Hallo Tommy,
danke für deine Antwort.
Wie gesagt, ich halte mich soweit schon raus, hab ihm jetzt einfach mal zugehört und war selbst erstaunt, wie gut meine eigene Einschätzung der Gesamtsituation war.
Meiner menschlichen Einschätzung nach, ist er ein arges Gewohnheitstier und ähnlich wie bei Abhängigen, braucht es entweder jemanden, der ihm manches vor Augen hält (nicht da rauszieht bzw. sonst wie für ihn aktiv wird, nur vor Augen halten, in Frage stellen) oder aber, erst wenn er so richtig, richtig tief unten ist, handelt er von selbst.
Für ihn ist wohl auch "Wo soll ich denn dann hin?!" ein Grund, warum er immer wieder vor dem Schritt zurück schreckt.
Ich werde da sicher nicht groß nachhaken, denn wenn ich etwas oder jemanden zum erziehen, führen und leiten würde haben wollen, hätte ich schon längst ein Kind/Kinder.
Da ich allerdings alles andere als der 'grundsolide' mütterliche, fürsorgliche Typ bin, weiß ich schon, warum ich mein Leben so wie es ist, mehr als genieße. Ich gebe zu, in vieler Hinsicht ein ziemliches Egoschw.. zu sein.
Und wenn man dann so manches mitbekommt, hat man die besten 'Argumente' fürs Singleleben.
Ich für mich hab schon in Erwägung gezogen, von hier wieder weg zu gehen; bin zwar erst vor etwas über einem Jahr hierher gezogen, aber da ist mir dann meine eigene Substanz und Ruhe um einiges wichtiger.
Als ich mit meiner Mutter darüber sprach meinte sie, ja aber jetzt hast du soviel Geld in die Renovierung gesteckt... Na und?!
Zitat:
Der hat verloren bis ins Grab und du hast als Mann keine Chance, weil das keiner glaubt das Frauen so sein können.
Bzgl der Gewalttätigkeit von Frauen ggü Männern kann ich auch kurze Kommentare beitragen:
In meinem Kollegenkreis gibt es einen (wenige Jahre älter als ich), der hat einen Mordanschlag seiner damaligen Frau (Autofahren, Bremsleitung durch, Crash) knapp überlebt, aber seitdem ein Bein so gut wie verloren.
Er befindet sich seit Jahren mehr im KH als sonst wo, geschweige denn auf Arbeit und hat auch schon den ein oder anderen Suizidversuch hinter sich, der ihm aber immer wieder durch Dazukommen von Anderen "vereitelt" wurde.
Leider konnte es ihr nicht nachgewiesen werden, sodass sie ungeschoren davon kam.
Was man unter Misshandlung in der Ehe im 'normalen' Sinn versteht, hat mein Nochholder in seiner ersten Ehe durchgemacht: von krankenhausreif geschlagen worden, bis zu Prügel vor dem Kind bezogen, hin zu Erniedrigung vor Anderen und Vergewaltigung war alles mit im Programm.
Fragt mich bitte nicht, wie es geht, einen Mann zu vergewaltigten, er hat es mir erzählt ... dass ich mich nicht übergeben habe, war alles. Einfach widerlich.
Und wieder kann man sich doch die Frage stellen: ist unsere Rechtsprechung wirklich so gerecht, wie sie vorgibt zu sein?