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 Pro für den Mann *?!* von svenja74
Hallo.



Ich habe mich hier gerade eben angemeldet, um heraus zu finden, ob sich nicht auch für Männer sowas wie Vorteile bei einer Scheidung ergeben können.



Ich möchte euch gleich im Vorfeld 'warnen', dass mein Posting ggf etwas lang werden könnte, da ich versuche, die Angelegenheit möglichst verständlich rüber zu bringen und etwaige auftauchende Fragen gleich noch beantworten kann.

Jedem, der sich die Zeit nimmt, mein Posting zu lesen und Gedanken darüber macht, mir ggf auch antwortet, sag ich jetzt schon mal: VIELEN DANK!



Kurz zu mir: ich bin 33 und wie mein Nick verrät: weiblich.

Ich lebe zwar auch in Scheidung, doch mein Posting dreht sich nicht um mich, sondern um einen mittlerweile kumpelhaft befreundeten Nachbarn.



Da ich jetzt nicht gerade das bin, was allg. als 'Weibchen' bekannt ist (ich habe meinen Holden nach 6 Wochen Ehe vor die Tür gesetzt, als er versuchte, meine selbst aufgebaute Firma zu torpedieren), habe ich keine Probleme damit, 'Streß- und Störfaktoren' ohne mit der Wimper zu zucken zu 'eliminieren'.

(Im Gegensatz zu "emanzipierten" Frauen, stehe ich selbstbewusst voll im Leben.)



Nun zu meinem eigentlichen Anliegen:



Mein Nachbar (3 Kinder, 2 davon noch im Haus, über 20 Jahre Ehe, etwas älter als ich) ist so ziemlich der 'normalste' mit im Haus - und wenn man's genau nimmt, ne ganz arme S.. .

Seine Gattin ist 'ne recht Rustikale: kommt er einmal nicht wie 'gewohnt' nach Hause, fängt sie an ein Theater zu machen, Eifersuchtsszenen hinzulegen, seine Sachen zu packen, auf die Straße zu stellen oder gar auf seine Arbeitsstelle fahren zu lassen (!!!) und nach Scheidung zu brüllen...

So manches habe ich die letzten Monate mitbekommen, wurde auch schon 1x darin involviert und war völlig platt - man fängt dann echt an, sich zu schämen, eine Frau zu sein.



Gibt es etwas, wobei seine Hilfe gefragt sein könnte, muss man sich bei Madame den 'OK-Stempel' holen, sie sagt ihm dann, was er wo für wen zu machen hat.

Würde man es wagen, vor allem mit ihrem Mann ("dem verlogenen A..loch, der falschen Drecks... etc pp), etwas auszumachen oder zu besprechend, ohne dass sie davon Kenntnis hat, wäre Polen aber sowas von offen.

Auch allg. ist ihr Umgang mit anderen Menschen, sagen wir, 'gewöhnungsbedürftig' - der Elefant im Porzellanladen wirkt dagegen wie eine Gazelle.



Da ich die letzten Monate eigentlich immer nur wirklichen Kontakt zu ihr hatte, habe ich Teile deren Vergangenheit nur aus ihrer Sicht erzählt bekommen - teilweise auch intime Details, die eine fremde Nachbarin eigentlich gar nichts angehen. Ich sage dazu dann auch nichts, ins eine Ohr rein, aus dem Anderen raus.



Nun bin ich mal durch Zufall mit dem Nachbarn in näheren Gesprächskontakt gekommen (von Art, Humor und Denken her sind wir ziemlich auf einer Wellenlänge, der 'rustikale Wachhund' war gerade mal nicht in direkter Nähe) da habe ich einiges, das ich von ihr schon 'wusste' mal aus seiner Sicht erzählt bekommen ... (Im 'Schnellverfahren' versteht, denn sie konnte ja jeden Moment wieder um die Ecke kommen.)

Teilweise bin ich vom Glauben abgefallen, teilweise haben sich meine Gedanken und Meinung, die ich durch ihre Erzählungen hatte oder durch ihr allg. Verhalten, (zu seinen Gunsten) bestätigt.



Ich muss dazu sagen: dass wir in stinknormalem, freundschaftlichen Kontakt sind, 'darf' sie gar nicht wissen, denn sonst geht für ihn das Paranoid-Theater wieder los. ....

Wie ich jetzt auch weiß, bin ich, eigentlich seit meinem Einzug im Haus (sie ist die Hausmeisterin und hat mir die Whg-Zusage gegeben!), immer wieder hinterrücks ein 'Grund' für sie ihn zu sticheln.

