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[align=justify]Das wird nun ein sehr langer Text, sorry - aber kürzer bekomme ich es nicht hin. Stellt mir ruhig fragen wenn etwas unklar ist, kann es dann anders schreiben oder erklären. Ist auch ein wenig durcheinander, aber da fiel mir im Schreiben noch einiges ein was dazugehört.
Was ich zu sagen habe: Ich WILL diese Frau nicht zurück, aber ich habe sehr große Angst, oft auch Alpträume in denen es sich um unsere Tochter handelt. Verlieren werde ich sie nicht, auf keinen Fall - sie weiß wer ich bin, und auch das ich es immer bleiben werde, egal was passieren mag.
Dann zum Text:
Also im Februar war es soweit. Sie hat sich von mir getrennt. Wir waren über 7 Jahre zusammen und wären im August 6 Jahre verheiratet. Ich war logischerweise total neben mir, habe mich 2 Monate um gar nichts mehr gekümmert, bin nur noch weg gewesen, habe verdrängt.
Dann fing ich richtig an nachzudenken, habe angefangen um sie zu kämpfen, doch alles was ich hörte waren Schuldzuweisungen und "Nie mehr!".
Ende April las ich ihr Tagebuch. "Die letzte Nacht war schön aber kurz." griff zu Tabletten, trank Alkohol, schrieb einen Brief und legte mich hin. Doch sie kam und alarmierte den Notarzt. 2 Tage später kam ich dann ins LKH - Die Psychologin wollte mich nach Hause schicken, ist der Meinung das ich es gar nicht hätte tun wollen, es war einfach ein Kurzschluß. Da aber der Oberarzt keine Zeit hatte musste ich dort 3 Tage bleiben. Als er dann mit mir sprach durfte ich sofort nach Hause.
Sie holte mich ja auch ab, wir haben dann einige Tage friedlich in der Wohnung gelebt. Ich hörte Abends zufällig "Ich sagte ihm was ich fühle und er es mir auch es ist einfach toll.", nahm ihren Schlüssen ging hoch und sagte: "Fahr". Aber trotzdem habe ich um sie gekämpft (auch schriftlich), was sie immer mehr als Bedrängung verstand. Doch ich sah es anders. Ende Mai zog sie aus seitdem wirds eigentlich immer schlimmer, obgleich ich aufhörte sie zu umgarnen.
Zu unserer Tochter: Sie wird im September 6 Jahre alt und ist eigentlich immer ein sehr schüchternes zurückhaltendes Mädel gewesen. Im Kindergarten galt sie manchmal als launisch. Wir haben das gemeinsame Sorgerecht, sie ist ein eheliches Kind.
Seit der Trennung habe ich sie jeden Tag vom Bauernhof abgeholt wo meine Frau täglich arbeitete: von 7:30 bis 12:00 und 16:30 bis maximal 22:00 uhr. Ich hlte die Kleine immer nach meiner Arbeit ab sofern ich es konnte (regelzeit=7:30 bis 16:30, jedoch auch mal länger). War ich mal ne Woche auf Montage rief ich jeden Tag an um mit der kleinen zu telefonieren.
Seit der Trennung ging es dann hin und her. Erst konnte ich sie holen wann ich wollte, dann nur noch alle 2 WE und nun nach einem Gespräch beim Jugendamt auf das ich drängte jedes Wochenende. Sie hat bis zum Termin beim JA versucht eigenwillig alles zu entscheiden. Nun im Moment geht es so.
Und jetzt meine Sorgen:
Von der Trennung im Februar bis zum Auszug am 20. Mai hat sie sich kaum verändert. Sie merkte nicht viel davon und meine nochFrau hat ihr es nie sagen wollen. Ich wollte es immer mit ihr zusammen, aber Anfang April fragte Lucie mich und ich habe es ihr versucht zu erklären: "Du, Mama und Papa werden bald nicht mehr zusammen wohnen. Das Problem ist das wir uns immer mehr streiten und deshalb ist es besser das wir in eigene Wohnungen ziehen damit das nicht mehr passiert". Nach meiner Auffassung verstand sie es, sagte aber nichts mehr dazu.
Seit dem Auszug nun hole ich sie so oft ich kann zu mir.
Der Kinderarzt bescheinigte meiner nochFrau "psychosomatische Störungen" und empfahl eine Kinderpsychologin und die "alleinige Betreuung durch die Mutter".
Meine nochFrau gab mir Lucie dann aber für eine Woche während meines Urlaubes...naja.
