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Hallo und guten Tag!
Ich heisse Nancy, bin 34 Jahre alt und seit fast 2 Jahren verheiratet. Ich habe einen Sohn aus einer früheren Partnerschaft.
Meine "Ehe", wenn man diese als solches bezeichnen kann, ist eine einzige Katastrophe.
Mein Noch - Mann entwickelte sich in den 2 Jahren zum regelrechten Stalker.
Ich muss dazu sagen, dass ich aus meiner ersten Ehe vorbelastet bin, ich wurde mehrfach brutal vergewaltigt und geschlagen, leide seitdem an Bulimie und Magersucht. Ferner bin ich dadurch labil und kann keinerlei Stress und Unfrieden vertragen. Das hat er vor der Hochzeit gewusst.
Vor der Ehe war er ein liebevoller Mensch, der immer Verständnis hatte, war rücksichtsvoll und umgänglich.
Nach der Eheschliessung entwickelte er ungeahnte Verhaltensweisen.
1. Er machte mir sämtliche Freundschaften und Bekanntschaften mit Kollegen (LKW Fahrer, ich fahre selbst) zunichte.
2. Er löschte sämtliche Telefonnummern von Freunden und Bekannten aus meinem Handy und entwickelte eine krankhafte Eifersucht.
3. Wenn ich mich mit Leuten unterhielt, die er nicht kannte, gab es Stress
4. Er wollte nicht, dass ich arbeite und sorgte letztendlich dafür, dass ich meinen Job verlor (bekam ich erst sehr viel später heraus)
5. Er unterstellte mir ständig, ich habe einen anderen
6. Wenn ich mal allein unterwegs war, gab es Eifersuchtsszenen und stundenlange Diskussionen
7. Er akzeptiert nur seine Meinung, nicht die der anderen
8. Wenn man ihm etwas sagt, was ihm nicht gefällt, ist er sofort beleidigt und reagiert darauf mit Psychoterror, weil er weiss, dass ich keinen Stress vertrage
9. Er versuchte, mit psychischem Druck seinen Willen durchzusetzen
10. Er verlangte von mir, ein komplett anderer Mensch zu werden, der ihm willenlos gehorcht
11. Er verlangte mehrfach Sex am Tag obwohl er wusste, dass ich vergewaltigt wurde und damit Probleme habe
12. Kontrollanrufe auf meinem Handy (10 - 20x am Tag) oder bei meinen Eltern was ich mache und wo ich bin (meine Eltern haben ihr Haus neben unserem), durschsuchte meine Brieftasche
13. Sms - Terror (100 - 200 Sms/Tag)
14. Hat schon mehrfach gesagt, dass er ausziehen will, tut es aber nicht
15. Akzeptiert eine Trennung nicht, versucht, mich mit psychischem Druck zu halten
16. Versucht, mich finanziell an sich zu binden
17. Weist jegliche Fehler weit von sich, an der Situation bin nur ich schuld
18. Ist im Haushalt eine "männliche Schlampe", tut nicht einen Handschlag: "Wieso soll ich, ich habe ja dich"
19. Macht mich bei meinen Eltern schlecht, beschimpft mich, versucht, meine Eltern gegen mich aufzuhetzen
20. Fragt Kollegen (ich arbeite wieder, in der gleichen Firma wie er, aber wass soll man machen) über mich aus, wo ich bin oder mich mit anderen Kollegen mal zum Kaffee treffe
Dies ist ein grober Überblick.
Nun ist es so, dass ich mich schon vor fast einem Jahr räumlich von ihm getrennt habe, jeder hat sein eigenes Zimmer.
Seit einigen Wochen wohne ich nebenan bei meinen Eltern, da er nicht nur psychischen Druck auf mich ausübte, sondern körperlich aufdringlich wurde (begrapschen, sich mir in den Weg stellen, mich nicht aus dem Haus lassen). Der Sms Terror geht natürlich weiter, er versucht auch immer, mit mir zu sprechen und steht bei meinen Eltern vor der Tür, lässt sich nur schwer abweisen.
Nun reicht es mir langsam, und ich habe mich für eine entgültige Trennung, sprich Scheidung entschieden. Es gibt keine Chance, in Frieden zusammenzuleben, dafür müsste ich mich komplett aufgeben und wäre Sklave seines Willens. Das möchte ich nicht.
Ein Problem ist, dass er nicht gewillt ist, auszuziehen. Das Haus, in dem wir wohnen (jetzt nur noch er), gehört meinen Eltern und wir haben es gemietet. Er begründet das, indem er sagt, dass ich an der Trennung schuld bin und er die Ehe weiterführen will, natürlich nur nach seinen Vorstellungen. Ich sehe nicht ein, mich vertreiben zu lassen, kann aber mit ihm nicht länger unter einem Dach wohnen. Langsam bekomme ich Angst, denn er trinkt immer häufiger und verwüstet dabei alle Räume (schmeisst alles hin, reisst Kleidung aus den Schränken und lässt es liegen usw). Handgreuflich ist er mir gegenüber nie geworden, das ist das einzig Positive.
Er hat schon mehrfach gesagt, dass er kündigen will, hat es aber nie getan. Er versucht zu retten was nicht mehr zu retten ist.
Auch habe ich die Befürchtung, dass er einer Scheidung niemals zustimmen wird. Er hat des Öfteren gesagt, wenn eine Scheidung, dann in gegenseitigem Einvernehmen, aber das war Show um mich milde zu stimmen damit ich mich nicht trenne.
Was kann ich tun, um wieder im Haus wohnen zu können, denn freiwillig wird er nicht gehen.
Wie lange kann er eine Scheidung hinauszögern damit er möglichst lange Kontakt zu mir hat?
Bisher habe ich keinen Anwalt hinzugezogen in der Hoffnung, es wäre eine gütliche Trennung möglich. Allerdings habe ich diesbezüglich keine grossen Hoffnungen mehr.
Neuerdings kommen seinerseits Suiziddrohungen. Wahrscheinlich der letzte Trumpf, den er ausspielen will.
Vielleicht hat ja ein "Leidensgenosse" hilfreiche Tipps, wie ich mich verhalten, bzw. dem fortdauernden Stalking entgegenwirken kann.
Danke, eine mittlerweile verzweifelte und mega gestresste
Nancy
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