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 Hey ho zusammen - hier meine Geschichte ... ! von tina67
Erstmal was zu mir ...



Mein Name ist Martina und ich bin 1967 geboren. Ich bin Mutter einer mittlerweile 13 jährigen Tochter und seit August 2007 von meinem Mann getrennt lebend.



Entschuldigung, es wird ein langer Text, aber es macht vll. Sinn auch die Vorgeschichte zu kennen, weil es für meine jetzige Situation eine Rolle spielt.



Wir waren 15 Jahre lang verheiratet und wie in so vielen Ehen gab es auch bei uns reichlich Höhen und Tiefen.



Als wir heirateten habe ich als Sachbearbeiterin in einer großen Druckerei gearbeitet. Dadurch dass er in Belgien stationiert war (Zeitsoldat) machte ich mir große Sorgen wenn er zwischen seinen Schichten zu mir kam (er mußte drei Tage arbeiten und hatte dann drei Tage frei).Aus diesem Grund gab ich meinen Beruf auf und wir zogen nach Belgien. Er ist immer schon sehr launisch gewesen und da ich dort niemanden großartig zum reden hatte, war es eine schwere Zeit für mich. Unsere Tochter kam zur Welt und ich dachte - es wird alles gut. Ich habe jedem, der mich gefragt hat, ob ich zufrieden und glücklich bin in meiner Ehe immer geantwortet, dass ich immer alles wieder genauso machen würde und sich seine Launen schon mit der Zeit legen würden.



Zurück in Deutschland machte er eine Umschulung und bekam zunächst keinen Arbeitsplatz, trotz eines guten Abschlusses an einer Technikerschule. Nach etwa einem halben Jahr der erste Job, in dem er knapp 2 Jahre beschäftigt war. Er bekam eine Abfindung und ruhte sich darauf aus, dass nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit eine weitere Abfindung folgen sollte.



Während seiner Arbeitslosigkeit hat er sich nicht besonders um neue Arbeit bemüht und auch ansonsten nicht viel im Haus zur Ordnung beigetragen.

Ich war zu dem Zeitpunkt selbstständig und habe meine Tochter morgens zum Kindergarten gebracht und mittags abgeholt, obwohl es ihm durchaus auch möglich gewesen wäre. Stattdessen saß er oft noch mittags am PC in Schlafanzug- oder Unterhose und T-Shirt.



Mein Drängen bzgl. Bewerbungen wurde von ihm mit einer Handbewegung und verächtlichem Schnauben weggewischt. Nach der zweiten Abfindung, also nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit, bekam er per Zufall durch einen Bekannten einen neun Job, durch den ein weiterer Umzug anstand.



Da er berufstätig war, hatte er nie Zeit sich um profane Dinge wie Wohnungsrenovierungen zu kümmern und so blieben die Renovierung an mir hängen (unterstützt von meinem Vater). Das hierbei natürlich seinerseits immer Dinge zu kritisieren waren erwähne ich mal nur nebenbei.



Schlußendlich ist unser letzter Umzug im Jahr 2004 gewesen und nach vielen vielen Gesprächsversuchen von meiner Seite habe ich im vergangenen Jahr dann einen Schlußstrich gezogen und mich getrennt.



Ich muß dazu sagen, diese Gesprächsversuche gab es nicht erst anch dem letzten Umzug sondern gut jedes Vierteljahr. Jeder in meiner Familie hielt die Luft an, wenn er auftauchte, eben weil jeder wußte, wie launisch er sein konnte. Unser Freundeskreis war in Wahrheit meiner und er war sehr unbeliebt.



Als ich ihm eröffnete, dass ich die Scheidung will, brach er unter Tränen zusammen und ich dachte, dass er das niemals verkraften würde; war sogar fast geneigt einen Rückzieher zu machen. Er lief bei meinen Eltern auf und hat dort mindestens zwei Mal einen Nervenzusammenbruch gehabt. Er telefonierte regelmäßig mit ihnen und hat sein Leid geklagt.



Mein Kontakt zu meinen Eltern war im Vorfeld abgerissen und ich hatte erst wieder neu angefangen diesen aufzubauen. So waren meine Eltern auch sehr geneigt, die Dinge zu glauben, die mein Mann ihnen von mir erzählte. U.a. gehörten dazu Bilder von mir (im Übrigen waren die von MEINEM PC und gingen ihn nichts an) die unterstreichen sollten, wie sehr ich mich verändert hatte. Er unterstellte mir Drogenkonsum und Alkoholmissbrauch etc.