Der Termin bei der Psychologin kam und ich ging mit, weil ich das halt forderte. Diese meinte: "Jedes Elternteil weißt dem Kind Schranken zu welche nicht durchbrochen werden dürfen. Leider schwankt die Mutter und stellt die Weichen oft um, beim Vater jedoch werden diese Grenzen nicht überschritten". Eine Empfehlung wurde nicht gegeben, irgendwie wich das Ganze vom Thema ab, was ich auch befürwortete weil mir diese Person nicht als sehr sympathisch erschien. Sie redete mehr mit uns als mit unserer Tochter.
Sobald wir (Lucie und ich) dann bei mir Zuhause in der neuen Wohnung sind ist alles ok. Wir spielen, lachen und unternehmen ein wenig miteinander. Sie erzählt mir auch immer wieder das sie mich sehr sehr doll lieb hat.
Sofern wir nun aber ausser Haus gehen fangen die richtigen Probleme an: Sie will fast NUR noch an meiner Hand gehen, wenn andere Kinder auf sie zukommen, dann nimmt sie immer wieder mein Bein in den Arm, versteckt sich dahinter. Bei Erwachsenen das gleiche, teilweise geht sie sogar hinter mich oder will ganz oft auf den Arm. Es dauert immer mehrere Stunden, wenn es überhaupt so weit kommt, bis sie dann aus sich herauskommt und wieder anfängt zu spielen. Sie hat sich sehr verändert.
Im Kindergarten wurde mittlerweile festgestellt das sie immer launischer wird. Der Tanzkurs in welchem sie sich befindet ist der Meinung das sie immer weiter nach hinten geht, sie geht also nicht mehr so offen mit den Gruppe um - alle Kinder dort sind in ihrem Alter, und der Kurs läuft schon fast 2 Jahre. Sie wirke verängstigt.
Der Berater des Jugendamtes ist der Meinung das das Kind nicht sehr verstört sei, es wäre alles normal. Das blöde daran ist - ich holte die beiden ab und die Kleine war definitiv nicht normal. Denn normal wäre nicht gewesen das sie draussen noch bei Mama war, und drinnen dann nur noch bei mir auf dem Schoss saß und mir in den Haaren spielte oder aber im Gesicht und mich auch immer wieder Dinge fragte.
Sie war dort eben "klein". Das ist sie immer wenn Mama da ist. Wenn ich sie habe, dann macht sie auch Sachen ohne zu fragen, nimmt sich einfach mal Kreide und malt, oder anderes. Sagt mir auch immer wieder wenn sie etwas haben möchte.
Es wurde jetzt immer schlimmer.
Ich habe sie Freitag dann bei Mama abgeholt, weil sie vom Tanzen eine Vorführung hatte. Mama wollte wie immer nicht mit (sie sagt: "ICh werde mit Dir nirgendwo mehr hingehen" - also auch nicht auf Terminen vom Tanzen, Kindergarten und so weiter - ich verweigere die Anwesenheit ihres neuen Freundes der nicht bei ihr lebt (Wochenendbeziehung) während dieser Termine regelrecht, da ich der Meinung bin das es weder Lucie noch mir zuzumuten ist jemanden völlig Fremden dabei zu haben und er auch kein Recht dazu hat). Ich kam eine Stunde früher als abgesprochen, habe es aber per SMS zu ihr geschrieben, auch eine zweite weil ich ein OK wollte, es aber nicht bekam. Somit fuhr ich auf Gut Glück dort hin. Als ich klingelte machte Lucie auf, ich ging hoch, die Türe war offen, Wohnzimmertür angelehnt, sah aber den Schatten meiner nochFrau dahinter. Also schob ich diese auf und sie und ihr Kerl zogen sich gerade an. Lucie war in der Küche und aß Süßigkeiten. Die Frau war sauer, warum auch immer, und gab mir die Sachen, ich merkte an das sie keinen Grund habe sauer zu sein und ging dann vor die Türe. Lucie ging schon vor ohne ihr überhaupt Tschüß zu sagen. Ich ging hinter Lucie her, sie wirkte bis dahin noch "normal" - klein, aber "normal". Im Auto fing sie an zu weinen, ich hielt an und nahm sie in den Arm, fragte, aber bekam keine Antwort. Als wir bei mir dann waren sagte sie plötzlich "Mama darf das nicht machen" und ich fragte "Was denn?". Sie erzählte dann ohne Tränen diesmal, das Mama sie vom Kindergarten abholte. Dann fuhren sie nach Hause und kauften noch Äpfel für die Pfannkuchen. Sie gingen dann in den Garten weil Mama noch Wäsche aufhängen wollte. Dann hat Nils (der neue) sie erschreckt. Sie gingen hoch. Lucie und Mama machten Pfannkuchen dann aßen die 3. Mama fragte ob sie schlafen dürfe und Nils wollte dann auch. Sie schaute Fernsehen (KiKa). Mama lag dann wohl auf Nils, manchmal saß sie auf ihm. Aber richtig geschlafen haben sie nicht. Dann kam wieder das Mama das nicht darf.
