Forum Scheidung

Scheidung | Anmelden |  Registrieren | AGB | Suche |  

Forum Scheidung » Scheidung Unterhalt Sorgerecht Forum » Sorgerecht




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten
 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von hellebarde
Hallo vielleicht weiß jemand mehr.



Ich bin seit 9 Jahren verheiratet habe zwei Kinder 4 und 5 Jahre alt bin der Ehemann.

Seit 3,5 Jahre leidet meine Frau unter Psychosen und Depressionen, hat sich seit der Zeit enorm verändert und seit ca 1 Jahr versucht Sie alles um mir zu schaden bzw wehzutun.

Ihre Medikamente setzt sie jedesmal ab wenn Sie der Meinung ist jetzt geht es wieder.

Letztes Jahr war extrem so das wir auch schon einen Anlauf hatten uns zu trennen aber der Kinder zuliebe habe ich es noch mal versucht, leider hat mich meine Frau nun ca 2 Wochen vorm Eheberatungsgespräch mit einem Mann betrogen und nun möchte ich den letzten Weg gehen, da meine Gesundheit mittlerweile stark in Mitleidenschaft gezogen ist.



Ich möchte nun das Sorgerecht der Kinder für mich beantragen da meine Frau die Kinder ähnlich behandelt, ich habe teilweise richtig Angst was ist heute zuhause passiert wenn ich von der Arbeit komme.

Die Kindergartenleiterin unterstützt mein Vorhaben da sie ebenfalls diese Problem sieht, Nachbarn ebenfalls aber wie sieht das vor Gericht aus ?



Mein Problem ist, das ich zur Arbeit gehe und ich nicht weiß wie ich das unter einen Hut kriegen soll, geben die Richter das Sorgerecht auch jemanden der dann nur Halbtags oder gar nicht mehr Arbeiten kann ?

Meine Frau hat keinen Job.

Den Termin beim Fachanwalt werde natürlich gehen aber vorher wollte ich mal Euch fragen.

Danke schön für Eure Antworten


 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von Martina
Hallo hellebarde,



Zitat:
Mein Problem ist, das ich zur Arbeit gehe und ich nicht weiß wie ich das unter einen Hut kriegen soll, geben die Richter das Sorgerecht auch jemanden der dann nur Halbtags oder gar nicht mehr Arbeiten kann ?




Das wäre sicher das geringste Problem, ein Problem aber sehe ich eher darin, ob der Richter hier das Kindeswohl wirklich gefährdet sieht. Die Kinder werden sich einem psychologischen Gutachten unterziehen müssen um das festzustellen. Der nächste Punkt ist, wollen die Kinder überhaupt weg von der Mama.

Das ist alles nicht so einfach. Psychische Gewalt reicht in den meisten Fällen nicht aus um das alleinige SR zu bekommen. Ich kämpfe seit 1 1/2 Jahren darum und habe bisher nocht nichts erreicht.

Du solltest mit deinem Anwalt darüber sprechen und er kann dir sagen, welche Chancen du hast. Wenn deine Frau ihre Medikamente immer wieder absetzt, hast du nur eine Möglichkeit, nämlich eine Klinikeinweisung zu erreichen, aber wenn sie da nicht freiwillig reingeht, hast du auch wieder schlechte Karten. Zwangseinweisen lassen kannst du sie nur dann, wenn sie den Kindern oder sich selbst was antut.

Wie die Kinder sich dann dabei fühlen, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier.

Rede erst mal mit dem Anwalt, aber mache dir nicht zu viele Hoffnungen.

_________________
liebe Grüße

Martina



 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von Moehrenmolch
hellebarde hat geschrieben:
(...) Ich bin seit 9 Jahren verheiratet habe zwei Kinder 4 und 5 Jahre alt bin der Ehemann.

Seit 3,5 Jahre leidet meine Frau unter Psychosen und Depressionen, hat sich seit der Zeit enorm verändert ...


Ja, steht man seinem Partner nicht in guten wie in schlechten Zeiten bei?

Wenn der Partner krank ist, sollte man ihn doch eher begleiten und nicht verlassen, oder?



Ansonsten wäre es ja keine Partnerschaft, sondern eine "Schönwetterbeziehung".



Meint, völlig subjektiv: Fred :rolleyes:

_________________
"Juristen sind Leute, die die Gerechtigkeit mit dem Recht betrügen." (Harold Pinter)


 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von Martina
Da gebe ich dir absolut Recht, Fred,



aber Psychosen sollte man nicht unterschätzen, es wäre aber sicher nicht förderlich für die Krankheit, wenn die Kinder nun auch noch weg wären.

