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Hallo alle zusammen!
Ich bin neu hier und gerade erst dabei, mich einzulesen. Allerdings muss ich sagen, dass ich, gelinde gesagt, einigermaßen überrascht bin über die Art und Weise, wie hier mit jemandem umgegangen wird, der ohnehin schon verzweifelt ist? Ohne das jetzt im Einzelnen recherchechiert zu haben, nehme ich an, dass die Kommentare im Sinne von "ist doch alles halb so wild" hauptsächlich von Mitgliedern stammen, die ihre Kinder in der Nähe haben und keine blasse Ahnung haben, wie ohnmächtig man sich angesichts einer solchen Situation fühlt.
Eine Entfernung von 500 km soll ein inniges Verhältnis nicht beeinflussen?
Und - wenn ich das richtig verstanden habe, ist es völlig in Ordnung,die Kinder einfach so mitzunehmen? Kai wird schon wissen, warum ihn seine Frau verlässt?? Mit anderen Worten, er ist automatisch selbst an allem schuld? Was auch immer der Grund für die Trennung sein mag: Er wird sicher nicht die GANZE Schuld haben. Muss sie aber zu 100% bezahlen - in jeder Hinsicht. Und was die Kinder bezahlen, ist gar nicht zu ermessen
Eine Fahrkarte von HH nach Augsburg und zurück kostet auch regulär ca 125 Euro (mit Bahncard) - plus Hotel plus Verpflegung plus Unternehmungen mit den Kindern. Da ist man leicht bei 800 Euro im Monat - mindestens. Auch wenn es in diesem Fall nicht so sehr um die wirtschaftlichen Verhältnisse geht, kine Bagatelle.
Aber abgesehen mal davon: Was für ein Zynismus, einen Menschen, der Angst hat, seine Kinder zu verlieren, auf die schöne Umgebung hinzuweisen.
Und ja: Kai bemitleidet sich vielleicht selbst. Bravo! Ich kann ihn gut verstehen. Er hat ja auch wirklich allen Grund dazu. Wie würdet ihr denn mit jemandem verfahren, der hier schriebe: "Hey, meine Frau zieht mit unseren Kindern schön weit weg, das finde ich total super, wegen den Chancen und so. Und ist doch toll, wenn ich mal meinen Horizont erweitern kann, Augsburg soll ja so schön sein. Ist für die Kinder auch klasse, mal im Hotel zu wohnen, Mensch, da kann ich denen doch mal was bieten Und sie lernen gleich Flexbilität"...und so weiter...vielleicht etwas überzogen, aber es ist wohl klar, was ich meine.
Ich lese hier auch immer wieder, man soll versuchen, in Ruhe zu reden.
Klar. Nichts dagegen zu sagen. Aber hat schon mal jemand versucht, mit jemandem zu reden, der nicht reden will - und sei es noch so friedlich?
Es klingt hier ja fast so, als wolltet ihr Kai unterstellen, dem Glück seiner Kinder im Weg zu stehen! Warum sollten DIE denn glücklich sein, 500 km weit weg von ihrem Vater zu sein??? Nur weil er wahrscheinlich in den ganzen Jahren den Unterhalt für die Familie verdient hat und dadurch naturgemäß wohl nicht so viel Zeit für sie hatte wie die Mutter? Und jetzt ist sie eben weg, und die Kinder auch, tja, was soll's, damit muss man sich eben abfinden??
Es tut verdammt weh, seine Kinder nicht zu sehen. Ob Mutter oder Vater. Punkt. Und diesen Schmerz gönne ich niemandem. Und den Kindern erst recht nicht.
Sorry, aber das musste ICH jetzt mal sagen - auch, wenn ich Neuling bin. So kann man nicht mit Menschen umgehen, deren Welt gerade auf den
Kopf gestellt wird und die genau deshalb Hilfe suchen.
Gruß
Sabine
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