Meine Eltern machten sich ein eigenes Bild von mir und ich konnte sie durch lange Gespräche überzeugen, dass ich nicht so bin, wie er mir unterstellt hatte.



Was unsere gemeinsame Tochter anbelangt, sie blieb nach meinem Auszug in der ehemals gemeinsamen Wohnung, weil mein Umzug genau in den Schulbeginn nach den Ferien fiel und wir gemeinsam entschieden hatten, dass sie aus geordneten Verhältnissen heraus (meine Wohnung war im Umzugschaos) das Schuljahr beginnen sollte und ich sie dann zu mir hole, wenn ihr Zimmer fertig eingerichtet ist. Er hat ihr eingeredet *Mama hat UNS verlassen!*, was so in keinster Weise stimmt.



Zwei Wochen nach meinem Auszug, seinen Nervenzusammenbrüchen und Tränen hatte er eine neue Frau an seiner Seite. Praktischerweise ist sie die Mutter der besten Freundin unserer Tochter. Unsere Tochter lernte mit der Situation zu leben und er hielt sie über alles auf dem Laufenden in dem er ihr sämtliche Anwoltspost etc. vorlas. Damit hatte auch meine Tochter von mir ein völlig falsches Bild, denn er belies es nicht bei den Briefen, die er ihr vorlas, sondern stellte sich weiterhin als hilflos und völlig verzeifelt dar ... eben der arme verlassene Ehemann (mit neuer Freundin!).



Unsere Tochter besuchte mich Anfangs nur sehr selten und nach Rücksprache mit meiner Anwältin und unter der Gesichtpunkten, wie es eigentlich hatte laufen sollen bezog ich das JA mit ein. Auch dort war er schon im Vorfeld und hatte Bericht erstattet, dass ich die beiden verlassen hätte. Ich stellte das in einem gemeinsamen Gespräch klar und äußerte meinen Wunsch meine Tochter bei mir zu haben. Mein Mann schlug seinerseits bei einem zweiten Gespräch vor, dass sie mich alle 14 Tage von Mi.-So. und in der Woche dazwischen von Mi.-Fr. besuchen dürfe. Einen Tag nach diesem Gespräch hat er behauptet, dass er sowas in der Art nie vorgeschlagen habe. Die Damen vom JA hatten aber dem Gespräch beigewohnt und ihm daraufhin ein entsprechendes Schreiben zukommen lassen.



Durch die neue Regelung - ich habe meine Tochter dazu befragt, ob sie lieber bei mir oder bei Papa wohnen möchte und ihre Antwort war, dass sie eine hälftige Regelung ausprobieren möchte - also 2 Wochen bei mir 2 bei ihm - hatte ich erhöhte Kosten und ich bat ihn mir evtl. anteilig Kindesunterhalt oder wenigstens die Hälfte vom KG zusätzlich zu meinem Unterhalt zu zahlen. Nachdem von seiner Seite aus nichts passierte diesbezüglich verfaßte meine Anwältin ein entsprechendes Schreiben.



Daraufhin hat er mir zum Ende des Jahres durch seinen Anwalt mitteilen lassen, dass ab Januar 2008 unsere Tochter nur noch alle 14 Tage am WE bei mir sein darf und er auch keinen Unterhalt zu zahlen gedenkt.



Zum Jahresanfang mußte er die Steuerklasse wechseln von 3 auf 1 + Kind. Wg. der Neuberechnung meines Unterhalts sollte er einen Gehaltsnachweis für das Jahr 2007 erbringen. Dem kommt er nicht nach, weil er dazu nur alle 2 Jahre verpflichtet ist. Desweiteren verlangt er von mir 20-30 Bewerbungen im Monat und unterstellt mir derweil ein fiktives Einkommen von netto 1000 €. Seine Unterhaltszahlungen an mich haben sich also wie folgt dargestellt. August/September 2007 je 600€; Oktober-Dezember 2007 je 800 €; Januar 2008 300 € und im Februar noch ganze 181 €.



Ich bin also jetzt gezwungen mich arbeitslos zu melden, damit ich meine finanzielle Situation absichere. Für meine berufliche Situation verspreche ich mir vom Amt nicht viel. Ich habe verschiedene Arbeitsstellen noch offen, auf die ich mir beworben habe, darunter sind Sachbearbeiterjobs, aber auch 400 € Jobs. Aber das geht halt nicht von heute auf morgen.

