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 trennung steht bevor, viele fragen eines vaters von michael-p
hallo,



mir steht die trennung nach 2,5 jahren ehe von meiner frau bevor. wir haben 2 gemeinsame kinder (3,5 +4,5). derzeit arbeite ich allein (2700 euro) und sie bekommt arbeitslosengeld (1000 euro, plus kindergeld, ab september wohl hartz).



wie leben schon seit langem neben einander her als WG, haben uns entfremdet in jeder beziehung. vor einem halben jahr haben wir ein inoffizielles trennungsjahr begonnen, wobei ich nach wie vor in der gemeinsamen wohnung wohne (sofa) und sie meine wäsche bisher auch gewaschen hat. einkäufe etc. war ebenfalls noch gemeinsam.



da wir keine gemeinsamen aktivitäten mehr unternehmen, steht eben jeder vor der wahl, sein eigenes ding (auch mit den kindern zu machen). gemeinsame urlaube haben wir in der vergangenheit jedoch der kinder zuliebe weiter unternommen.

außerdem nehme ich mir die freiheit raus, einmal im jahr allein für ein paar tage in den skiurlaub zu fahren oder im jahr vielleicht 4-5 wochenenden ohne familie bei freunden zu sein. dann gehe ich noch einmal pro woche zum sport und fahre jedes zweite wochenende in der kinderschlafenszeit motorrad. partys oder nachtleben gehörte nicht zu meinen freiheiten.

bei vielen dieser allein-events war sie mit eingeladen, hat aber abgesagt, weil sie etwas bequem und lethargisch ist. das ist auch der grund, warum sie eigentlich keinerlei eigene aktivitäten unternommen hat. habe sie oft versucht zu motivieren etwas für sich und ihre innere zufriedenheit zu tun, aber da bekam ich stets eine watschn weil ich sie unter druck setzen würde.

heute bekomme ich vorgehalten, dass ich ausschließlich meine freiheiten ausgelebt hätte und ihr die kinder auf´s auge gedrückt hätte.



was die kinder angeht, habe ich eigentlich kaum weniger zeit für sie aufgebracht wie meine frau. morgens teilten wir uns in die aufgaben gleichmäßig rein.

sie brachte sie dann in den kindergarten und war dann zuhause. nachmittags holte sie die kinder um 16 uhr ab. einmal ist musikschule und einmal sport, wo sie mit den kids hinging. ich bin immer so gegen 17 zuhause und von diesem punkt bis abends genauso für die kinder da wie sie.

freitag ab nachmittag und samstag bis 16 uhr habe ich die kinder allein, weil sie eine weiterbildung macht. den rest des wochenendes verbringen wir dann gleich mit den kindern.



ich habe mich in der beziehung stark verändert und war eigentlich immer bestrebt, ihr alles recht zu machen. nur bei diesen wenigen „ausbrüchen“ konnte ich „ich selbst“ sein. der gedanke an trennung kam mir bisher nicht in den sinn, dafür brauche ich meine kinder viel zu sehr und umgedreht.

die situation wurde aber im laufe der zeit immer fremder und eisiger. da sie keine arbeit findet und neben vielen problemen mit ihrer familie auch sonst ihr eigenes leben nicht wirklich in den griff bekommt.

sie meint, ein erhöhtes anrecht auf die kinder zu haben, weil sie schließlich die letzten jahre ihres beruflichen lebens dafür „geopfert“ habe. dabei war ihr voriger job nicht wirklich für sie ein traumjob und sie wollte sich ohnehin verändern. ich selbst habe mich aber auch bewusst gegen einen karrierejob entschieden, damit ich bei meinen kindern sein konnte.

in der elternzeit habe ich auch oft versucht sie dazu zu motivieren, an ihrer zukunft zu feilen und die zeit zu nutzen, die sie zuhause war. auch hier bekam ich nur gemeckere.



nachdem ich anfang des monats ein wochenende alleine verbrachte, habe ich auch eine gute freundin kennen gelernt. hier lief nichts, auch wenn ich mir längerfristig etwas mehr hätte vorstellen können. ich war hier einfach glücklich und fühlte mich verstanden.