Ey, und das kann ich gar nicht ab! Ich lebe unglaublich gerne allein, habe Tiere, liebe meine Freiheit und vor allem meine Unabhängigkeit, was brauch ausgerechnet ich wieder 'Ballast'?! (Und 'n Kerl mit Kind(er) kommt für mich ohnehin nicht mehr in Frage, war alles schon mal im Programm, Danke ich bin bedient.)



Er hat natürlich auch so langsam aber sicher die Schnauze voll, denkt ebenfalls schon lange an Scheidung, aber scheut den definitiven Gang zum Anwalt, da er immense Zahlungen und Verluste fürchtet - ein Freund von ihm (Anwalt) machte ihm vor Kurzem auch 'Mut', als er ihm eröffnete, ihm blieben max. 800€ im Monat (wenn er Glück hat), das Auto sei er los und und und.



Jetzt meine Fragen:



Dass der Umgang von ihr zu ihm nicht dem entspricht, was man ordentlich nennen kann, sondern so gesehen immer wieder in Psychoterror, Beleidigungen, Denunzierung, Diffamierung (auch in Gegenwart von Außenstehenden) und sich-selbst-ins-rechte-Licht-reden ausartet, müsste es doch eine Möglichkeit geben, entsprechende Verhaltensweisen von ihr als 'Schwere' oder 'Härte' ihm ggü geltend machen und hierdurch dann zu Gunsten für den Kerl Entscheidungen erreichen zu können. *?*



Und wie ist das mittlerweile mit diesem angeblich neuen Gesetz zur Unterhaltsregelung? Bekommen Männer dadurch wirklich wieder etwas mehr Luft, damit eine etwaige neue Beziehung unter den "Altlasten" nicht mehr so leidet wie früher?



Über eure (zahlreichen) Antworten und Meinungen würde ich mich freuen.



Besten Dank, dass ihr bis hierher 'durch gehalten' habt.



LG, Svenja74


 Pro für den Mann *?!* von hörnchen
Hallo Svenja,



ich kann Dir nur dringend raten Dich da rauszuhalten.



Schick den Mann in eine Familienberatungsstelle. Wenn er sich trennen will muss er das seklbst machen UND er muss sich auch selbst informieren,



Achja, zum Unterhalt.... da gibt es genügend Spielraum dass gerade bei langjährigen Ehen es fast beim alten bleibt... aber das beurteilen kann nur jemand der die genauen Zahlen usw. kennt. Unabhängig davon, der Selbstbehalt bleibt immer.



hörnchen


 Pro für den Mann *?!* von svenja74
Hallo hörnchen,



im Allgemeinen halte ich mich da auch raus, ehrlich.

Dass er selbst den Hintern bewegen muss, hab ich ihm auch schon gesagt, doch bis auf das Telefonat mit seinem Freund gab es bislang keine 'Aktionen' - aus gutem Grund:



Dass er zu einer Beratungsstelle geht bzw. gehen kann, halte ich leider für sehr unwahrscheinlich, da er außer zur Arbeit fahren, von dort pünktlich (!) nach hause kommen, dann mit ihr einkaufen fahren und ggf am Wochenende mal einen 'Ausflug' mit Frau und Kind unternehmen, nichts, wirklich nichts, alleine machen 'darf', möchte er nicht schon wieder 'Theater' herauf beschwören.



Danke dir nochmals.


 Pro für den Mann *?!* von hörnchen
Hallo nochmal,



der Mann ist 20 Jahre verheiratet, hat einen Freund der Anwalt ist....



svenja74 hat geschrieben:

Dass der Umgang von ihr zu ihm nicht dem entspricht, was man ordentlich nennen kann, sondern so gesehen immer wieder in Psychoterror, Beleidigungen, Denunzierung, Diffamierung (auch in Gegenwart von Außenstehenden) und sich-selbst-ins-rechte-Licht-reden ausartet, müsste es doch eine Möglichkeit geben, entsprechende Verhaltensweisen von ihr als 'Schwere' oder 'Härte' ihm ggü geltend machen und hierdurch dann zu Gunsten für den Kerl Entscheidungen erreichen zu können. *?*




Das Schuldprinzip ist schon lange abgeschafft. Hör auf anderer Leute Leben zu leben oder deren Entscheidungen zu treffen. Nochmals mein gut gemeinter Rat: Halte Dich raus und grenz Dich ab.