Meine Anwältin sagt, dass ich während des Trennungsjahres gar nicht verpflichtet bin einen Job vorzuweisen, bzw. ich nicht diese Menge oder überhaupt Bewerbungen nachweisen muss.



Ich war echt fair und habe versucht nicht mit Dreck zu schmeissen, weil ich eben immer noch dachte, dass es auf einem gewissen Niveau ablaufen könnte, aber mit der Vorgeschichte hätte ich es wohl besser wissen müssen.



Mit meiner Tochter habe ich nur kurz Dinge angesprochen und auch nur anfänglich ... mittlerweile lasse ich sie da ganz raus, weil ich denke, dass sie mit der Situation am wenigsten zu tun hat und eh schon genug belastet ist.



Ich stelle mir folgende Fragen ...



a) Kannte er die Frau schon vorher, oder wie kann man so schnell umschalten?

b) Warum wird überhaupt nicht berücksichtigt, was wir bzgl. des Kindes abgesprochen hatten?

c) Ist meine Anwältin fähig genug sich gegen seinen :flamingdev: anwalt zu behaupten, oder sollte ich besser wechseln?

d) Ist es echt so, dass ich diesen Kampf quasi verloren habe und er wieder gewinnt?

e) Lasse ich mir ein psychologisches Gutachten über meinen seelischen Gesundheitszustand erstellen? ... mal abgesehen von meiner chronischen Darmerkrankung, die bei starker seelischer Belastung gerne wieder ausbricht und meinen Migräneattacken (ist alles nicht so schlimm, könnte es aber sein, wenn es drauf ankommt ... also wenn ich böse wäre :rolleyes: )



Für Tipps, Links oder ein wenig Zuspruch wäre ich euch sehr dankbar.



PS.: die unschönen Details aus unserer Ehe habe ich hier mal weggelassen, weil es den Rahmen sprengen würde; geschlagen hat er mich nicht, aber man kann Gewalt auch anders einsetzen.


 Hey ho zusammen - hier meine Geschichte ... ! von tina67
Sry, ich konnte keine Signatur anhängen .... also dann



Lieben Gruß



Tina


 Hey ho zusammen - hier meine Geschichte ... ! von hörnchen
Hallo Tina,



meiner Meinung nach hast Du den fatalsten Fehler gemacht das Kind überhaupt beim Vater zu lassen, nochdazu wenn er so ist wie Du beschreibst.



Ich versuch mal kurz Dir Deine Fragen zu beantworten:



Zitat:

a) Kannte er die Frau schon vorher, oder wie kann man so schnell umschalten?




Ist völlig egal, da denk mal gar nicht drüber nach.



Zitat:
b) Warum wird überhaupt nicht berücksichtigt, was wir bzgl. des Kindes abgesprochen hatten?




Weil Kinder keine Ware sind und weil das Kontinuitätsprinzip viel gilt.



Zitat:
c) Ist meine Anwältin fähig genug sich gegen seinen flaming devil anwalt zu behaupten, oder sollte ich besser wechseln?




Ist sie Fachanwältin für Familienrecht? Davon ab liegt der Hauptteil der "Arbeit" bei Dir selbst.



Zitat:
d) Ist es echt so, dass ich diesen Kampf quasi verloren habe und er wieder gewinnt?




Ja, scheint so. Wobei es mich wundert dass das Kind nicht die engere Bindung zu Dir hat....



Zitat:

e) Lasse ich mir ein psychologisches Gutachten über meinen seelischen Gesundheitszustand erstellen?




Das würde ich nur machen wenn mir unterstellt würde ich wäre "krank".



Zitat:
... mal abgesehen von meiner chronischen Darmerkrankung, die bei starker seelischer Belastung gerne wieder ausbricht und meinen Migräneattacken (ist alles nicht so schlimm, könnte es aber sein, wenn es drauf ankommt ... also wenn ich böse wäre rolleyes )




Ich glaube Du verrennst Dich da und Du schiebst Dich damit ins Aus. Egal ob Mutter oder Vater: Es sollte selbstverständlich sein zu arbeiten und Kindesunterhalt nach den Möglichkeiten zu zahlen. Erkundige Dich mal nach Möglichkeiten für Berufsrückkehrer, auch das ist ein wichtiger Teil wer Kinder gut erziehen kann - was für Werte man vorlebt.