Ich habe ihr nicht versucht zu erklären was dort ablief, war aber geschockt. Immerhin: "Wohnzimmer=Couch, 3m neben Couch=Bett!!!!" im selben Raum!
Sie wurde nach etwa einer Stunde relativ normal, deshalb fuhr ich dann mi ihr zu der Veranstaltung. Sie klammerte die ganze Zeit, wich mir nicht von der Seite, suchte immer körperlichen Kontakt, wollte nur noch auf den Arm, wirkte sehr verängstigt. Bei de Aufführungen jedoch ging sie immer hin, ohne das man ihr etwas anmerkte, aber wenn sie von der Bühne herunterkam war sie wieder anhänglich.
Das ist nicht normal, denn in den ganzen Jahren war Lucie eher abweisend zu mir. Ich war oft nicht da, arbeitsmäßig, und in meiner Arbeitslosigkeit habe ich mich so oft um sie gekümmert wie ich nur konnte. Entgegen den Aussagen der Mutter: "Hast Dich nie um sie gekümmert, hast mich gedemütigt, beleidigt, ich durfte nie was, Lcuie hat Angst vor Dir,..." aber diese Vorwürfe halte ich zu dieser Zeit für normal.
Ich mache mir starke Sorgen um Lucie. Sie verändert sich nun immer mehr ins schlechte, sie ist immer mehr zutraulicher zu mir.
Ebenso haben meine nochFrau und ich starke Einwände in die Gegenseitigen Erziehungsmaßnahmen:
Lucie muss manchmal innerhalb von 5-10 Minuten sich waschen, umziehen, Zähne putzen, essen, ins Bett gehen. Naja, eigentlich immer. Ist sie bei irgendwas zu langsam wird angefangen zu zählen. 1 - 2 - 3 - und bei 3 dann faucht sie auf, wird laut, pöbelt die Kleine an und manchmal geht es dann auch in Richtung Haue. Das habe ich nie gebilligt und ihr immer wenn ich es mitbekam die "Parole" gegeben und mich zwischen die beiden gestellt und mich um Lucie gekümmert.
Lucie MUSS das essen was auf den Tisch kommt. MAg sie es nicht, gibt es nichts anderes, und wenn es nur am Belag auf dem Brot liegt: "Nimm es halt runter, aber was anderes kommt nicht darauf!".
Sie hat eben einen ziemlich starken psychischen Zwang, und die Bestrafung liegt oft so das sie Haue bekommt oder aber Keine Geschichte mehr vorgelesen bekommt. Liebesentzug? Weiß ich nicht!
Ich lasse der kleinen oft bis zu einer Stunde Zeit: um 19:00 wird defakto gegessen, bis um 8 Uhr liegt sie im Bett, selten mal später. Wenn sie etwas nicht mag, dann gebe ich ihr etwas anderes und esse es eben selbst. Manches tu ich vom Brot selbst wieder herunter. Macht doch nix finde ich. Wenn Lucie mal zu langsam ist, dann helfe ich ihr nicht immer, auch wenn sie dann mal quängeln sollte. Ich setze mich hin und gebe ihr Anleitung. Sie versucht zwar oft alles so hinzudrehen das sie es nicht könnte, aber ich weiß ja was sie schon kann und was sie gerade nur nicht tun will. Sie wird es eben müssen. Auch gehören bei mir Belobigungen zu gut durchgeführten Aktionen wie Schuhe zubinden oder lesen dazu. Bei meiner nochFrau kann ich es nicht sagen.
Diese beiden eigentlich gegensätzlichen Methoden verwendet meine nochFrau "gegen" mich und ist der Meinung das Lucie dadurch keine klare Linie erhält - Grund 1 dafür das ich sie eigentlich nur so selten wie möglich bekommen solle (alle 14 Tage am WE).
Ich machte die Vorschläge:
1: Jedes WE bei mir und Telefonate so oft ich und Lucie wollen.
2: Woche bei ihr, Mittwoch bei mir, WE Wechsel, next Week bei mir, WE wechsel.
Beide abgelehnt, Begründung: Sie wäre öfter bei mir als bei ihr und sie könne es nicht und es wäre nicht fair und keine konstante Linie und es wäre nicht gut.
Nach dem Termin beim JA aber nahm sie ja "probeweise" Regelung 1 in Kauf, obwohl sie danach im Auto noch sagte: "Du Arschloch, ich musste ja irgendwas zustimmen, sonst krieg ich nie meine Ruhe, etc." Es war zwar eine Beratung aber egal.
