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 Akute schwere Deppressionen... Scheidung schwebt im "Or von Narris
(Ich wusste nicht, dass es so lang wird, aber vielleicht liest man es trotzdem und man kann mir helfen... bitte)



Hallo alle zusammen,



ich bin neu hier und habe schon einige Zeit nach Beiträgen gesucht, die mir Antworten auf meine Fragen geben, aber leider ohne Erfolg.



Ich war 4 Jahre verheiratet, wir haben keine gemeinsame Kinder. Ich habe 2 Kinder aus meiner vorherigen Ehe mitgebracht, die sind aber mittlerweile schon erwachsen. Insgesamt 12 Jahre war ich mit meinem jetztigen Noch-Mann zusammen. Er ist Alkoholiker, was auch der Scheidungsgrund ist. Er war sehr aggressiv meinem Sohn und mir gegenüber und meine Tochter hatte dadurch psychisch gelitten. Irgendwann war eben das Mass voll. Nun leben wir seit Juli 2005 getrennt. Im August hat er sich eine neue Wohnung gesucht und ich bin mit den Kindern erstmal in der ehelichen Wohnung geblieben und habe noch im gleichen Monat die Scheidung eingereicht. Er, wie auch ich haben mittlerweile einen neuen Partner/in. Im Februar 2007 habe ich mir mit meinem neuen Partner eine andere Wohnung suchen müssen, weil es für mich unerträglich wurde, dort wohnen zu bleiben.

Seit August 2006 befindet sich mein Noch-Mann in psychiatrischer Behandlung (wegen Alkolentzug und Suizidversuch) und kann deshalb seine Interessen in Sachen Scheidung nicht wahrnehmen. Eine Anwältin ist plötzlich da, wo ich annehme, dass es seine Betreuerin ist (was ich aber nicht genau weiß). Sie sagt, dass das alles dauern kann, bis er genesen ist. Außerdem bekommt er seine Versorgungslücken auf seinem Rentenkonto nicht geschlossen, weil er die Jobs gewechselt hat, wie andere Leute die Unterwäsche und es ging auch nicht immer legal zu.



Alle wäre halb so schlimm, weil wir ja keinen Kontakt mehr haben, aber ich zahle 427,-€ Trennungsunterhalt und das ist auch für mich ein Patzen Geld (mein Sohn ist noch in der Ausbildung) und der Unterhalt geht ja bis zur Scheidung, oder? Außerdem ist eigentlich alles geklärt. Wir wollen geschieden werden, es gibt keine gemeinsamen Kinder, kein Vermögen und Hausrat würde auch geteilt. Ich habe ihm alles gelassen, was er haben wollte, nur damit ich endlich meine Ruhe bekam. Ich saß nur noch vor einem Bett und der EBK, weil die dem Vermieter gehört. Kein Stuhl, kein Tisch ...nichts. Das wurde alles bei der räumlichen Trennung geklärt und es gibt nichts Schriftliches.



Nun meine Fragen:



Gibt es eine Möglichkeit oder "Lücke im Gesetz", nicht warten zu müssen, bis der "Herr" geheilt ist, da ja Deppressionen Jahre dauern können? Ich habe auch mal gehört, dass Deppressionen unter die Abhängigkeitserkrankungen gehören. Kann es da eine Lücke geben?



Muß ich den Unterhalt wirklich so lange zahlen oder wird es ausgesetzt, weil wir ja eigentlich schon geschieden wären? (das wäre ja ein Hoffnungsschimmer) Eigentlich zahle ich nur seine Sucht.



Kann ich versuchen mit meinem Noch-Mann privat zu sprechen oder wäre das falsch? Auch um zu schauen, wie schlecht es ihm wirklich geht, denn es kann ja sein, dass seine Anwältin/ Betreuerin es nur unnötig in die Länge zieht, denn er muss ja nur noch "JA" zur Scheidung sagen, alles andere ist ja geklärt.



Wie bekomme ich raus, ob seine Anwältin ihn anwaltlich vertritt oder ob ein Betreuungsverfahren für ihn läuft und wie sieht es dann aus mit Scheidung? Welche Dinge darf er noch alleine entscheiden? Hat mein RA oder ich ein Recht, dass zu erfahren?



427,-€ ist auch für mich viel Geld, sodass ich unter der Höhe leide, aber das stört anscheinend keinen. Ich zahle das Geld ja nicht an eheliche Kinder, sondern an einen saufenden, rauchenden , tablettenabhängigen aggressiven Tyrann, unter dem wir drei 12 Jahre gelitten haben und ich eigentlich froh bin, dass wir lebend und fast unbeschadet aus dieser Beziehung rausgekommen bin.

Zählt da nun auch nicht mehr die Härteklausel? "Der beschleunigte Fortgang des Verfahrens liegt nicht mehr in unserer Hand", so mein RA.



Kann ich oder mein RA ein psychiatrischen Gutachten über den Gesundheitszustand meines Noch-Mannes beantragen oder müssen wir uns mit dem Satz der Gegenpartei "Eine Besseung des Krankheitsbildes ist erkennbar, aber noch keine Genesung" zufrieden geben? Es kann morgen der nächste Deppri-Schub kommen und dann gehts wieder von vorn los?



Ich bin langsam auch mit meinen Nerven am Ende. Mittlerweile leidet meine Arbeit drunter, weil ich nur noch am Grübbeln bin, wie das weiter gehen soll. Gibts denn da keine Lösung?



Erst sollte die Ehe wegen unzumutbarer Härte schnell geschieden werde und jetzt das.

Ich glaub nicht mal, dass es ihm sooo schlecht geht. Für mich ist es nur eine Verzögerungstaktik (warum auch immer). Sollte ich mal zum gegnerischen Anwalt gehen und ihr erzählen, was wir durchlitten haben? Vielleicht ist das nicht die Lösung, aber es gibt mir vielleicht etwas innere Ruhe wieder, etwas getan zu haben.



Ich empfinde nur noch Wut. Vielleicht sind es auch irgendwann Deppressionen. Was ist eigentlich dann?



Narris, auf Eure Hilfe und Tipps hoffend



Zweifle nicht am Blau des Himmels, wenn über Deinem Dach dunkle Wolken stehen.


 Akute schwere Deppressionen... Scheidung schwebt im "Or von hemangaji
Hallo Naris,
bin in ähnlicher Situation, wie ist Deine Sache ausgegangen?

Gruß

Hemangaji :juggle:


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