Ich bin der festen Überzeugung wenn es eine Bindung zwischen dem 13 jährigen Kind und Dir gibt wird sie sich nach Dir und dem vertrauten sehnen. Reiche ihr die Hand und vermittle ihr dass sie jederzeit willkommen ist.



hörnchen


 Hey ho zusammen - hier meine Geschichte ... ! von tina67
Die Bindung zu meiner Tochter war sehr intensiv, bevor er damit begonnen hat ihr zu vermitteln, dass ich sie verlassen habe.



Meine Tür ist immer offen und sie hat einen Wohnungsschlüssel zu meiner Wohnung, kann also jederzeit zu mir kommen - theoretisch.



Ich denke ein grosse Rolle dabei spielt, dass ihre beste Freundin praktisch immer um sie herum sein kann. Wenn sie bei mir ist, ist das nicht so, da die Mutter der Freundin ( seine neue Lebensgefährtin) den Umgang in meiner Wohnung mit meiner Tochter nicht zuläßt.



In Punkto Arbeit habe ich schon vieles versucht und bin auch weiter dabei mich zu bewerben.



Es sind mehrere Jobs in Aussicht, aber einen adäquaten Job zu meiner früheren Stelle (Sachbearbeiterin/Druckerei) zu finden ist nicht so einfach. Für die meisten angebotenen Jobs wird ein gewisses Maß an Berufserfahrung gefordert und das kann ich nach fast 15 Jahren Dasein als Hausfrau/Mutter nicht vorweisen.



In einem Punkt gebe ich dir völlig Recht ... ich hätte unsere Tochter mitnehmen sollen. :boese:



In Bezug auf das psychologische Gutachten bzw. bezüglich anderer Erkrankungen ... schon klar, das würde mir nicht weiter helfen und meine Situation auch vor den Anwälten/Richtern nur verschlechtern. Es würde sich die Frage stellen, wie gut das Kind bei mir aufgehoben wäre, wenn ich psychologisch bzw. gesundheitlich so angeschlagen wäre.



Danke für den Tipp bzgl. Berufsrückkehrer, werde das beim Amt bei meinem nächsten Termin mal ansprechen.


 Hey ho zusammen - hier meine Geschichte ... ! von tina67
Ach ja, meine Anwältin ist eine Fachanwältin und wurde mir empfohlen.


 Hey ho zusammen - hier meine Geschichte ... ! von hörnchen
Hallo,



tina67 hat geschrieben:
Die Bindung zu meiner Tochter war sehr intensiv, bevor er damit begonnen hat ihr zu vermitteln, dass ich sie verlassen habe.




Nun, das wird sie aber im Gefühl und im Hinterkopf haben. Mich wundert dass sie dich nicht vermisst.



Zitat:

Es sind mehrere Jobs in Aussicht, aber einen adäquaten Job zu meiner früheren Stelle (Sachbearbeiterin/Druckerei) zu finden ist nicht so einfach.




Ach Du, verabschiede Dich erstmal von Merkmalen. Wenn Du eine Stelle bekommst lang zu! Das ist die Startbasis.



Zitat:
Für die meisten angebotenen Jobs wird ein gewisses Maß an Berufserfahrung gefordert und das kann ich nach fast 15 Jahren Dasein als Hausfrau/Mutter nicht vorweisen.




Jupp. Du fängst ganz von vorne an und mußt Dich beweisen.



Kopf hoch! Mach Dich unabhängig und gehe stolz Deinen Weg. Kuck mal nach Jobs bei Caritativen Einrichtungen und lass die Zeit für Dich arbeiten!



hörnchen


 Hey ho zusammen - hier meine Geschichte ... ! von tina67
Er überhäuft sie mit Angeboten - Kino hier, WE-Ausflüge dort, Schwimmen gehen, Shopping in großen Städten etc. und immer mit der Freundin im Schlepptau ... ne neue kleine Familie halt.



Ich treffe sie wöchentlich auf einen Kakao in der Stadt und wir machen uns dann einen schönen Nachmittag.



