Guten Morgen Karlchen, (vom Dach?)
eine verbindliche Umgangsvereinbarung ist für alle Beteiligten nicht die schlechtste Lösung. Ich würde dir raten dich nach einer Familienberatungsstelle umzuschauen. Frag dort an ob sie dich bei der Erstellung einer solchen Vereinbarung im Sinne der Kinder unterstützen würden. Vielleicht gelingt es den Fachleuten auch dann deinen Exmann mit an den Tisch zu bekommen.
Zitat:
In meiner Ehe gab mein Mann den Ton an und hat auch nach der Trennung versucht, weiterhin mein Leben zu kontrollieren und mich "unter der Fuchtel zu halten". (klingt blöd, sind aber seine eigenen Worte).
Klingt nicht blöd. Was du aber richtig erkannst hast ist dass du nicht mehr unter seiner Fuchtel stehst.
Zitat:
Nun, das klingt einfach. Isses aber nicht. Zuerst wand der Gute sich wie ein Regenwurm um die Festlegung eines Termines und dann meinte er, ich solle ihm doch meine Wünsche schriftlich mitteilen. Verunsichert wie ich war, hab ich erstmal abgelehnt, heute jedoch mit meiner Anwältin abgesprochen, daß das in Ordnung geht. Also sitze ich jetzt hier und grübele. Meine Vorstellung ist eine 14- Tage-Regelung mit einem Papatag in der Woche zusätzlich.
Gut. Freitag Nachmittag 17h bis Sonntag 17h wäre schon mal gut. Montag früh ist Mist. Die Kinder sollten sich bei dir ins WE verabschieden und auch wieder bei dir in den Alltag kommen. Wenn sie Montags zurück kommen hast du den Sprengstoff Schulsachen usw. drin.
Dann solltest du auch an die Feiertage und Ferien denken.
Zitat:
Mein Mann ist seit einiger Zeit auf der Schiene, daß er das Aufenthaltsbestimmungsrecht für unsere Tochter haben will, und nur für sie. Dem kann und will ich nicht zustimmen, da der Alltag weiterhin bei mir stattfinden würde und er sich in der Rolle als Bestimmer gefallen und ansonsten keinen Finger krummmachen würde. Ich vermute, er will Unterhalt sparen.
Wie nett, er würde die Gewschwister trennen?
Ich bleibe dabei: Beratungsstelle. Letztendlich kommt dann vor der Scheidung noch das Jugendamt ins Spiel, das vor Gericht eine Empfehlung abgibt. Es wäre also nicht verkehrt auch beim Jugendamt frühzeitig nachzufragen was dort empfohlen wird.
Zitat:
Dazu kommt, daß mein Sohn meist nach einer Übernachtung genug hat und zu mir zurückwill. Wie ist das denn dann, wenn ich am Papawochenende wegfahren will? Ich kann mich doch nicht ständig verfügbar halten, falls die Kinder vorzeitig zu mir wollen oder dem Papa die Nerven ausgehen? (bisher lief es so, und es kamen jedesmal arge Vorwürfe, ich würde mich nicht um meine Kinder kümmern, wenn ich mich denn tatsächlich mal getraut habe, zwei Tage ohne Kinder wegzufahren).
Gäbe es da eine Oma oder dergleichen wo Junior hinkönnte/wollte? Ansonsten wirst du wohl noch eine Weile nur Tage wegfahren können wenn beide Kinder bei dir sind - sollte aber auch nicht das Drama sein. Oder andersrum: Wie will der Vater die Kinder in den Ferien betreuen wenns nicht mal ein Wochenende geht?
hörnchen