haben wenn die kleine etwas geäußert hatte was angeblich nicht stimmte.



endeffekt war, das die beraterin ihm nahelegte seine *beziehungsprobleme* nicht auf dem rücken des kindes auszutragen ( seine freundin setzt ihn so unter druck weil sie angeblich keine lust hat alleine zu sein an den wochenenden--schade wenn man sich nicht alleine beschäftigen kann grins )

sie riet ihm genau wie ich es monatelang versucht habe ihm begreiflich zu machen erstmal wieder langsam zu versuchen eine vertrauensbasis zu dem kind aufzubauen und das auf jeden fall alleine !!! und den wunsch das seine freundin unsere tochter sieht sollte er mal ganz ganz hinten anstellen und weit wegschieben, weil sonst würde er sein kind nämlich verlieren und das müßte er vor sich und dem kind verantworten können und vor keinem anderen.

es schien so als wenn er echt am überlegen war, weil komischerweise eine unabhängige dritte, die sogar von ihm sogesehen beauftragt wurde ihm den kopf gewaschen hat ! :-))))

da ich ihm ja immer angeboten habe er kann sie jederzeit sehen ( das hat er übrigends auch dort gesagt ) kann ich also nicht mehr tun. nun haben wir vereinbart, das er termine selbst mit der kleinen ausmacht ( wir telefonieren vorher wann es geht und wann nicht ) ansonsten kann das kind selbst bestimmen ob es sich verabredet oder lieber mit papa spielt.

sie wird jedoch nicht mehr bei ihm übernachten, sondern er holt sie morgens und bringt sie abends wieder.

die beraterin hat ihm zudem noch geraten sich dringend bei seinem kind zu entschuldigen für sein verhalten, da kinder sonst oft die schuld bei sich suchen.

siehe da..........es kam freitag nachmittag direkt ein anruf.........die entschuldigung beim kind folgte erstmal telefonisch und meine tochter sagte stumpf : nein papa, morgen kann ich nicht ich bin mit meiner freundin verabredet !......ich glaube es war eine kleine retoure von ihr, aber ich habe ihr gesagt es geschieht nur was sie möchte und sie darf selbst bestimmen! das findet sie gut und ich merke ihr an das es auch richtig war ihr zu erzählen was wir dort besprochen haben. sie ist jedoch auch froh das sie dort nicht hin muß, weil die beraterin das auch nicht mehr für notwendig hielt wo sie uns beide gehört hatte und nun alles in eine andere richtung geht . nämlich erstmal den vater zur vernunft zu rufen !!!



ich hoffe das es weiterhin positiv verläuft........montag hat sie sich mit ihrem dad verabredet :-). für notfälle hat sie nun ein handy bekommen, wo es aber klare regeln gibt !!!



ihre angst, mich nun nicht erreichen zu können , wenn papa nun doch einfach seine freundin mit einbezieht ist somit auch verschwunden. sie fühlt sich nun sicher und freut sich auch ihren dad zu sehen.



ich wünsche dir ein schönes wochenende :)

lg bianka


 Umgangsrecht von Träume
@ bianka



ich kenne die Situation auch gut, meine Kinder 7und 9, kommen oft nach dem Papa Weekend nach Hause und erzählen wie öde es war und wo sie wieder überall hin mussten, nur weil er wollte. (er kann nicht ein WE zu Hause mit spsielen und basteln verbringen, muss immer on tour sein).



Habe ihnen ngesagt, sie sollen es Papi sagen, wen sie nicht mehr gehen wollen, oder wen er Besuch hat, den sie nicht mögen. Hat alles nicht genützt. Sie können soviel sagen wie sie wollen, am Anfang sagt er ja ist in Ordnung, und nachher ist doch wieder alles beim alten.