Sie hat schlicht keine Zeit mich groß zu vermissen - ich denke Anlässe gibt es schon, wenn es z.Bsp. mal Krach gibt mit ihrem Vater oder der Mutter ihrer Freundin ... aber es ist eins jemanden zu vermissen, aber zu wissen, dass man ihn noch trifft und sich fallen lassen kann und das Andere ist sich gegen den Vater zu entscheiden und zur Mutter zu halten. Wenn sie das tut, kann ihr passieren, dass er sie fallen läßt, wie er es mit allen macht, die nicht so spuren wie er es sich vorstellt. Im Moment scheint ihr der Kontakt zu mir zu reichen.



Ich hatte die 400 € Jobs nicht erwähnt, die noch offen sind. Aber die Entscheidungen stehen halt noch an, genauso wie ein Job bei einer Werbeagentur/Verlag, bei dem ich ggf. arbeiten kann. Aber auch die Entscheidung steht erst in ca. 1/4 - 1/2 Jahr an und solange muss ich improvisieren, denn den Job hätte ich gerne und es würde auch von der Chemie passen. Deshalb der Job als Aushilfe um eben diese Zeit überbrücken zu können. Natürlich halte ich weiter die Augen auf und bewerbe mich auf alles was geht.



Bei Caritativen Einrichtungen ist es doch oft so, dass man ehrenamtlich tätig ist, deshalb habe ich da in die Richtung noch keine Schritte unternommen.



Wäre aber auch eine Idee.



Danke für deine mutmachenden Worte.



Mein Kampfgeist ist noch nicht verlohren, aber ich habe hart dran zu knacken im Moment, weil ich nie gedacht habe, dass er es nach der Trennung immer noch schaffen würde mich derart zu verletzen.


 Hey ho zusammen - hier meine Geschichte ... ! von hörnchen
Hallo,



Zitat:
Er überhäuft sie mit Angeboten - Kino hier, WE-Ausflüge dort, Schwimmen gehen, Shopping in großen Städten etc. und immer mit der Freundin im Schlepptau ... ne neue kleine Familie halt.





Das ersetzt aber nicht Rituale.



Zitat:

Ich treffe sie wöchentlich auf einen Kakao in der Stadt und wir machen uns dann einen schönen Nachmittag
.



Welchen Eindruck macht sie da?



Zitat:
Sie hat schlicht keine Zeit mich groß zu vermissen - ich denke Anlässe gibt es schon, wenn es z.Bsp. mal Krach gibt mit ihrem Vater oder der Mutter ihrer Freundin ... aber es ist eins jemanden zu vermissen, aber zu wissen, dass man ihn noch trifft und sich fallen lassen kann und das Andere ist sich gegen den Vater zu entscheiden und zur Mutter zu halten. Wenn sie das tut, kann ihr passieren, dass er sie fallen läßt, wie er es mit allen macht, die nicht so spuren wie er es sich vorstellt.




So wurde sie offenbar erzogen.

Zitat:

Im Moment scheint ihr der Kontakt zu mir zu reichen.




Und da solltest Du drüber nachdenken.

Zitat:

Bei Caritativen Einrichtungen ist es doch oft so, dass man ehrenamtlich tätig ist, deshalb habe ich da in die Richtung noch keine Schritte unternommen.



Wäre aber auch eine Idee.







Nenee, die brauchen auch Hauptamtliche....

Zitat:

weil ich nie gedacht habe, dass er es nach der Trennung immer noch schaffen würde mich derart zu verletzen.




Das schafft er schon allein übers Kind und das weiß er, ergo solltest Du überlegen wie seine Beziehung zu dem Kind all die Zeit war und wie Deine?



Nochmal: Wenn das Kind eine Bindung zu Dir hat wird sie kommen. Das mußt Du aushaltén, letzlich hast Du Dich verkrümelt ohne die große Tochter mitzunehmen und mal ehrlich, Kinder sind halt keine Ware die man abstellt und hervorholt.



hörnchen


 Hey ho zusammen - hier meine Geschichte ... ! von tina67
Und genau das stimmt eben nicht.



Ich habe es ihr erklärt und auch mit ihm lang und breit besprochen.



Sie sollte zu mir sobald ihr Zimmer in der neuen Wohnung fertig ist.



Mein Umzugstermin war exakt am 1.8. - an dem Tag war ihr erster Schultag nach den Ferien.



Sein Anwalt hat direkt reagiert und mir mitgeteilt, dass sie den Hauptwohnsitz bei ihrem Vater hat.



Unsere Beziehung war vorher sehr intensiv. Deshalb hätte ich auch nie gedacht, dass sie nicht den Kontakt suchen würde.