Aber du weißt ja, für mich zählt die Frage: Was wollen die Kinder ? mal wieder am meisten.

_________________
liebe Grüße

Martina



 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von Moehrenmolch
martina hat geschrieben:
...Wenn deine Frau ihre Medikamente immer wieder absetzt, hast du nur eine Möglichkeit, nämlich eine Klinikeinweisung zu erreichen......


Na na na! Martina! Wegen Absetzen von Antidepressiva? :nein:

Das scheint mir doch ein bißchen mit Kanonen auf Spatzen geschossen, oder?



martina hat geschrieben:
...aber wenn sie da nicht freiwillig reingeht, hast du auch wieder schlechte Karten.

Zwangseinweisen lassen kannst du sie nur dann, wenn sie den Kindern oder sich selbst was antut....


Und das ist auch richtig so, daß "Zwangseinweisungen" eine sehr sehr hohe juristische Hürde haben.



Wie viele Angehörige würden sonst auf diesem Weg "entsorgt"?

Mich macht es eher nachdenklich wenn eine Mutter 1 Jahr nach der zweiten schwangerschaft depressiv wird.

Warum wird sie das wohl?



Grübelt: Fred :rolleyes:

_________________
"Juristen sind Leute, die die Gerechtigkeit mit dem Recht betrügen." (Harold Pinter)


 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von Martina
das passiert öfter als du denkst, Fred.

Nicht immer haben solche Depressesionen etwas mit der Partnerschaft zu tun.

Das absetzen von Antidepressiva kann aber auch wirklich gefährlich sein bei einer Psychose. In vielen Fällen endet so was mit Suizid.

Ich habe schon viele Patienten erlebt, die meinten ihre Medikamente eigenmächtig absetzen zu können. Das geht meistens nicht gut. Es kommt natürlich immer auf den Schweregrad der Psychose an.



Was ich damit sagen will, ist, daß es für die Kinder wohl am schlimmsten sein wird, mit anzusehen wie ihre Mutter immer tiefer stürzt. Es kann aber auch schlimm für die Kinder sein, wenn sie der Mutter entzogen werden sollen, obwohl sie vielleicht mit der Krankheit der Mutter ganz gut zurecht kommen.

Im Regelfall aber reicht die Diagnose der Mutter allein nicht aus, um dem Vater das SR zu übertragen.

Warum hellebarde seine Frau in dieser Situation verlassen hat, können wir hier nicht beurteilen. Aber es ist sicher nicht leicht mit einem psychisch Kranken Ehepartner zusammen zu leben.

_________________
liebe Grüße

Martina



 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von hellebarde
Also leichtfertig mache ich das sicher nicht denn 3,5 Jahre mit einer psychisch kranken Frau zu leben ist kein Zuckerschlecken, ich habe seit Ausbruch der Krankheit immer zu Ihr gestanden und habe alles versucht damit es Ihr besser geht.

:nein:

Aber irgentwann muß man sich um seine eigene Gesundheit Gedanken machen und die Notbremse ziehen.

Mir geht es halt darum wie auch immer meine Chancen stehen die Kinder zu bekommen das ich alles zum Wohle der Kinder versuchen möchte, falls den Kindern was passieren sollte und ich habe vorher nicht gehandelt würde ich mir Vorwürfe machen.



Die Kinder sind hin und hergerissen, im Gegensatz zu meiner Frau versuche ich die Kinder nicht mit hineinzuziehen da Sie das alles sonst auf sich beziehen könnten.

Mein Sohn hat mich letztens damit überrascht das er mir sagte er möchte lieber bei mir leben da seine Mama immer so böse ist.(ob er weiß was er redet laß ich mal dahingestellt)

Wenn Ihn seine Mama direkt fragt wo er leben möchte sagt er das er bei Ihr leben will.



Sie bekommt zwei unterschiedliche Medikamente zum einen Antidepressiva und zum anderen Psychopharmaka.



Nehmen wir mal an meine Frau bekommt das Sorgerecht wie würden die Richter entscheiden wenn meine Frau in z.B. 1 Jahr erneut einen Anfall bekommt und ich dann wieder versuche das Sorgerecht zu bekommen.

Ich habe letztens etwas vom Kontinuitätsprinzip gelesen, besteht die Chance dann die Kinder zu bekommen ?Eine Psychose dauerte ca 3 Monate meist mit anschließender Depression.


