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Ich habe eine Frage, bezüglich einer Problematik, die in meinem unmittelbaren familiären Umfeld angesiedelt ist. Ich bitte, das Nachfolgende nicht als Versuch zu sehen, mich in fremde Angelegenheiten zu mischen, deshalb poste ich das Thema ja gerade hier. Es handelt sich um ein Ehepaar aus meinem persönlichen familiären Umfeld. Der Ehemann hat letztens, mir gegenüber, Andeutungen gemacht, die für ihn untypisch sind und mir Sorgen machen. Er ist, was private Dinge anbelangt, eigentlich sehr verschlossen und sagt normaler Weise gar nichts darüber. Ich frage mich nun, ob es richtig ist, ihn bezüglich des Folgenden nochmals, von mir aus anzusprechen oder nicht. Das ist eine heikle Frage, denn einerseits will man sich aufdrängen, und schon gar nicht ungefragt in Privates einmischen. Die Äußerung des besagten Ehemanns ist aber derart ungewöhnlich und untypisch für ihn und daher erscheint sie mir etwas befremdlich, so dass ich mich frage, ob ich ihn nicht doch. von meiner Seite aus, nochmals darauf ansprechen soll. Es gibt Leute, die begehen einfach Selbstmord (was ich nicht hoffen will) und haben vorher nicht das Geringste zu Dritten gesagt. Und hinterher macht sich jeder Vorwürfe, weil der auf diese Person nicht zugegangen ist, und die Zeichen erst erkannt hat, als es bereits zu spät war. Deshalb möchte ich hier im Forum den Sachverhalt schildern und um unverbindliche Meinungen, Einschätzungen bitten. Namen und Orte, werden ja nicht genannt, daher ist das sicherlich völlig unproblematisch. Für jeden erstgemeinten Hinweis, auch für jede Ansicht dazu, bin ich sehr danbar.
Sachverhalt:
Ein Paar ist 20 Jahre verheiratet, hat zwei Töchter (17/19) und einen Sohn der allerdings nicht vom Ehemann stammt, sondern von einer Daueraffäre der Ehefrau mit einem anderen Mann. Der Junge ist zwölf Jahre alt, keines der Kinder weiß davon, dass der Ehemann nicht der leiblicher Vater ist. Der soziale Vater hat vor 10 Jahren Kenntnis davon erhalten, dass der Sohn ein sog. "Kuckuckskind" ist, das hatte ihm die Ehefrau ca. 3 Jahre lang verschwiegen. Das Kind ist nicht adoptiert, wächst aber in der Familie auf und wird einfach als eheliches Kind ausgegeben.
Offenbar haben die beiden Ehepartner es trotzdem irgendwie vermocht, dass die Ehe dennoch einigermaßen funktioniert, das ist zumindest der Eindruck, den die beiden nach außen geben.
Nun hat mir der Ehemann gesagt, der leibliche Vater des Kindes habe sich, nach zehn Jahren, wieder mit seiner Frau telefonisch in Verbindung gesetzt, er wollte sich einfach nach dem Kind, das er nie gesehen hat, und dessen Wohlergehen erkundigen. Der leibliche Vater hatte sich ferngehalten, nachdem sich die beiden trotz des "Kuckuckskinds" entschlossen hatten, die Ehe weiter zu führen.
Nun erzählte mir der Ehemann, als er sagte, der leibliche Vater des Kindes habe sich bei seiner Frau gemeldet, um sich ganz allgemein nach dem Wohlergehen zu erkundigen o. ä. . Er, der Ehemann und seine Frau haben beschlossen, einen "Neuanfang" zu machen, und das nach 20 Jahren Ehe. Mehr wollte er dazu nicht sagen. Das sagte er zu mir, ohne dass er einen Zusammenhang zwischen den beiden Dingen (Gespräch der Ehefrau mit dem tatsächlichen Vater/"Neuanfang" der Beziehung zu seiner Frau) hergestellt bzw. genannt hätte. Ich bin darauf vorerst nicht eingegangen, frage mich aber, ob ich ihn nicht nochmal darauf ansprechen soll, wenngleich mich das natürlich im Grunde nicht dsa Geringste angeht.
Es ist meines Erachtens ein komischer Zufall, dass das ausgerechnet dann geschieht, nachdem sich, nach einem Jahrzehnt, der leibliche Vater des "Kuckuckssohnes" wieder gemeldet hat. Die Eheleute machten allerdings nach außen nie den Eindruck, die Ehe sei zerrüttet o. ä..
Aber was soll ein "Neuanfang", wenn diese nicht zerrüttet ist (so in etwa: 'außen hui, innnen pfui' o. ä.). Für mich klingt das eher wie ein Versuch, eine in Wahrheit zerrüttete Ehe doch noch zu retten, und offenbar findet der Ehemann seine Frau nun wieder attraktiver, da sich ein anderer Mann offenbar für sie interessiert, auch wenn es bei den Telefonaten nur um das "Kuckuckskind" ging. Der leibliche Vater hat offensichtlich der Ehe damit ungewollt wieder eine Art "Kick" gegeben.
Aber deutet das, wie gesagt, nicht eher darauf hin, dass die Ehe kaum nocn zu retten ist=? Weshalb denn sonst ein Neuanfang.
Ich bitte hier um Erfahrungswerte, Einschätzungen etc., dass diese niemals verbindlich sein können vesteht sich natürlich. Aber ich frage mich, ob ich mit dem Ehemann nicht doch versuchen darüber zu sprechen, wenn das, was ich vermute, anzunehmen oder wahrscheinlich sein sollte.
Denn das ist, nach meiner Meinung, eine hochsensible Angelegenheit: Sich in die Eheangelegenheiten anderer einzumischen, sollte man i. d. R., meines Erachtens, vermeiden, aber der Ehemann hätte mir das, wie ich ihn kenne, kaum gesagt, wenn da nicht was Ernsteres dahinter steckte, ich vermute oder befürchte das zumindest.
Wenn dieser Bemerkung mit dem "Neuanfang" keine tiefere Bedeutung beizumessen ist, würde ich es natürlich vorziehen, ihn nicht nochmals darauf anzusprechen, da es mich, ganz im Grunde, natürlich nichts angeht.
Sollte aber, wie ich persönlich, da doch ein ernstes Problem dahinter stehen, ist es vielleicht doch richtig, diesbezüglich nochmals das Gespräch zu suchen.
Ergänzung noch: Die beiden Töchter des Ehepaars, deren leiblicher Vater der Ehemann ist, werden bald aus dem Haus sein (innerhalb der nächsten Monate), wg. Beruf/Studium.
Der 13-Jährige Sohn (das sog. "Kuckuckskind") und die beiden Eltern werden dann die verbleibende Familie bilden. Vielleicht ist das das Problem.
Für jede Einschätzung von Dritter Seite bin ich sehr dankbar. Selbstverständlich bin ich mir im Klaren darüber, dass das nur persönliche Meinungen sein können, die mir aber sehr wichtig sind. Niemand braucht deshalb zu befürchten, sich damit für irgendetwas verantwortlich zu machen oder verantwortlich gemacht zu werden. Das versichere ich.
Bereits jetzt vielen Dank für jede ernst gemeinte Antwort.
Grüße,
Bradley
Bereits jetzt vielen Dank für jede Antwort.
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