Hallo Bettina,
das Trennungsjahr beginnt, wenn
- ihr von "Tisch und Bett" getrennt seid (keinen gemeinsamen Haushalt mehr führt und keine intime Beziehung mehr unterhaltet
- du dich bei deiner Stadtverwaltung als "dauerhaft getrennt lebend seit..." gemeldet hast
Von daher würde ich dir empfehlen, gar nicht darüber nachzudenken, ob du das Trennungsjahr bereits mit seinem ersten Auszug (Februar) beginnen lassen solltest - denn da kann er dir ein Ei ins Nest legen, wenn er glaubhaft versichert, dass es danach noch Annäherungsversuche gab, die er erst Monate später durch "klare Worte" beendet hat.
Wenn er dich JETZT (oder zum Scheidungstermin) doch wieder zurück haben will, würde ich erstmal nicht mit seiner Kooperation rechnen.
Geh zu einem Fachanwalt für Familienrecht; er wird deinem Mann schriftlich mitteilen, dass du die Scheidung anstrebst und nun der Trennungsunterhalt festgelegt werden muss.
Hierzu wird er aufgefordert, bis zum.... seine Einkünfte offenzulegen (das MUSS er).
(Dann geht die Rechnerei los.....vielleicht gibts noch ein Anwälte-Hick-Hack bis alles erstmal klar ist, aber da musst du durch.)
Ternnungsunterhalt ist erstmal Verhandlungssache - endgültig entschieden wird das Finanzielle erst bei der Scheidung.
Darf ich dir einen Rat geben? Nutze das Trennungsjahr, um dich beruflich neu zu orientieren. Von dir kann NACH der Scheidung erwartet werden, Vollzeit arbeiten zu gehen.
Nutze die Zeit! Sprich mit deinem Arbeitgeber, dass du mittel- bis langfristig gern Vollzeit arbeiten würdest. Dann hat er Zeit zu planen.
Wenn das nicht geht: orientiere dich um. Bewerbe dich auf geeignete Stellen - vielleicht erst Teilzeit, später dann Vollzeit.
Du könntest auch das Jahr nutzen, Fortbildungen zu machen oder dich anderweitig zu qualifizieren, um dann nach der Scheidung einen besseren Start zu haben.
Organisiere in aller Ruhe die Kinderbetreuung. Hortplätze sind heißbegehrt und bedürfen Vorlaufzeit..... oder kann eine Oma einspringen?
Du bist jung genug, das alles hinzukriegen, auch wenn das für deine Kinder eine Umstellung sein wird - aber sie werden verdammt stolz auf ihre Mama sein!!!
Rede ganz viel mit ihnen; achte darauf, dass es ihnen gut geht. Und - auch wenn es schwerfällt: er ist und bleibt ihr Papa! Sprich in ihrer Gegenwart nicht schlecht über ihn!
Einige dich mit deinem künftigen Exmann auf einen möglichst unkomplizierten Umgang mit den Kindern.
Es ist wahnscheinlich, dass dein Noch-Ehemann jetzt befürchtet, dass dein neuer Partner
ihn als Vater ersetzen will/wird. Achte darauf, dass dein Partner keine Grenzen überschreitet und sich klar von einer "Vaterrolle" abgrenzt.
Und....ich finde das wichtig: halte auch Kontakt zu den Großeltern etc. väterlicherseits!
Auch aus dieser Richtung kann viel Störfeuer kommen, wenn sie sich zurückgesetzt/mißachtet/weggestoßen vorkommen. Es ist und bleibt die Familie deiner Kinder, zu der sie ebenfalls weiterhin gehören.
Oh weia....du hast jetzt sicher mehr Tipps bekommen als du haben wolltest

)
@NochEhemann: DEINE HILFE Bettina betreffend muss ich überlesen haben.