Ich wünsch dir, ebenfalls ein ruhiges Osterfest gehabt zu haben -)
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine "normale Fachanwältin für Familienrecht" total überfordert war, es mit einem gewieften, steuer-kenntnisreichen Selbständigen zu tun zu haben.
Mein Mann hat die springen lassen....
Bei mir besserte sich die Situation schlagartig, als ich den Anwalt gewechselt habe.
Ich habe jetzt einen, der Fachanwalt für Familienrecht UND Steuerrecht UND Steuerberater ist. Der kennt die Tricks....
.... und hat in meinem Fall dem Kindsvater, der mich ebenfalls mit ALLEN Zahlungen allein gelassen hat, sowas von ordentlich zwischen die Hörner gesemmelt, dass der jetzt ziemlich gesprächsbereit ist....
Du brauchst einen Anwalt, der nicht lange fackelt, sondern kurze Zahlungsfristen setzt und DANN (bei logischer Nicht-Zahlung) gleich Eilantrag ans Gericht stellt.
Was deine Mamarolle betrifft....: da ist auch viel gesellschaftlicher Mythos dabei.
Wenn DU dich wohl dabei fühlst, die Erziehungsarbeit dem Vater zu überlassen, dann denk ruhig drüber nach und halte die Option.
Du solltest aber berücksichtigen, dass möglicherweise bei deinem Mann finanzielle Interessen dahinter stehen.
DANN muss er womögich an dich keinen Unterhalt zahlen (du hast ja auch während der Ehe gearbeitet), bekommt das Kindergeld UND wird von DIR Unterhalt für das Kind einfordern.
Wenn du ausschließen kannst, dass dein Mann SO tickt, denk weiter drüber nach, in Zukunft die "Besuchsmama" zu spielen, die es sich leisten kann, großzügig und lieb zu sein und tolle Sachen mit dem Kind unternimmt

)
Aber treffe keine Entscheidungen aus der ANGST heraus, dass du möglicherweise ansonsten finanziell baden gehen wirst. Das wird NICHT passieren!
Denn WENN du erziehungs-(betreuungsbedingt Nachteile im Beruf hast (zumal er dich ja rausgeworfen hat) dann wird er ordentlich aufstocken müssen.
Liebe Grüße!