nach dem wochenende und vielen gesprächen stand mein entschluss fest, auszuziehen so schnell wie möglich. bestärkt wurde das durch einen gewohnt „herzlichen“ empfang durch meine frau.



habe mit ihr darüber gesprochen. sie meinte wir sollten das doch auf ende des jahres verschieben, wenn sie eine arbeit gefunden habe und die schule zu ende hätte. aber das hätte ich nicht ausgehalten, zumal ich in der letzten zeit auch kaum noch konzentration in meine arbeit stecken konnte.

also vereinbarten wir eine einvernehmliche trennung. ich schlug zwei kleinere wohnungen in unmittelbarer nähe vor. sie wollte nicht aus der gemeinsamen superwohnung raus, also habe ich gesagt, dass ich mir eine deutlich kleinere 2 raum- wohnung suchen werde, wo ich dann das schlafzimmer als kinderzimmer herrichte.

wir haben konkrete regelungen angesprochen, wonach die kinder tage- oder wochenweise bei ihr oder bei mir sein sollten.



am montag bin ich dann zu meiner guten freundin gefahren (400km) um die sache mit ihr abschließend zu klären, weil da doch etwas unterschiedliche emotionen im spiel waren. körperlich lief da gar nichts. für mich war und ist aber wichtig, mein leben erst mal neu zu ordnen bevor ich mich auf jemanden anderen einlasse.

habe meiner frau davon erzählt, die darauf hin völlig ausgerastet ist.

obwohl wir schon seit einem halben jahr nebeneinander herleben und auch schon seit viel längerer zeit keinerlei körperlichkeiten ausgetauscht hatten, fühlte sie sie sich zutiefst in ihrem stolz verletzt.

hatte ihr bereits anfang des jahres (beginn inoffizielles trennungsjahr) gesagt, dass ich nicht alleine bleiben werde. sie hat mich da nur verspottet und meinte dass ich sowieso niemanden finden würde..



aktuell wollte sie die schlösser an unserer mietwohnung tauschen lassen und mich in eine pension verbannen. meine wohnungsbesichtigungstermine und ein möglicher umzug sind aber nicht innerhalb eines tages zu realisieren.

außerdem hat sie vergessen, dass ich meine kinder und meine kinder mich brauchen und ohne einander ziemlichen schaden nehmen werden.

heute hat sie einen anwaltstermin und möchte nun harte geschütze auffahren. mit der nicht vorhandenen „heißen“ affäre hat sie wohl auch einen aufhänger gefunden, ihrer familie zu offenbaren, was ich für ein verantwortungsloser mensch wäre. ihre familie ahnt bis heute noch nichts und glaubt an die heile welt.



so, nun ist es doch eine längere geschichte geworden (danke fürs lesen).



abgesehen davon dass ich nicht weiß wie ich mich verhalten soll und für hinweise sehr dankbar wäre, habe ich konkrete fragen:



1.

das aufenthaltsbestimmungsrecht wird von dem gericht nach der trennung oft der mutter zugesprochen, da dies für das kindeswohl am besten sei. da ich trotz arbeit kaum weniger für die kinder da war, stehe ich auf dem standpunkt, dass sie dieses recht nicht automatisch erhält oder?

wie läuft das ganze ab ? möchte ein gemeinsames abr und damit das beste für die kinder und auch verhindern, dass sie mich bei meinen kindern schlecht macht um ihre position bei den beiden zu stärken.

muss ich hier selbst einen gegenantrag stellen, um zu verhindern, dass sie mir die kinder weg nimmt?

da sie ganz objektiv betrachtet nicht alleine klar kommen wird mit den kids und auch keine entsprechende arbeit hier findet, ist es durchaus denkbar, dass sie wieder zurück zu ihren eltern zieht um dort in ihren alten job zu gehen und wegen den kids unterstützung durch die eltern bekommt. das ist eine sehr große angst von mir, da hier eine entfernung von 300 km besteht.