 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von hellebarde
Ich habe eben gerade erst gelesen das Ihr meint das ich das alleinige Sorgerecht haben möchte,

dazu kann ich nur sagen das möchte ich nicht, ich möchte das der Umgang mit meiner Frau und den Kindern jederzeit zustehen sollte möchte aber das die Kinder bei mir leben.


 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von Moehrenmolch
hellebarde hat geschrieben:
Ich habe eben gerade erst gelesen das Ihr meint das ich das alleinige Sorgerecht haben möchte,

dazu kann ich nur sagen das möchte ich nicht, ich möchte das der Umgang mit meiner Frau

und den Kindern jederzeit zustehen sollte möchte aber das die Kinder bei mir leben.




Na ja, Du hast sogar im Titel von Sorgerecht geschrieben.

Du meinst also nicht das SR, sondern das ABR (Aufenthaltsbestimmungsrecht)?

_________________
"Juristen sind Leute, die die Gerechtigkeit mit dem Recht betrügen." (Harold Pinter)


 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von Moehrenmolch
hellebarde hat geschrieben:
Die Kinder sind hin und hergerissen, im Gegensatz zu meiner Frau versuche ich die Kinder nicht mit hineinzuziehen da Sie das alles sonst auf sich beziehen könnten.

Mein Sohn hat mich letztens damit überrascht das er mir sagte er möchte lieber bei mir leben da seine Mama immer so böse ist.(ob er weiß was er redet laß ich mal dahingestellt)

Wenn Ihn seine Mama direkt fragt wo er leben möchte sagt er das er bei Ihr leben will.


Eine solche Frage muß man 4 und 5 Jahre alten Kindern wirklich nicht stellen.



Ihr habt sie beide schon mit 'reingezogen. ;(

Schade, das macht es komplizierter.



Meint: Fred :boese:

_________________
"Juristen sind Leute, die die Gerechtigkeit mit dem Recht betrügen." (Harold Pinter)


 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von Martina
Hallo Hellebarde,



Zitat:
Ich möchte nun das Sorgerecht der Kinder für mich beantragen da meine Frau die Kinder ähnlich behandelt, ich habe teilweise richtig Angst was ist heute zuhause passiert wenn ich von der Arbeit komme.

Die Kindergartenleiterin unterstützt mein Vorhaben da sie ebenfalls diese Problem sieht, Nachbarn ebenfalls aber wie sieht das vor Gericht aus ?




ähhm.............. habe ich da falsch gelesen ?



aber selbst wenn du das SR hättest, hätte das nichts mit dem Umgangsrecht zu tun.



Zitat:
Nehmen wir mal an meine Frau bekommt das Sorgerecht wie würden die Richter entscheiden wenn meine Frau in z.B. 1 Jahr erneut einen Anfall bekommt und ich dann wieder versuche das Sorgerecht zu bekommen.

Ich habe letztens etwas vom Kontinuitätsprinzip gelesen, besteht die Chance dann die Kinder zu bekommen




Das kommt immer auf den Richter an, das kann man nicht vorher sagen, aber es soll ja immer zum Wohle der Kinder entscheiden werden. Was das Wohl der Kinder ist, entscheidet das Gericht. Wobei ich immer noch der Ansicht bin, das dies grundsätzlich eine sehr schwierige Entscheidung ist.

Ein Richter kann nur nach Gutachten und Aussagen der Kinder urteilen.



Klar sagt dein Kind, ich möchte lieber bei dir sein, wenn die Mama wirklich böse war.

Es will aber auch der Mama nicht wehtun und erzählt ihr zu Hause wahrscheinlich das selbe nur ander herum.

Du sagst ja selbst die Kinder sind hin und hergerissen, das ist doch ganz logisch. Sie müssen mit der psychischen Krankheit ihrer Mutter fertig werden, aber auch noch zusätzlich damit, das der Papa sie verlassen hat.

Wie würdest du als Kind dich wohl fühlen.



Selbstverständlich verstehe ich dich auch, wenn du sagst, das es schwer ist mit der Krankheit deiner Frau fertig zu werden und ich verstehe auch, das es schwierig ist mit einer psychisch kranken Frau zusammen zu leben.



Alles in allem ist diese Situation ganz schön verfahren, aber vielleicht hast du ja auch noch einen guten Draht z.B. zu den Schwiegereltern, die kennen ihre Tochter doch am besten und verstehen ja vielleicht auch irgendwie deinen Standpunkt.



Ich weiß beim besten Willen nicht, was ich dir sonst noch raten könnte.