Es sollte mir zu denken geben? Das tut es die ganze Zeit und ich kann es mir nicht erklären.



Wenn ich sie in der Stadt treffe, ist es eine entspannte Situation, genauso wenn sie am WE hier ist. Ihr Vater hat anfangs immer kritisiert, dass er das Kind erst ordnen mmüsse, wenn es von mir kommt?! Hier ist es noch nie so gewesen, sie ist immer das Kind, was ich großgezogen habe.



Ihr Vater hat nie große Aktivitäten mit ihr unternommen und hat sie bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit angemault. Sätze wie *Du kannst gar nichts* waren absolut an der Tagesordnung. Ich war da immer in der vermittelden Position und ich habe auch bei Streitigkeiten immer geschlichtet und erklärt.



Wir haben viel geredet und es gab immer viel Verständnis von meiner Seite für sie, aber ich habe ihr eben auch aufgezeigt und erklärt wenn sie und warum sie im Unrecht ist.



Ich habe mein Kind niemals als Ware betrachtet, noch nicht mal ansatzweise und abgestellt bzw. hervorgeholt habe ich sie auch noch nie, das ist eher der Vater der so agiert.



Alleine die Tatsache, dass er ihr sämtliche Anwaltspost vorgelesen hat und mich derart bei ihr schlecht gemacht hat - wurde auch vom JA sehr kritisiert - hat mit Sicherheit viel Schaden angerichtet. Ich habe mich so nie verhalten und sie diesbezüglich nahezu komplett aussen vor gehalten, selbst auf Fragen habe ich nur so viel geantwortet wie notwendig war. Ich habe ihren Vater nie schlecht gemacht und die Dinge, wie sie mal waren (in der Familie, die vielen Streitigkeiten zwischen mir und ihm bzw. zwischen ihr und ihm, die angespannten Situationen, Tränen ihrer- und auch meinerseits) hat sie anscheinend verdrängt.



Den Satz *Laß die Zeit für dich arbeiten* habe ich schon so oft auch von Freunden gehört, aber ist sie nicht auch in einem Alter (Pubertät) wo sie sich nach Sicherheit eben auch in finanzieller Hinsicht sehnt, genauso wie nach "Luxus"?



Waren nicht die Werte die ich ihr vermittelt habe, das waren eher Dinge wie Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit, Lebewesen zu achten etc., aber vll. ist es das, was sie im Moment will.



Charitative Einrichtungen gibts hier einige, da werde ich mal anfragen. Versuch macht klug.



Auf jeden Fall danke, dass du dir so viel Zeit nimmst meine Sorgen zu lesen und mir zu antworten ... ich weiss, es war ne Menge Text und Respekt, dass du dich da durchgewuselt hast.


 Hey ho zusammen - hier meine Geschichte ... ! von hörnchen
Hallo Tina,



nichts zu danken!



Ich kann mir sehr gut vorstellen wie es Dir geht und denke Du brauchst Hilfe im realen Leben. Dass Dir jeder sagt: Lass die Zeit für Dich arbeiten hilft Dir nicht, auch wenns noch so richtig ist!



Ich kenne einige wo die Kinder dann zurückkamen und ich bin mir ziemlich sicher dass ein Mensch sich nicht sooo ändern kann. Demnach werden auch wieder Situationen kommen in denen das Kind sich dort nicht gut behandelt fühlt.



Ich finde es klasse dass Du das so klar siehst und das Kind weitgehend raushältst. Was Du tun solltest ist mit der Schule im Kontakt bleiben und (wie Du es völlig richtig machst) dem Kind zeigen dass es keine "Schuld" hat und dass es jederzeit kommen kann, Du für sie da bist.



Liebe Grüße und viel Kraft!

hörnchen


 Hey ho zusammen - hier meine Geschichte ... ! von Martina
Hallo Martina, willkommen erstmal im Forum ;)



Ich habe mir grade deine Geschicht sehr genau durchgelesen.

Auch ich habe mich als erstes gefragt, warum hat sie das Kind einfach beim Vater gelassen. Sorry, aber das kann ich einfach nicht nachvollziehen.



Dann las ich das:



tina67 hat geschrieben:
Ihr Vater hat nie große Aktivitäten mit ihr unternommen und hat sie bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit angemault. Sätze wie *Du kannst gar nichts* waren absolut an der Tagesordnung. Ich war da immer in der vermittelden Position und ich habe auch bei Streitigkeiten immer geschlichtet und erklärt.