Auch ist viel bei ihm, dass er immer etwas mit seinem Schwager unternehmen muss, wen er die Kinder hat. Wandern, Europapark, und dann schiebt er die Kinder ab, obwohl sie es nicht wollen. In zwei Wochen wäre es wieder soweit, sie sollten zu Papi und er will wandern gehen, momenatn sagt mein Kleiner er will nicht gehen, und der Grösse wird es sich noch überlegen.



Hoffe er zeigt vernunft


 Umgangsrecht von Gnubbel
Hallo Bianka!



Ich bin in einer ähnlichen Situation gewesen, wie Dein Ex-Mann. Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung sagen, Deine Tochter steckt in einem Loaylitätskonflikt. Frage Deine Tochter niemals aus, denn das was sie in dieser Situation sagt, sagt sie um Dir zu gefallen und belastet sie sehr! Es kann sein, dass diese Geschichten nicht der Wahrheit entsprechen. Bei uns war es damals so. Hilf Eurer Tochter, in dem Du mit dem Vater sprichst. Eure Tochter liebt ihren Vater genauso wie Dich. Im Alter von 8 Jahren ist sie definitiv nicht alt genug, die Lage richtig zu beurteilen. Wenn Deine Tochter sagt, dass sie die neue Freundin nicht mag, dann solltest Du auch das nicht unbedingt glauben, sie wird Dir gegenüber sicher niemals sagen, wenn sie die neue Freundin mag! Versucht Euch für Eure Tochter zu einigen. Sie braucht Mutter und Vater und wird es Euch später danken.

Wenn diese Frau so grausam ist, wie es hier beschrieben wird, wird Dein Ex das sicher auch irgendwann bemerken, spätestens, wenn die rosarote Brille fällt. Ich empfehle Dir, Dich nicht zwischen die Beziehung Vater Kind zu stecken. Versuche doch mal ein Gespräch mit der neuen Freundin Deines Vaters zu führen, möglicherweise wirst Du sehen, dass sie gar nicht so schlimm ist. Aber selbst wenn sie so ist wie beschrieben, solltest in jedem Fall die Beziehung Vater - Kind fördern. Es ist wichtig für die spätere Entwicklung. Sollte Ihr alleine nicht zu einer Einigung zu kommen, dann holt Euch professionelle Hilfe, zB. von einer Erziehungsberatungstelle, Kinderschutzbund, Mediator etc.

Ich wünsche Euch auf jeden Fall eine friedliche Lösung für Eure Tochter.


 Umgangsrecht von Martina
Hallo Gnubbel,



selbstverständlich ist es für das Kind immer das beste, wenn Mama und Papa gemeinsam für sie da sind, wenn aber vom Vater nur Vorwürfe wegen negativer Beeinflussung kommen, ist es für die Mutter sicher nicht einfach da neutral zu bleiben.

Ich kann mir vorstellen, das Bianca sicher alles mögliche getan hat, um das Verhältnis Vater-Tochter aufrechtzuerhalten. Ich habe auch mein möglichstes getan, aber wenn der Vater den Kindern zusammen mit der neuen Freundin immer nur vorsagt, das ihre Mama eine Versagerin ist, die schuld daran ist, das sie aus dem ehemals gemeinsamen Haus ausziehen mussten, ihre Freunde zurück lassen mussten und überhaupt einfach nichts taugt, dann ist es wohl kein Wunder, das die Kinder sich irgendwann auch negativ über den Vater äußern. Kann man das den Kindern verübeln, sicher nicht.

Ich frage dich, warum sollte, ganz egal ob Vater oder Mutter, der Elternteil, bei dem die Kinder leben, den anderen immer wieder in Schutz nehmen, wenn dieser sich negativ über den anderen äußert.

Ich denke im Grunde auch, das eine Trennung den Kindern nicht den Vater oder die Mutter nehmen darf, aber die Kinder zu belügen, nur um ein falsches Vater Kind Verhältnis aufrechtzuerhalten, ist nicht das was ich als dem Kindeswohl entschprechend bezeichnen würde.

_________________
liebe Grüße

Martina



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