Ich bin seit Mai 2007 von meinem Mann getrennt. Seit 1.1.2009 lebe ich 200 km von ihm entfernt, meine Tochter bei mir.
Der Umgang fand anfangs regelmäßig immer in den Ferien statt, Weihnachten vom 2. Feiertag bis 6. Januar, Winterferien, Osterferien Pfingstferien und Herbstferien komplett, Sommer 3 Wochen. Mehr möchte er nicht.
Wenn sie bei ihm war ( stellte sich erst so langsam heraus, da meine Tochter nicht darüber reden wollte und ich nur mit sehr viel Einfühlungsvermögen mehr herausbrachte) war sie kaum bei ihm, sondern bei seiner Mutter, seiner Schwester oder seiner Freundin, da er arbeiten war (von morgens 6 Uhr bis abends ca 20 Uhr) oder freie Zeit lieber bei einem Freund verbracht hat als mit ihr.
Unternehmungen (sehr selten) waren immer mit dem kompletten Haufen ( Freundin und deren 3 Kinder) obwohl meine Tochter mehrfach geäussert hat, das sie lieber mal Zeit mit ihm allein verbringen möchte. In den Pfingstferien gelang es mir nur mit sehr viel Mühe sie zum Umgang zu bewegen, habe ihr gut zugeredet und ihm das Versprechen abgerungen, einen ganzen Tag nur mit ihr zu verbringen. Ende vom Lied, sie waren 2 Stunden im Zoo.
Sommerferien dann eine Katastrophe, eine Woche lang hat sie angerufen sie möchte nach Hause, sie will da nicht bleiben. In den Herbstferien hätte er sie bei meiner Mama abholen können, 70 km von ihm entfernt, aber er wollte nicht, ihm war das zu weit

(was ist besser, 70 km oder 200?)
Nun ist es soweit, meine Tochter (8Jahre) möchte in den Weihnachtsferien nicht zu ihrem Vater, sie möchte den Tag mit ihm verbringen, allerdings hier in unserem Umfeld.
Sie erzählte wie es bei ihm zugeht, sie hat Angst vor den Jungs (sie sagten ihr, das er nicht mehr ihr Papa wäre und ihre Oma nicht ihre Oma weil sie da nicht mehr wohnt, sie schlagen sie und ärgern sie die ganze zeit massiv, mit ihm ist nicht zu reden, er spielt das ganze runter und meint sie sei selbst schuld.)
Jeder Versuch mit ihm zu reden bringt rein gar nichts, ausser das ich hinterher heulend zusammenbreche weil ich fertig bin mit den Nerven. Er beleidigt und beschimpft mich, behauptet alles wäre meine Schuld. Ich war nun gestern beim Jugendamt, die Dame meinte ich solle nochmal mit ihm reden, in Ruhe und mit viel Einfühlungsvermögen. Ok, ich versucht. Er schrie mich an, er holt Saskia am 2. Weihnachtsfeiertag ob sie will oder nicht.
Sie selbst traut sich nicht mit ihm zu darüber zu reden, weil sie Angst hat, das er sie anbrüllt.
Ich heute morgen wieder beim Jugendamt angerufen, denn die Dame bot mir gestern an, ich solle mich nochmal melden und sie würde dann mit seinem Jugendamt sprechen, dass er dort eine Beratung bekommt. Heute morgen meinte sie, ich soll mich dort selbst melden, gut, ich gemacht. Der Herr meinte nun heute morgen: Ich soll in ruhe

das geht mit meinem Ex nicht, wie oft noch

reden und wenn alles nichts hilft das alleinige ABR beantragen.
Bin fix und fertig mit den Nerven, will nur meiner Tochter helfen aber überall stoße ich auf taube Ohren, laut meinem (ex)anwalt muss ich sie sogar zwingen wenn sie nicht will
Was kann ich noch tun, bzw was bringt das wenn ich das alleinige ABR beantrage und wie stehen meine Chancen bei der obengenannten Situation es auch zu bekommen?
LG Silv