Da geht mir jetzt schon irgendwo ein Lichtlein auf.

Der Vater, der sich nie wirklich für sie interessiert hat, unternimmt plötzlich alles mögliche mit ihr. Das hat sie sich wahrscheinlich die ganzen Jahre über gewünscht. Jetzt tut er´s. Jetzt wo Mama weg ist.

Ich denke mal deine Tochter ist der Ansicht, das sich das alles wieder ändern wird, wenn sie zu dir zurückkommt.

Was höchstwahrscheinlich auch so sein wird.

Und genau damit hat er das Kind in der Hand.



Du solltest einfach jetzt nicht aufgeben und deine Tochter mal an Früher erinnern, als du noch ihre Hauptbezugsperson warst.

Mache ihr klar, dass du verstehen kannst, dass sie Angst hat, dass der Papa dann nicht mehr so viel Zeit für sie haben wird, aber dass sie doch auch jederzeit zu ihm kann, wenn sie das möchte.

Mal abgesehen davon, dass ich es wirklich für einen Fehler halte, dass du das Mädel einfach beim Vater gelassen hast, so kann ich aber auch verstehen, dass du sie natürlich sehr vermisst.

Sie vermisst dich sicher auch, aber sie hat wohl eben Angst, dass der Kontakt zum Vater irgendwann abbrechen könnte, wenn sie zu dir kommt.



Ob da eine Beeinflussung seinerseits vorliegt oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber ich könnte es mir vorstellen.



Ich denke nur, dass es keinen Sinn machen wird, das Mädchen über das Gericht wieder zu dir zu holen, damit machst du dich wohl nur zur bösen Mama, die sie vom Papa wegholen will.

Sie muss von selbst kommen, so schwer wie dir das auch fallen wird.

Deine Tochter ist immerhin schon 13 und hat sich eben entschieden jetzt beim Vater zu sein. So wie es aussieht, wirst du das wohl oder übel akzeptieren müssen.

Aber wie Hörnchen schon geschrieben hat, mache ichr klar, dass sie bei dir jederzeit ein Zu Hause hat.

_________________
liebe Grüße

Martina



 Hey ho zusammen - hier meine Geschichte ... ! von tina67
martina hat geschrieben:
...

Mal abgesehen davon, dass ich es wirklich für einen Fehler halte, dass du das Mädel einfach beim Vater gelassen hast, ...






Ich habe sie eben nicht einfach beim Vater gelassen und das wissen alle, die die Situation mitbekommen haben. Sein Anwalt hat mir direkt mitteilen lassen, der Vater habe das Aufenthaltbestimmungsrecht und ich solle das ggf. einklagen, wenn ich mir was davon verspreche. Jeder hat gewußt, dass es so abgesprochen war als ich auszog, dass das Kind lediglich solange in der Wohnung bleiben sollte, bis ihr Zimmer bei mir fertig ist.



Zitat:
Ob da eine Beeinflussung seinerseits vorliegt oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber ich könnte es mir vorstellen.




Das ist definitiv so. Ich habe sie gestern getroffen und er hat ihr gesagt, dass sie im Sommer nicht in das Haus ziehen können, wenn ich keinen Job habe und er mir weiterhin Unterhalt zahlen muss, dass ihm von € 2,-- brutto nach Abzug der Steuer noch -,80 € bleiben, dass meine Eltern mich finanziell unterstützen etc. --- all das stimmt nicht und ist schlichtweg aus der Luft gegriffen um nicht zu sagen gelogen.



Zitat:
Ich denke nur, dass es keinen Sinn machen wird, das Mädchen über das Gericht wieder zu dir zu holen, damit machst du dich wohl nur zur bösen Mama, die sie vom Papa wegholen will.

Sie muss von selbst kommen, so schwer wie dir das auch fallen wird.




Das ist nicht meine Absicht, aber ich will sie genauso wie sie mich viel öfter sehen dürfen und da eine gewisse Regelmäßigkeit reinbringen, die auch eingehalten wird. Bisher war es so, dass er es verstanden hat sie mit Aktivitäten wie Kino o.ä. an meinen WE von mir wegzulocken. Nicht dass ihr das leicht gefallen wäre, aber ich habe ihr da kein schlechtes Gewissen machen wollen und ihr das dann ermöglicht.


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