Wenn es so unsäglich wäre, wäre der Mann schon lange weg. Mir dünkt Frau und Kindern wird auch nicht viel mehr bleiben....



hörnchen


 Pro für den Mann *?!* von svenja74
Auch nochmal Hallo,



ich lebe sicher nicht das Leben Anderer und/oder treffe deren Entscheidungen, aber man wird ja wohl noch Fragen stellen und auf einen wirklich konstruktiven Austausch hoffen dürfen.



Mal sehen, ob und welche Meinungen zu diesem Thema noch kommen. Vielleicht gibt es ja auch 'Erfahrungsberichte' von Members, die eine solche oder ähnliche Situation bereits hinter sich haben. *?*



Wie gesagt, ich kann da nicht großartig mitreden (deshalb sei es mir gestattet zu fragen), da ich (wäre ich er) schon lange meine Konsequenzen aus Allem gezogen hätte - aber es lebt ja auch kein Anderer mein Leben oder trifft meine Entscheidungen.


 Pro für den Mann *?!* von TommyF
Hy Svenja,

wie Hörnchen schon sagte es ist alles geregelt und für den Mann hat sich nicht viel geändert. Die Regelung für den KU ist anders, sodass der KM-Unterhalt "sinkt" (je nachdem wieviel Gehalt man hat). Ansonsten Schulden teilen, gemeinsames Eigentum wie Möbel etc. teilen bis auf Kinderzimmer, Waschmaschine etc. und alles was die KM braucht um die Kinder zu versorgen.



Auch sonst denke ich hat Hörnchen recht. Wenn er bis jetzt nicht weg ist dann geht er nie außer ihn holt da einer raus. Und die Frau macht dann den ganzen Rattentanz mit. Nah viel Spass für diese Frau.



Aber mal so am Rande :

Wenn es da so schlimm ist, sollte er zusehen das sie ihm ein paar an die Ohren haut. Dann zur Polizei und er ist so schnell geschieden so schnell kannst du garnicht schauen. Und wenn er Glück (oder Pech) hat verliert sie ihr Sorgerecht. Kinder bei Vattern......... Nachteil : Sie kann einen auf Klapse machen, dadurch nicht arbeiten und er löhnt trotzdem.....



Wie gesagt er hat die Arschkarte. Und wie Hörnchen schon sagt am besten raushalten, sonst hast du nachher den Ärger.



Gruß Thomas

PS an Hörnchen: Bevor ich mir jetzt hier wieder irgendwelche Zitate vorhalten lassen muss... Das mit dem "Frau - Mann schlagen und Kinder weg" ist Tatsache aus dem Bekanntenkreis. Der hat verloren bis ins Grab und du hast als Mann keine Chance, weil das keiner glaubt das Frauen so sein können.


 Pro für den Mann *?!* von TommyF
Also zum PS:

Mit verloren meinte ich die finanzielle Schiene. Aber als Gemeinschaft mit den Kindern geht es Ihm gut. problematisch wird es wenn sie weiter durchhält mit ihrem "Schaden" und die Kinder sind groß, dann muss er mehr bezahlen.



Aber mal davon abgesehen. Es geht im menschlich besser und das hat sich gebessert.


 Pro für den Mann *?!* von svenja74
Hallo Tommy,



danke für deine Antwort.



Wie gesagt, ich halte mich soweit schon raus, hab ihm jetzt einfach mal zugehört und war selbst erstaunt, wie gut meine eigene Einschätzung der Gesamtsituation war.



Meiner menschlichen Einschätzung nach, ist er ein arges Gewohnheitstier und ähnlich wie bei Abhängigen, braucht es entweder jemanden, der ihm manches vor Augen hält (nicht da rauszieht bzw. sonst wie für ihn aktiv wird, nur vor Augen halten, in Frage stellen) oder aber, erst wenn er so richtig, richtig tief unten ist, handelt er von selbst.

Für ihn ist wohl auch "Wo soll ich denn dann hin?!" ein Grund, warum er immer wieder vor dem Schritt zurück schreckt.



Ich werde da sicher nicht groß nachhaken, denn wenn ich etwas oder jemanden zum erziehen, führen und leiten würde haben wollen, hätte ich schon längst ein Kind/Kinder.

Da ich allerdings alles andere als der 'grundsolide' mütterliche, fürsorgliche Typ bin, weiß ich schon, warum ich mein Leben so wie es ist, mehr als genieße. Ich gebe zu, in vieler Hinsicht ein ziemliches Egoschw.. zu sein.



