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 mein Sorgerechts-Problem von Sanella
Hallo hallo,



Vorstellung hab ich hinter mir also versuch ichs kurz zu machen.



Meine Tochter habe ich bei meiner Trennung im Sommer bei meinem Mann lassen müssen (er Niedersachsen, ich Kiel).



Anfangs sah es aus als könnten wir die Situation so belassen, haben schriftlich (ohne Anwalt oder sonstiges) festgelegt dass das Aufenthaltbestimmungsrecht bei ihm liegt und ich jedezeit das Recht habe sie für die normalen Zeiten (eine Woche im Monat war unsere Vorstellung) zu mir zu holen oder er würde sie bringen. Nun ist es so das er da immer öfter quer schiesst, keine Zeit, kein Bock oder auch sonst nix hat. Er benimmt sich unmöglich, versaut jedes vernünftige Telefongespräch, versetzt mich, verkürzt wahrlos die Besuche ect.



Dazu muss ich sagen das ich einen neuen Partner habe, mit ihm zusammen wohne und jetzt auch bald in seinem Betrieb arbeiten werde. Da ich insofern wieder gefestigt bin würde ich jetzt nur allzugern das Sorgerecht geklärt haben.

Ich würde meine Tochter gern dauerhaft zu mir nehmen - auch wenn ich berufstätig bin.



Mein Mann würde das im Leben nicht zulassen, ist aber auch nicht im Stande die jetztige Situation vernünftig zu regeln womit ich auch einverstanden wäre. Das sie bei ihm lebt und ich sie regelmäßig sehen kann - wenn wir auf einen Nenner kämen.



Ich denke auch an später... wenn sie im Kindergarten, geschweige dann Schule ist wird es sehr schwer zwischen Niedersachsen und Kiel eine vernünftige Lösung zu finden.





Nun wüsst ich gern

- hätte ich Chancen sie zu mir zu nehmen oder wird mir negativ ausgelegt das ich sie vorerst um mein Leben zu ordnen bei ihm gelassen habe? (abgesehen davon das er sie mir gar nicht ausgehändigt hätte und sie es wirklich gut bei ihm und seinen Eltern hat.)

- wie stellt ihr euch so eine Lösung über 2 Bundesländer vor? Erfahrungen?



- wie läuft so ein Verfahren ab, wer wäre bei der Verhandlung dabei?





und noch wichtig!: nach ewigen hin und her wird sie nun von Samstag bis Mittwoch bei mir sein. Mein Freund ist schwer dafür sie ihm am Mittwoch nicht mitzugeben sondern eine einstweilige Verfügung oder sonstwas zu erwirken weil die Sorge jedes Mal wenn er sie wieder abholt natürlich ist das er nächstes Mal zu keinem Termin mehr bereit ist.





Hach... kurz wars doch nicht *seufz*



Wäre schön wenn ihr mir etwas auf die Sprünge helfen könntet.





Gruss

Sanny


 mein Sorgerechts-Problem von Dirk
Hallo,



nunja.......schonmal "Kramer gegen Kramer" geschaut?



Daß Du das Kind bei ihm belassen hast, wird Dir tatsächlich in einem Verfahren negativ ausgelegt werden. Ohne die näheren Umstände weiter zu kennen, würde ich Dir vorschlagen, Dich mit ihm zu vergleichen. Wenn möglich friedlich und erstmal ohne Anwälte oder Prozess. Biete ihm das Aufenthaltsbestimmungsrecht an, wenn er einer großzügigen Umgangsregelung zustimmt. Das wär wohl für alle das Beste. Das ABR, welches Du ihm schon zugesichert hast, ist nichts wert - das geht nur, wenn diese Vereinbarung vom Familiengericht bestätigt ist. Daher wäre Dein Angebot an ihn eine großzügige Geste und eine gute Verhandlungsbasis für Dich.



Einigt euch (z.B. 2 Wochenenden im Monat + 50% der Ferien) für Dich und das ABR für ihn - und laßt dies vom Gericht bestätigen. Wenn ihr gleichlautende Erklärungen vor Gericht abgebt, benötigt ihr keine Anwälte und die Kosten bleiben gering.

_________________
Grüße

Dirk


 mein Sorgerechts-Problem von AH
Hallo Sanny



Dirk hat recht, es ist schwer zumal du die Tochter von gerade mal 2 Jahren bei ihm gelassen hattest!!



LG



AH


 mein Sorgerechts-Problem von Sanella
Guten Morgen :-)



zunächst mal möchte ich erklären warum meine Tochter zuerst unten verblieb.



Eines Abends hatten wir einen Streit der nicht grad ruhig verlief... mein Mann hat geschrien, gegen Türen getreteten ect und uns nicht aus dem Haus gelassen. Also hab ich ihn gebetetn meine Tochter zu den 5 min. entfernt wohnenden Schwiegereltern zu bringen damit sie aus dem Raum war. Soweit so gut... ich bat ihn auch über Nacht dort zu bleiben was er nicht tat. Im Gegenteil, der Streit zog sich die ganze Nacht hin und am nächsten Tag stand mein Entschluss zu gehen fest.

