Dirk hat geschrieben:
Sehr beliebt bei Gutachtern sind Personen, die "Eigenverhalten reflektieren können" und die prinzipiell beim erzählen von sich ausgehen.
Menschen, die (nicht nur ihr eigenes Verhalten) reflektieren können (und es auch tun!), sind generell im Vorteil...
Aber ich möchte doch darauf hinweisen, daß die Frage der "Beliebtheit" selbstverständlich in ein Gutachten nicht einzufließen hat.
Ein echter Gutachter (also einer, der den Namen verdient, weil er sein Metier beherrscht), ist hier völlig immun.
Dirk hat geschrieben:
Es sind Unmengen kleiner, aber feiner Nuancen, wie: "mein Kind" (falsch) ..... "unser Kind" (viel besser) - aber das läßt sich eben nicht mal schnell mit ein paar Worten abhandeln.
Natürlich nicht.
Also machen wir ein paar Worte mehr...
Ich halte den Ansatz für falsch, sich eine vermeintlich "richtige" Sprache für den Besuch des Gutachters zurechtlegen zu wollen.
Siehe oben, Selbstreflexion.
Das Gutachten hat einen subjektiven Faktor (der Gutachter ist ein Mensch), und es hat
objektive Faktoren.
Nur diese können hier doch interessieren.
Ausbildung und Erfahrung des Gutachters gehören zu den objektiven Faktoren:
ein Gutachter, der den "Familie in Tieren"-Test verwendet, ist objektiv ungeeignet für diesen Job.
Der "Test" ist Blödsinn, man kann den in Selbsterfahrungsseminaren spielerisch verwenden - zu mehr taugt dieser Unfug nicht.
Das kann man also leicht - auch juristisch - wieder kippen.
Positiv gesprochen: der Gutachter wird also
a) die Beziehung zwischen Elternteil und Kind
b) das Verhalten des Kindes
c) das Verhalten des Elternteils
d) den Entwicklungsstand des Kinders
zu erfassen und zu beschreiben haben. Und da gibt es nichts zu "tricksen", man kann auch nichts vortäuschen, was nicht da ist.