Jetzt werd ich demnächst diese Forentexte auch richtig beantworten können.. Heute bin ich vielleicht schon einen Schritt weiter gekommen, einfach darin Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine andere Beratungsstelle als die die meinem zuständigen JA angegliedert ist, gibt mir Grund zur Hoffnung. Die wollen zwar gleich einen Hausbesuch bei meinem Ex initieren, wovor ich maßlose Angst habe, denn er hat mich in den Ehejahren wirklich nur gemoppt. Nein, ich brauch wirklich einen ganz konzentrierten Prozess und jeden Schritt muß ich einzeln machen. Ein Telefonat mit RA hat mich auch schon etwas erleichtert, wo rausgekommen ist, das Umgangsrecht für meinen Ex müsste eingeschränkt werden. Meine Tochter ist sehr viel bei ihm und wenn sie in der Schule krank ist, läßt sie sich von ihm abholen und bleibt dann auch dort. Das ist schon ein großer Faktor, der dadurch entstanden ist, daß sie in den letzten Jahren über ihn privatversichert ist, und er immer mit ihr zu den Ärzten geht. Damit hab ich aber weniger Probleme mit als damit, daß sie je länger diese Phase daß sie zu ihm will - seit 3 Jahren - anhält, sie immer weniger Aktivitäten mit Freunden entwickelt, soziale und auch geistige - schulische. Als das Verhältnis zu ihr noch nicht gestört war, bevor er mich wegen fragwürdiger Erziehungsfähigkeit beim JA angezeigt hatte, war sie ausgeglichen und fleißig und hatte auch Freude an Akitvitäten. Ich bild mir ein, daß sie das jetzt verlernt, ihr Vater ihr Liebesobjekt ist, sie sucht seine Nähe aber als Mann kann er sie natürlich nicht ganz ranlassen. Es ist eine erotische Stimmung da, die ich gräßlich finde und davor habe ich bisher auch die Augen verschlossen. Ich war kürzlich da und hatte das Gefühl ich bin im Puff. Scheiße, kann mich jemand verstehen? Er selbst hatte in seiner Jugend auch eine Beziehung zu seiner Mutter, die von erotischer Stimmung gefärbt war, und ich würde ihn auch als sexsüchtig bezeichnen. Hilfe, kann mich jemand verstehen? Wenn meine Tochter nicht auch immer mal wieder gegen mich handgreiflich geworden wäre, hätte ich schon längst mehr gemacht, aber sie ist oft so rabiat, daß ich wie gelähmt bin und sprachlos. Depressiv. Diese ganzen Sachen könnte man seitenweise beschreiben. Ich brauche Mut und klare Schritte, damit ich nicht jedesmal das Gefühl habe neben einem Abgrund zu gehen. Auch wenn mich jemand fragt, was willst Du eigentlich ? bin ich bei diesem Thema sprachlos. Ich will dem Kind nicht seinen Vater wegnehmen, obwohl er ihr offensichtlich keinen Halt bietet, sondern ihr - wie das JA- das Gefühl gibt, allein über ihr Leben entscheiden zu können. Wenn ich den Ausführungen der RA nachgeben würde, könnte ich vor lauter Angst - Umgang auf die Hälfte oder noch mehr eingränzen - vielleicht nicht mehr arbeiten. Aber es geht um mein Kind und es ist realistisch, daß ich ihr damit etwas gutes tue. Ich werde diesen Schritt auch gehen, nur langsam und bedächtig. Die Angst vor meinem Ex rührt ja aus Gewaltangriffen und ich habe damals den Fehler gemacht nicht wegzuziehen, weil ich schon da immer wieder von meinem JA gehört habe,daß sie geschlagene Mütter zwingen, den Kontakt zum Vater zu fördern. Das erst mal zu den Hintergründen und verzeiht daß es nur so kleckerweise läuft, denn das Thema ist so schwerwiegend für mich.
Ich war auch bisher nicht der Meinung, daß meine Tochter die Auflagen und Grenzen verkraften kann, weil sie dann etweder immer fürchterlich heult oder ausrastet. Danke fürs LESEN