Jetzt stellt euch aber bitte vor das ich in Niedersachsen war und nach Kiel wollte. Führerschein habe ich nicht, Bahnhof ist mit Bus auch nicht zu erreichen... er war bereit mich hochzufahren, allerdings OHNE Tochter.

Da ich in dem Moment keine andere Lösung sah hab ich es so hingenommen.



und @ Dirk:

2 Wochenenden im Monat ist leider nicht die Lösung. 300 km hin + 300 rück am Freitag und das gleiche am Sonntag lassen sich nicht machen. Zumal unsere Arbeitszeiten sehr unterschiedlich sind. Eine Woche am Stück will er allerdings nicht mehr...





meine Bedenken sind natürlich dass wenn ich ihm nun anwältlich bestätigt das Aufenthaltsbestimmungsrecht zuspreche er gar nicht mehr kompromissbereit ist weil er dann hat was er will.





Vielen Dank erstmal :-)





Gruss

Sanny


 mein Sorgerechts-Problem von AH
Hallo Sanny



ich hätte gerne gewußt warum dein Ex so sauer war ??



Erst dann kann ich dir sagen was ich davon halte... :) Im Moment ist es sehr schwierig das ganze / auch zum Wohle eurer kleinen Tochter einzuschätzen... :roll:



LG



AH


 mein Sorgerechts-Problem von Sanella
Tja, warum war er so sauer... im speziellen kann ich das jetzt gar nicht mehr sagen. Es hatte sich eben mal wieder einiges angestaut, Streit darüber das ich grade wieder allein in Kiel war und er mir Dinge unterstellt hat die nicht an dem waren glaube ich war der schlimmste Punkt.

Dann wollte ich mit Emily vor die Tür weil sie ziemlich verstört war. Daran wollte er mich mit festhalten hindern und ich hab ihn eben gebeten die Wohnung zu verlassen.





ABER diese Agressionsausbrüche hatte er nur in solchen Situationen, ansonsten weiss ich das Emily es grade sehr schön bei ihm hat und er alles für sie tut. Dennoch muss doch eine Lösung her die auch mir den Umgang mit ihr ermöglicht... sie ist allerdings bei uns beiden glücklich und leidet meiner Meinung nach noch nicht durch die unregelmäßigen Besuche.


 mein Sorgerechts-Problem von AH
Warum warst du den allein in Kiel, war er mit eurer Tochter allein zu Haus??



Es wird sehr schwer werden, dass du die Tochter bekommst! Sofern er dir Besuche verweigert, dann schreibe ihm jedesmal einen Brief aber ohne Vorwürfe und möglichst kurz gehalten!! Dieses kannst du beim Jugendamt dann vorlegen, schöner wäre naturlich eine Einigung ohne Streit..



LG



AH


 mein Sorgerechts-Problem von Dirk
Hallo,



warum Du die Tochter dagelassen hast, ist von untergeordneter Bedeutung - der Anwalt der Gegenseite wird schon was damit anzufangen wissen........



Solange das Kind nicht schulpflichtig ist, kann man natürlich auch lägere Umgangszeiten vereinbaren (1 Woche im Monat wäre denkbar) aber das ist eine Sache, die solltest Du tatsächlich im Guten und auf Vergleichsbasis mit ihm abklären. Wenn ihr anfangt das über die Anwälte zu machen, wird der Gegenanwalt argumentieren: "das Kind braucht Kontinuität, eine Woche ist zu lang und weniger ist mehr....."





Ich kann mich nur wiederholen: biete ihm das ABR an (das ist eine große Gabe!) und bitte im Gegenzug um eine großzügige Umgangsregelung - dann habt ihr beide außerdem "Sicherheit" und das Verhältnis kann sich ein bissel entspannen...........

_________________
Grüße

Dirk


 mein Sorgerechts-Problem von Martina
Hallo Sanella,



Ich kan deine Gründe, das du deine Tochter beim Vater gelassen hast leider gar nicht nachvollziehen. Noch dazu nicht nach so einem Streit.

Ich glaube kaum, das irgendjemand bzw. irgendetwas, egal ob Zug, Bus oder ähnliches mit hätte davon abhalten können mein Kind mitzunehmen.

Ich habe 2 Kinder und bin selbst innerhalb von 2 Wochen aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen. Aber die Situation ist nun mal so wie sie ist und du solltest denke ich so schwer es auch fällt dirks rat annehmen und ihm erst mal das ABR zusprechen. denn zum Wohle deiner Tochter wäre es sicherlich nur förderlich. Dein Ex kümmert sich nach deinen Angaben sehr gut um die Kleine, darüber solltest du in deiner Situation froh sein. Es gibt da ganz andere Väter. Mein Ex ist z.B. nur auf sein Recht aus, die Kinder an jedem 2. Wochenende zu sehen und eigentlich gar nicht wirklich an seinen Kindern interessiert.

Ich hoffe nur für dich, das deine Tochter nicht irgendwann einmal genau wie meine Kinder reagiert. Nämlich mit dem Auspruch: zum Papa, nein danke.

Ich wünsche dir, das es dir nicht so ergeht wie es meinem Ex im Moment ergeht, wo er erkennen muss, das er seine Kinder schon viel zu weit von ihm weggetrieben hat.

Gruß

Martina :idea:


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