_________________
liebe Grüße

Martina



 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von kallek
Hallo Hellebarde,

ich habe genau das gleiche Problem. Ich biin Vater zweier Kinder 3 und 5 und meine Frau verfällt immer wieder ihren Psychosen und ist ebenso manisch depressiv. Je älter die Kinder werden um so stärker tut sie mir weh.
Medikamente verwehrt sie gänzlich, geschweige den geht sie in psychologische Behandlung.

Sowohl die Kinder wie auch ich sind mehr oder weniger am Ende. Ich muss mich morgens aus dem Haus schleichen, ansonsten lassen Sie mich nicht gehen.

Ich habe mich entschlossen zu gehen und die Kinder mit zu nehmen.

Weißt Du mehr um das Thema Sorgerecht ?

vielen Dank & gruß

Marco


 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von sewezo
Ich bin (noch) verheiratet, lebe aber dauernd getrennt und habe einen 13jährigen Sohn.
Seit dem Tod unserer Tochter begannen bei meiner Frau Depressionen was im Laufe der letzten 6 Jahre in Alkoholabhängigkeit und Borderline-Syndrom mündete.
Mein grösster Fehler war, dass ich es mit dieser Frau 6 Jahre (trotz eines Selbstmordversuchs meinerseits) ausgehalten habe. Ähnlich wie Du, war ich auch so naiv, zu denken, dass es "irgendwie und irgendwann" schon besser werden wird.
Erst nachdem ich ausgezogen bin und meine Frau die gleiche Psycho-Folter (Beschimpfungen, Beleidigungen, körperliche Angriffe und Schlafentzug) bei meinem Sohn begann, habe ich begriffen, dass ich keinen Millimeter mehr nachgeben darf und um meinen Sohn zu kämpfen habe.

Ich habe meine Frau wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt und gebeten, das Jugendamt zu informieren. Als mein Sohn mehrer Male nachts aus der Wohnung seiner Mutter lief, weil er es nicht mehr aushielt (Schlafentzug), habe ich konsequenterweise die Polizei gerufen und darauf bestanden, ein Protokoll aufzunehmen und das Jugendamt zu informieren. Dabei habe ich soweit wie möglich versucht, das Jugendamt mit einzubeziehen (immer schön freundlich, wenn man auch manchmal kot... könnte über deren Denkweise!)

Ich versuche im Rahmen meines Scheidungsverfahrens das alleinige Sorgerecht für meinen Sohn zu bekommen. Da beim Jugendamt das Wort "Gleichberechtigung von Müttern und Vätern" noch nicht angekommen ist, haben Vater viel schlechtere Karten und sind prinzipiell nur als Zahlesel angesehen (ich sage dies bewusst!).

Um das alleinige Sorgerecht als Vater zu bekommen, hilft nur das Vorhandensein von vielen Strafanzeigen gegen die Ex-Frau, beweisbare alkoholische Exzesse, protokollierte tätliche Angriffe, möglichst durch die Polizei oder Zeuigen, von der Ex-Frau verfasste schriftliche Beleidigungen, ein möglichst negativer Bescheid zum weiteren Verbleib der Kinder bei der Ex-Frau durch das Jugendamt ("wie ein 6er im Lotto") sowie ein hoffentlich männlicher Scheidungsrichter ("Recht haben heisst noch lange nicht Recht bekommen!!!).

Was Du dabei brauchst, ist ein langer Atem und eine beharrliche Vorgehensweise. Die Kinder sind es allemal wert.
Viel Glück!


 Sorgerechtsfragen mehren sich bei mir von papa45
Warum gleich alleiniges Sorgerecht ? Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist völlig ausreichend.

Auch müsste im vorfeld geklärt sein wer auszieht. Denn zusammen könnt ihr nicht mehr wohnen.
Ich rate dir, weit6erhin mit dem JA in Kontakt zu bleiben. Weiter finde ich, sollte das
Geschriebene der Wahrheit entsprechen, mir einen RA suchen und mich beraten lassen.


papa


Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten

 Sie will sich nicht scheiden lassen, um mich zu demütigen  Scheidung
 Ehemann will sich trennen - wie gehts weiter?  Tips
 eine Freundin will sich scheiden lassen aber hat Angst.  Sorgerecht
 Wie errechnet sich der Unterhalt für meine vier Kinder??  Scheidung
 Vater will alle 4 Kinder bei sich behalten  Umgangsrecht / Umgang / Besuchsrecht
Impressum

cron