Hallo Gabi,
ich will mich jetzt gar nicht hinstellen und den Zeigifinger erheben und hier schulmeisterisch "ich habs geahnt" schreien.
Aber ich habe dir ja meine Befürchtung diesbezüglich schon vor deinem Gesprächstermin geschrieben.
Es tut mir so leid für dich, ich habs dir so sehr gewünscht, dass dein Noch-Mann nicht zu der Kategorie rechthaberischer Choleriker zählt.
du hast gefragt, was im Kopf eines solchen Mannes vor sich geht.....
Hier hast du die Antwort auf deine eignene Frage ja schon selbst gegeben.
gama hat geschrieben:
und mein mann sagt, er sei schließlich hier kein bittsteller, sonder selbstverständlich stehe es ihm zu sich wann immer und wo immer er es wolle mit seinen kids zu verabreden, OHNE bei mir die erlaubnis dafür erbetteln zu müssen....
Ich kenne solche Sätze nur zur Genüge.
Mein EX hat mal auf die Frage meines Sohnes hin, was sie denn am WE wenn sie zu ihm kämen machen würden, gesagt: ist mir egal, hauptsache es kostet nix, ich zahl euer tollen Mutter ja schließlich genug Unterhalt für euch, soll die doch was mit euch unternehmen.
Das geschah etwa 3 Wochen nach der Trennung.
Kannst du dir jetzt vielleicht ungefähr vorstellen, warum ich diesem Gespräch gegenüber so skeptisch war ?????
Du musst jetzt einfach lernen konsequent auch mal
NEIN zu sagen.
Bestehe darauf, dass alle Unternehmungen mit dir abgesprochen werden.
Was deine jüngste anbetrifft, so tut mir die Kleine unendlich leid, denn sie leidet wohl am meisten an den Ungerechtigkeiten ihres Vaters.
Aber das kannst ihr leider auch du nicht ersparen. Sie muss in ihrem zarten Alter bereits lernen, dass Vaterliebe in ihrem Fall nicht so grenzenlos ist wie Mutterliebe.
Die Reaktion deines Sohnes finde ich bewunderswert. Er hat sich für die Kleine Schwester eingesetzt im vollen Bewusstsein, dass er damit das Verhältnis zum Vater schwächt.
Aber keine Angst, wenn er so weit ist, sogar für seine Schwester gegen den Vater einzutreten, hat er das schlimmste schon hinter sich.
Er traut sich gegen den dominanten Vater aufzulehnen.
Dies ist etwas, was mein Sohn damals erst in einer Scheidungskindergruppe lernen musste.
Heute kann er das gottseidank auch.
Du hast bei der ganzen Geschichte feststellen müssen, dass deine Kinder ihrem Vater eben nicht so viel bedeuten, wie er das wohl auch nach außen hin (genau wie der Samenspender meiner Kinder) wohl immer behauptet.
Es bleibt dir also nichts anderes übrig als dich mit dieser Tatsache abzufinden.
Versuche mit deinen Kindern ein ruhiges Weihnachten zu feiern, gib ihnen das Gefühl, dass sie zu Hause sind. Wie und was sie empfinden werden, wenn sie dann mit dem Vater zusammen sind, kannst du nicht und sollst du auch gar nicht beeinflussen.
Lass sie ihre eigenen Erfahrungen und Eindrücke sammeln. Sie werden bald feststellen, was ihr eigener Vater von ihnen hält.
Ich wünsche dir noch ganz viel Kraft und Geduld, denn die wirst du noch brauchen.