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Ich muss mich mal eben einklinken, denn das Thema Wechselmodell betrifft mich / meinen Sohn ebenfalls.
Wir "leben" das so seit der Trennung vor mehr als einem Jahr, Sohnemann geht in die 2. Klasse und ist an 3 Tagen in der Woche bei seinem Papa, den Rest bei mir.
Ich bin bzgl. des Wechselmodells auch immer wieder hin- und hergerissen, weiß nicht wirklich, ob dies wirklich das Richtige ist - das stellt sich ja leider immer erst im Nachhinein raus.
Das Wechselmodell haben wir deshalb, weil mein Ex auf keinen Fall auf die "klassische" alle 14 Tage - Regelung eingehen wollte. Das war ihm definitiv zu wenig und das verstehe und respektiere ich auf alle Fälle. Unserem Sohn wäre dies ebenfalls zu wenig Kontakt zu seinem Papa. ICH selbst hätte das an seiner Stelle auch nicht gewollt, könnte es mir überhaupt nicht vorstellen, mein Kind nur so wenig zu sehen.
Glücklicherweise wohnen wir im selben Ort, d.h. der Schulweg ist für Sohnemann jeweils annähernd gleich (von der Entfernung).
Klar - er wurde natürlich auch schon nach seiner Wohnadresse gefragt, wo er dann eben 2 Anschriften nannte. Gestört hat sich daran (bisher) niemand, weder die Klassenkameraden noch die Lehrer / Erzieherinnen im Hort. Informiert wurden die Institutionen sowieso von mir, von daher war das keine Überraschung. Für meinen Sohn ist das OK - es IST ja nun auch mal so und nicht anders. Trennungskinder gibt es in seiner Klasse auch mehrfach, von daher geht er locker damit um.
Von meinem Freund, der zwei Kinder hat, die alle zwei Wochen am WE bei uns sind, kennt mein Sohn eben auch das andere "Modell". Und er betont jedesmal, wenn Besuchswochenende ist, wie furchtbar er das fände, wenn er seinen Papa nur alle zwei Wochen an den WE hätte...
Ja - es ist Stress, ein Hin- und Her, alles muss absolut organisiert sein, und ich bin immer wieder unsicher, ob es das wirklich ist. Ich beobachte meinen Sohn, höre auf seine Äußerungen und klopfe immer wieder vorsichtig an, ob er mit der Regelung zufrieden ist. Sein Verhalten, auch seine Äußerungen bestätigen mir dies immer wieder, was mich dann beruhigter sein lässt.
Zum Thema Verabredungen - ja Martina, da hast Du recht, es ist schwieriger. Allerdings bleiben für Verabredungen eigentlich fast nur die Wochenenden, weil er zum einen täglich bis 17 Uhr im Hort ist, danach passiert eher weniger, der Tag ist ja mehr oder weniger schon gelaufen. Aber ich finde, sich spontan verabreden zu wollen, ist in den meistern Fällen sowieso nur schwierig, weil doch die Kinder heutzutage nachmittags extrem eingebunden sind. Egal, ob in Vereinen, sonst. Kursen, Ergo oder was weiß ich noch alles.
So - nun habe ich mehr geschrieben als ich eigentlich wollte, aber es war mir wichtig, mal eine andere Seite aufzuzeigen.
Wie gesagt, wir leben das jetzt schon seit mehr als einem Jahr, es hat sich nach anfänglichen "Startschwierigkeiten" eingespielt, weil die Tage einfach fix sind und jeder weiß, woran er ist.
Ich hoffe, dass sich das Modell nicht als Fehler herausstellt, aber bisher kann ich das eher verneinen... Aber ich denke, eine Unsicherheit ist wohl bei den meisten Dingen, die unsere Kinder betreffen, die wir für sie entscheiden. Und keiner kann mir sagen, dass die 14-Tage-Regelung nicht ebenfalls "schlecht" für meinen Sohn wäre, denn der intensive Papa-Kontakt ist ihm sehr, sehr wichtig.
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