2.

wie gestaltet sich das mitbestimmungsrecht der kinder bei dem abr und später bei einer scheidung? habe meinem großen gestern sagen müssen, dass papa vielleicht bald in einer eigenen wohnung wohnen wird. er meinte dann spontan: ich will mit dir kommen.

3.

habe derzeit von meinem nettogehalt diverse monatlichen fixkosten (krankenversicherung, berufsunfähigkeitsversicherung, sparauftrag kinder, autoversicherung, telefon) zu bezahlen. wie wird das bei der ermittlung des unterhaltsrelevanten nettoeinkommens berücksichtigt?

4.

wie wird das arbeitslosengeld von ihr bzw. das mögliche hartz IV bei der unterhaltsberechnung in der trennungszeit angesetzt?

5.

gilt das neue unterhaltsrecht 2007 bereits, wonach die frau bereits nach drei jahren wieder zu einer aufnahme der arbeit verpflichtet werden soll ??





vielen vielen dank für eure hilfe

michael


 trennung steht bevor, viele fragen eines vaters von hörnchen
Hallo Michael,



in meinen Augen solltest Du Dir eine Familienberatungsstelle suchen die Trennungsberatung macht und ggf. eventuell Mediation anbietet und Dich dort so coachen lassen dass die Trennung möglichst so geht dass den Kindern beide Eltern erhalten bleiben. Da wird Dein Verhalten maßgeblich sein.



Mehr möchte ich zu dem gelesenen gerade nicht sagen, das werden sicher andere tun.



abgesehen davon dass ich nicht weiß wie ich mich verhalten soll und für hinweise sehr dankbar wäre, habe ich konkrete fragen:



Zu 1:

Da gilt das Kontinuitätsprinzip und Du solltest Dir eher überlegen wie ihr eine vernünftige Umgangsregelung hinbekommt als an das ABR zu denken.



Zitat:
2.

wie gestaltet sich das mitbestimmungsrecht der kinder bei dem abr und später bei einer scheidung? habe meinem großen gestern sagen müssen, dass papa vielleicht bald in einer eigenen wohnung wohnen wird. er meinte dann spontan: ich will mit dir kommen.




Halte die Kinder da raus *zensiert* in dem Alter werden sie gehört - mehr nicht. Schwebt Dir vor die Kinder "zu teilen"?



Zitat:
5.

gilt das neue unterhaltsrecht 2007 bereits, wonach die frau bereits nach drei jahren wieder zu einer aufnahme der arbeit verpflichtet werden soll ??




Nööööö.



Michael, ich denke Du solltest gut überlegen welchen Weg Du einschlägst.



hörnchen


 trennung steht bevor, viele fragen eines vaters von michael-p
bei der familienberatungsstelle habe ich mir schon einen termin geholt.



ich habe nicht vor die kinder zu trennen.



@ hörnchen:

habe keine ahnung welche verschiedenen wege möglich sind.

deine meinung als erfahrene/r poster/in würde mich trotzdem interessieren, vielleicht per pn ?!





danke


 trennung steht bevor, viele fragen eines vaters von hörnchen
michael-p hat geschrieben:
bei der familienberatungsstelle habe ich mir schon einen termin geholt.





Sehr gut!



In meinen Augen ist das wichtigste dass es keinen vermeidbaren Streit gibt und man sich als Eltern noch den Rest Würde und Respekt zueinander behält. Das heißt halt auch in den anderen etwas reindenken und was ich bei Dir vermisse ist dass Du Deine Frau akzeptierst und respektierst.



Ich kenne genügend Leute die dicht machen wenn ihnen vorgeschrieben wird wie sie sich zu entwickeln haben - meist wirds dann nur noch ärger....



Euere Beziehung vernünftig aufzuarbeiten bedeutet Arbeit und die solltet ihr leisten. Dann habt ihr gute Chancen Elternschaft zu leben und ihr spart euch nebenbei unnötige Gerichtskosten.



hörnchen


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