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Hallo,
ich habe ein Problem und versuche es möglichst in Kurzfassung:
Ich bin 40 Jahre alt, mein Mann 60. Seit 10 Jahren verheiratet, 2 Kinder (6 und 4).
Es krieselt schon länger in unserer Beziehung.
Die Kinder versorge ich zu 95% - kümmere mich um Kindergarten, Schule, Arzttermine etc. Weiter Bezugspersonen für die Kinder sind meine Eltern (seine sind bereits lange vor Eheschließung verstorben).
Im Moment sind wir beide voll berufstätig.
Ich möchte mich trennen, aber nicht ohne die Kinder. Ich möchte auch nicht aus dem gemeinsamen Haus (Eigentum) ausziehen, da ich die Kinder nicht aus ihrem sozialen Umfeld reißen möchte.
So und nun kommt das eigentliche Problem:
Als ich vor etwa einem Jahr bereits in einem "Kriesengespräch" eine Trennung angesprochen hatte, drohte er gleich, dass ich die Kinder dann nicht bekäme und er um sie kämpfen würde.
Ich möchte unsere Trennung nicht auf dem Rücken der Kinder austragen oder diese als Rachmittel missbrauchen.
Das Problem:
Er ist ab August 2010 in Pension, also zu Hause und denkt daher, dass er deshalb die Kinder bekommt (ich arbeite ja - bin aber nachmittags auch zu Hause und versorge im Moment die Kinder ja auch).
Er ist bei einem Psychiater in Behaldlung wegen depressiver Störungen und Alkoholmissbrauch (latente Abhängigkeit... zwar nicht regemäßig "besoffen", aber täglich 4-7 Bier sind die Regel - diese ohne Aussetzer, Aggresione etc.... ist diesen Pegel sehr gewöhnt).
Das Problem ist, dass ich jetzt auch das letzte halbe Jahr wegen Depression krankgeschrieben war und seitdem auch in psychattrische Behalndlung bin und parallel eine Psychotherapie mache. U.a. hat meine Ehe mich in diese Situation gebracht. Ich nehme regelmäßig Medikamente und bin jetzt auch wieder "gesund", es geht mir wieder gut und werde im September wieder in meinen Beruf (ich bin Lehrerin) eingegliedert.
Und da auch die problematische Beziehung zu meinem Mann ein Hauptauslöser für die Depression war, möchte ich mein Leben neu ordnen.
Ich weiß, mir geht es ohne meinen Mann viel besser.
Aber wie verkraften Kinder eine Trennung?
Ich bin hin und hergerissen ziwschen dem, was für mich besser ist, und der Angst, dass die Kinder in einen - von meinem Mann geführten - Rosenkrieg geraten. Den Kindern zuliebe bleiben und aushalten?
Hat er bessere Chancen als ich, die Kinder zu bekommen? Spielt sein Alter da eine Rolle? Oder wiegt, dass er zu Hause ist mehr?
(wenn er jetzt in Ferien etc. zu Hause ist, unternimmt er ja auch nichts mit den Kindern...)
Wie soll ich mich verhalten?
Uff, jetzt ist es doch ein langer Beitrag geworden. ich hoffe ihr lest ihn trotzdem und habt Ratschläge für mich.
Verzweifelte Grüße
J.
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