Aufgrund dessen telefonierte ich kurz mit dem JA-Bearbeiter und er deutete etwas was intellektuell und Frau an.
Lucie sitzt bei ihr sehr oft vor dem Fernseher, manchmal lernen die beiden auch - sie kann schon das ABC, schreiben und ein wenig Mathe (was ich für sehr schlecht halte, da sie erst 2007 in die SChule kommt und nun schon eine Blockschrift hat die sie wieder verlernen muss dann)
Bei mir wird nicht so oft gelernt, mehr gespielt, geredet, getanzt, und leider auch immer häufiger in den Arm genommen.
Ich weiß letztendlich nicht was genau ich tun soll. Ich neige langsam dazu die erziehungsfähigkeit meiner nochFrau in Frage zu stellen, ebenso auch Verstöße gegen einige Gesetze.
Auch wurde seit 3 Wochen noch kein Kontakt ihrerseits zu meiner Mutter aufgenommen damit Lucie sie mal wieder sieht. Ich kann keinen Kontakt zu ihr aufbauen da sie mich hinterging: Sie stellte sich zur Trennung auf die Seite meiner nochFrau und erklärte ihr wie sie sich zu trennen hat. Ich brach den Kontakt vollständig ab, aber erklärte auch beim JA das ich den Kontakt zwischen Oma und Lucie will, da sie sich dort sehr wohlfühlt.
Das soziale Umfeld von Lucie war immer hier - ich habe zwar eine neue Wohnung, aber im gleichen Haus. Meine Frau zog 3km weit weg, genau 100m an den väterlichen Hof heran wo sie arbeitet...täglich - seit über 3 Jahren. Auf dem Hof wird sie mitgenommen, darf dann unbeaufsichtigt KiKa gucken (bis zu 4 Std. am Stück), auf dem Hof rumrennen, zu den Kühen gehen und zwischen den Trekkern spielen oder aber dieses mit anderen Kindern oder oben bei der Cousine spielen.
So, ich hoffe ich habe nichts vergessen, es ist sehr lang und ausdauernd das zu lesen, aber das ist eigentlich alles wichtig.
Ich überlege ob ich nicht das Sorgerecht alleine beantragen sollte. Könnte zwar finanziell dann schlechter dastehen, aber habe mir auch dort Gedanken drum gemacht. Ich könnte z.B. eine Tagesmutter bezahlen (800€ mtl) wenn ich keinen Unterhalt zahlen würde.
Ich will das Lucie und ihre Mutter Kontakt haben, ich will das es häufig ist, aber nicht, das die Kleine leiden muss. Ich muss oft genug deswegen weinen, es ist einfach schmerzhaft es mitzukriegen wie die Kleine sich verändert. Ich halte einen betreuten Umgang für erforderlich.
Ich glaube sie hat Angst das der neue ihr Mama wegnimmt. Berechtigt - Jedes Mal wenn Mama Zeit hat sind sie zusammen...PArty, Disco, sonstwo. Lucie wurde alleine dieses Jahr schon über 40 mal abgeschoben - sie schlief weder bei mir, noch bei ihr und ich wusste von 90% dieser Tage nichts.
Ich hätte gerne den ein oder anderen Tipp, vielleicht hat jemand schon ähnliche Erfahrungen. Richtig beweisen kann ich der Frau nichts, ausser das sie Geld für die Arbeit bekommt, aber das hat nichts mit meiner eigentlichen Sorge zu tun.
Ich habe zwar ein Video von vor 2 Jahren wo Lucie seitlich von der Rutsche fiel, alle hinstürmten nur die Frau nicht, aber auch das hat wohl wenig zu sagen. Es gibt aber auch Menschen die behaupten sie wäre dumm, einige meinen sie ist sehr naiv. Doch würde sie ihre Freunde, Verwandten und Bekannten zusammentrollen dann hat sie mal locker 50 Mann gegen meine 5 die noch zu mir halten. Alle anderen haben bislang ihr geglaubt, sie kann einfach sehr sehr gut Schauspielern.
Was halt negativ bei mir aufgefallen ist (Kindergarten z.B.): Sie fragt die Erzieherinnen nicht nach Eindrücken, ist dieses Jahr noch nicht einmal auf einem Kindergartentermin gewesen, lässt Lucie manchmal Tage, zuletzt 2 Wochen nicht in den Kindergarten gehen.
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Also kurz meine Frage:
Was mache ich am besten, wirklich das Kind zu mir nehmen? Sie wohnt seit der räumlichen Trennung im Mai bei der Mutter, aber sie verändert sich immer mehr.
Gibt es überhaupt eine Chance?
Wie kann ich sonst helfen?
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