Und wenn man dann so manches mitbekommt, hat man die besten 'Argumente' fürs Singleleben. ;-)



Ich für mich hab schon in Erwägung gezogen, von hier wieder weg zu gehen; bin zwar erst vor etwas über einem Jahr hierher gezogen, aber da ist mir dann meine eigene Substanz und Ruhe um einiges wichtiger.

Als ich mit meiner Mutter darüber sprach meinte sie, ja aber jetzt hast du soviel Geld in die Renovierung gesteckt... Na und?!





Zitat:
Der hat verloren bis ins Grab und du hast als Mann keine Chance, weil das keiner glaubt das Frauen so sein können.


Bzgl der Gewalttätigkeit von Frauen ggü Männern kann ich auch kurze Kommentare beitragen:



In meinem Kollegenkreis gibt es einen (wenige Jahre älter als ich), der hat einen Mordanschlag seiner damaligen Frau (Autofahren, Bremsleitung durch, Crash) knapp überlebt, aber seitdem ein Bein so gut wie verloren.

Er befindet sich seit Jahren mehr im KH als sonst wo, geschweige denn auf Arbeit und hat auch schon den ein oder anderen Suizidversuch hinter sich, der ihm aber immer wieder durch Dazukommen von Anderen "vereitelt" wurde.

Leider konnte es ihr nicht nachgewiesen werden, sodass sie ungeschoren davon kam.



Was man unter Misshandlung in der Ehe im 'normalen' Sinn versteht, hat mein Nochholder in seiner ersten Ehe durchgemacht: von krankenhausreif geschlagen worden, bis zu Prügel vor dem Kind bezogen, hin zu Erniedrigung vor Anderen und Vergewaltigung war alles mit im Programm.

Fragt mich bitte nicht, wie es geht, einen Mann zu vergewaltigten, er hat es mir erzählt ... dass ich mich nicht übergeben habe, war alles. Einfach widerlich.



Und wieder kann man sich doch die Frage stellen: ist unsere Rechtsprechung wirklich so gerecht, wie sie vorgibt zu sein?


 Pro für den Mann *?!* von hörnchen
Na,



mich würden da erstmal die Kinder interessieren und was die dazu sagen.... Auch wenn es vereinzelt Frauen gibt die Ihren Partnern gegenüber gewalttätig werden, so sind es doch meist Männer, ist nu mal so.



Davon ab wenn das 20 Jahre ging sollte man meinen dass man durchaus ggf. Fachleute ins Boot holen sollte um genau zu schauen.



hörnchen


 Pro für den Mann *?!* von svenja74
Zitat:
Ich für mich hab schon in Erwägung gezogen, von hier wieder weg zu gehen; bin zwar erst vor etwas über einem Jahr hierher gezogen, aber da ist mir dann meine eigene Substanz und Ruhe um einiges wichtiger.

Als ich mit meiner Mutter darüber sprach meinte sie, ja aber jetzt hast du soviel Geld in die Renovierung gesteckt... Na und?!




Ich bitte sicher nicht darum, dass nur von einer "Partei" Türen geschlagen, gebrüllt, beleidigt und was weiß ich noch gemacht wird, damit ich in meinem Bürozimmer (grenzt an deren Wohnzimmer) "Unterhaltung" habe.


 Pro für den Mann *?!* von svenja74
hörnchen hat geschrieben:
Na,



mich würden da erstmal die Kinder interessieren und was die dazu sagen.... Auch wenn es vereinzelt Frauen gibt die Ihren Partnern gegenüber gewalttätig werden, so sind es doch meist Männer, ist nu mal so.



Davon ab wenn das 20 Jahre ging sollte man meinen dass man durchaus ggf. Fachleute ins Boot holen sollte um genau zu schauen.



hörnchen




Soweit wie ich es mitbekomme und wenn überhaupt "beurteilen" kann, kommen mir die Kinder irgendwie "abgehärtet" vor: das Große zieht soweit sein eigenes Ding durch, hat ein Zimmer im Haus, der Mittlere ist sehr schüchtern und der Kurze wird in bzw. kurz nach solchen Situationen mehr oder weniger jedem ggü rotzfrech.

Wenn ich von der Arbeit nach hause komme und nicht "live" dabei war, der Kurze mich dreist "anmacht", weiß ich schon, was wieder los war. ... *nerv*



Ja, das mit den Fachleuten hab ich mir schon oft gedacht, aber ich werd den Teufel tun und meine Nachbarn darauf ansprechen - Warum? Ist doch alles "normal"...


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