Hallo gama, erstmal willkommen im Forum
gama hat geschrieben:
Ich habe darüber schon so oft mit ihm gesprochen, bzw. es zumindest versucht......er sagt, fehler seien gemacht worden, er hätte von anfang an darauf drängen sollen, die kinder gleich mitzunehmen, egal, ob sie wollten oder nicht......nun sei es eben so, die kleine könne ihn jederzeit sehen, bei ihm, wenn sie will.....nun läge es allein bei ihr.....oder aber, ich solle nun etwas dazu beitragen, dass sie zu ihm will.....ja, soll ich denn tatsächlich seine geliebte anpreisen wie sauerbier???
Ich habe deinen Roman ( so lange war er nun auch wieder nicht, mein erster war länger

) gelesen.
Was mir sofort auffiel, ist, dass du wahrscheinlich noch sehr verletzt bist, durch seinen plötzlichen Auszug. Ist auch sehr verständlich.
Bei deinen beiden großen Kindern hast du sehr richtig gehandelt, lass sie einfach selbst entscheiden, wann und wie oft sie den Vater sehen wollen. Und wenn sie keine Lust auf die Bekanntschaft seiner Freundin haben, ist das selbstverständlich auch ihr gutes Recht.
Du hättest sogar die Möglichkeit über das Jugendamt durchzusetzen, dass er wirklich alleine mit den Kids was unternimmt ohne die Freundin.
Denn das JA ist da immer sehr auf das Kindeswohl bedacht und die werden einen Teufel tun und ihm sagen, dass er die Freundin ruhig mitnehmen soll, wenn die Kinder das nicht wollen.
Zu deiner Frage wegen deinem jüngsten Kind:
Darf ich fragen wie alt es ist ???
Nur so viel, auch kleine Kinder haben das Recht die Freundin des Vaters abzulehen. Was soll das ????????????
Du musst diese Frau keineswegs wie Sauerbier anpreisen. Wieso auch.
Das Jugendamt wird dir zwar sagen, dass du verpflichtet bist, den Umgang zu ermöglichen, aber keiner kann dich zwingen einen Umgang mit der neuen Freundin des Vaters zu ermöglichen.
Wenn dein Kind das nicht will, musst es auch nicht zwingen.
Besonders fiel mir dieser Satz auf:
Zitat:
er sagt, fehler seien gemacht worden, er hätte von anfang an darauf drängen sollen, die kinder gleich mitzunehmen, egal, ob sie wollten oder nicht......
Genau der selbe Satz kam auch vom Samenspender meiner Kinder.
Er ging sogar so weit, zu behaupten, es wäre ihm völlig egal ob die Kinder ihn sehen wollten oder nicht, er habe ein Recht darauf und das würde er mit allen Mitteln durchsetzen.
Diese Aussage hatte nur eines zur Folge, nämlich dass meine Kinder schließlich komplett geweigert haben, ihren Erzeuger jemals wiederzusehen.
Es war ein langer Kampf für meine Kinder, den sie bei betreuten Umgängen im JA und vor Gericht auszufechten hatten.
Aber heute nach fast 3 Jahren herrscht endlich Ruhe.
Er hat sich gsd auch abgewöhnt den beiden nach der Schule irgendwo auf dem Schulweg aufzulauern und sie mit seinen ewigen dummen Fragen nach dem Grund ihrer Entscheidung zu fragen.
Mein großer ist 13 und geht damit recht gut um. Er sagte mal zu mir, was will er denn wissen, ist das nicht meine Entscheidung, dass ich mit ihm nichts mehr zu tun haben will, nach allem was er uns angetan hat.
Die kleine ist 6 und will nicht mal mehr von ihm reden. Es prägt sich in eine Kinderseele nun mal ein, wenn der eigene Vater sie an den Haaren zieht um sie mit Gewalt mit zum Umgang am WE mitzunehmen. Und sie weinend und schreiend verlangen musste, dass er sie endlich in Ruhe lässt.
Ich kann dich gut verstehen und mein Rat an dich wäre, lass alle 3 Kinder selbst entscheiden, ob und wann sie ihren Vater sehen wollen.
Wenn er nicht kapiert, dass die Kinder ihn nur wegen der Freundin nicht besuchen möchten, ist das sein Problem und nicht deines.
Er wird den Kindern später mal darüber Rechenschaft ablegen müssen, warum er sich so blöde verhalten hat.
Baue deine Kinder auf, in dem du ihnen versicherst, dass sie ihren Vater jederzeit anrufen und auch besuchen dürfen, wann immer sie möchten.
Ich habe es auch immer wieder gesagt, auch wenn es ganz im Inneren nicht meine Überzeugung war. Aber ich wollte meinen Kindern eben die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden.
Dass sie sich für gar keinen Kontakt mehr entschieden haben ist seine eigene Schuld. Hätte er bei der Trennung nicht alles was man nur falsch machen kann falsch gemacht, hätte es sicher auch besser funktioniert.
So, nun ist mein Roman sogar noch länger geworden als deiner

, aber ich hoffe dir wenigstens ein bisschen geholfen zu haben.