Zur Vorgeschichte:
Ich habe eine 7- Jährige Tochter und eine 1 Jährige Tochter. Für meine Große habe ich die alleinige Elterliche Sorge, da ich nie mit ihrem Vater verheiratet war. Bei dem Vater der Kleinen, haben wir in der
schwangerschaft geheiratet. Seit der Heirat lief alles den Bach hinunter.
Als er seine Kleine das erste Mal in meinem Bauch strampeln spürte, nahm er erst wahr, das er wirklich Vater wird. Ab diesem Zeitpunkt, war meine Große für ihn abgeschrieben. Er misshandelte sie seelisch und körperlich.
Meine Tochter vertraute sich einer Erzieherin an und berichtete von den Vorfällen mit ihm. So schaltete sich eine Erziehungsberatungsstelle ein. Er versprach dort sich zu ändern , wäre ihm alles nicht bewusst gewesen etc. Nach dem Gespräch weitere Vorfälle von seelischer und körperlich Misshandlungen. Alles in Briefform festgehalten und als Beweis angewandt worden.
Im Dezember 2007 war es dann soweit , ich zog aus und nahm beide Kinder mit.
April 2008 kam es zum erneuten Vorfall. Ich stellte Strafanzeige bei der Polizei.
Im Juli gab es dann eine Gerichtsverhandlung, indem eine Umgangsvereinbarung getroffen wurde und mir das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen wurde. Er gab für das ABR seine Zustimmung, will aber das gemeinsame Sorgerecht beibehalten.
Desweiteren bat ich ihn 2 Monate um eine Unterschrift für den Kindergartenantrag der Kleinen, den er dann nach so langem Betteln meinerseits dann doch unterschrieben hat. Er war der Meinung die Kleine hat nichts im Kindergarten zu suchen, und sollte nur von mir und ihm betreut werden.
Eine weitere Sache , die ich mit ihm versucht habe zu klären, aber erfolglos, über die Taufe, Religion sind wir beide einer Meinung, nur er sagte prompt, das meine Familie einschließlich meiner Großen nichts auf der Taufe zu suchen haben, nur seine Familie. Hinzu kommt , das er mir die Besuche mit der Kleinen bei meinen Verwandten verbieten will.
Ich wollte im Sommer ein Sparbuch für die Kleine eröffnen, dazu brauche ich seine Unterschrift, nur die gibt er mir nicht, mit der Begründung , er hätte doch ein Sparbuch für die Kleine eingerichtet, das geschah direkt nach der Geburt.
Seit der Umgangsvereinbarung kam es immer wieder vor, das er die Kleine zu spät zurückbrachte. Ein mal sschrieb er mir eine SMS er würde etwas später kommen, weil die Kleine erst noch essen muss. Ich schrieb nur zurück OK, in der Vermutung es handle sich hierbei um lediglich eine halbe Stunde. Er kam aber erst 2 Stunden später. Ein weiteres Mal, schrieb er mir per ICQ , ob es reicht, wenn er um 18 Uhr losfährt. Ich war nicht zu Hause und konnte nicht antworten. Er nahm sich einfach das Recht heraus eigenmächtig dies zu entscheiden und lief erst um 19.20 Uhr mit der Kleinen auf.
Beim Jugendamt war ich schon, der zuständige Sachbearbeiter will, das wir einen gemeinsamen Termin haben um die Dinge zu besprechen. Den Termin haben wir auch. Ich berichtete meinen Nochehemann von dem Termin und er meinte wortwörtlich: " Ich werde nicht zu dem Termin kommen und schon gar nicht zu dem P..... vom Jugendamt. "
Zudem hatte er damals eine Auflage erhalten vom Jugendamt eine Antigewalttherapie durchzuführen, die er bis heute außer einen Ersttermin nicht durchgeführt hat.
Ich habe nach der Trennung Schwierigkeiten gehabt an meine Große ranzukommen, und einen Elternkurs gemacht und abgeschlossen, zusätzlich befindet sie sich in Therapie um es verarbeiten zu können.
Der Elternkurs endete letzte Woche und ich hab mich freiwillig an einen neuen Elternkurs verbindlich anmelden lassen , um noch mehr Tipps und Anregungen zu bekommen. Es läuft zwar schon besser mit ihr , aber es ist noch nicht alles wieder beim alten vor seiner Zeit.
Nun meine Frage, hätte ich Chancen auf das Alleinige Sorgerecht bei den ganzen Gründen ?
Gründe:
1. Die Vorgeschichte seiner Aggressivität
2. Taufe, Ausschluss meiner Familie inklusive meiner Großen seinerseits
3. Kindergarten, nach langem Betteln , dann doch unterschrieben
4. Verhinderung Eröffnung eines Sparbuches
5. Ich habe Angst, das wenn die Kleine etwas älter ist und sie seinen Aufforderungen nicht befolgt oder gar Widerworte gibt, das das gleiche mit ihr passiert.
6. Zudem hab ich Angst, das ich die Kleine in ein paar Jahren nicht rechtzeitig zur Schule anmelden kann, weil er schon so lange mit der Unterschrift des Kindergartens gezögert hat.
Ich wäre über jeden Tipp oder Erfahrungen dankbar.
Entschuldigt bitte, das ich mich nicht sehr kurz halten konnte, habe mich schon nur auf das Wesentliche konzentriert, könnte einen Roman über die Vorgeschichte schreiben.
Vielen Dank schon mal im Voraus.
Liebe Grüße Danica