Hallo Käferchen,
schade, da hast du keinen besonderen Bearbeiter erwischt.
Zitat:
der Streit über den Umgang spitzt sich zu. Da der Vater offensichtlich meine Hinweise zum Umgang mißachtet habe ich den Umgang auf 3,5h beschränkt, wobei er das Angebot wöchentlich nicht annehmen will - nur 14tägig.
Je kleiner Kinder sind, desto kürzer sowohl Abstand als auch Zeit - das ist Kindgerecht.
Zitat:
Gestern hatten wir Termin beim Jugendamt - und die Frau hat ihm auch noch zugestimmt, dass es organisatorisch und finanziell nicht zumutbar wäre wöchentlichen Umgang wahrzunehmen. Ich solle zu 8h 14tägig zustimmen. Das Kind ist 1,5Jahre alt, und zudem habe ich bisher stets eine Strecke übernommen! Also haben wir die Kosten geteilt, aber schien gestern selbstverständlich zu sein.
Also, ich würde das als Protokoll festhalten und auch gleich reinschreiben dass üblicherweise der Umgangsberechtigte die Kosten zu tragen hat UND dass 14 tägig nicht dem Kindeswohl entspricht. (unbedingt vom Anwalt gegenlesen lassen, dann dem JA CC Leitung JA schicken.
Zitat:
Das Kind kann mir nun mal nicht sagen was gewesen war und deshalb muss er es mir doch sagen!
Jepp, deshalb werden auch einige Eltern dazu verdonnert "Übergabehefte" zu führen.
Hör auf deinen Rechtsanwalt.
Zitat:
Mein Rechtsanwalt hat gesagt, dass im ersten Gerichtsverfahren in der Regel erst mal Mediation angeordnet wird und stets ein Vergleich angestrebt wird- laut Jugendamt wäre Mediation maximal eine Auflage, es würden immer Urteile gefällt.

entschuldige, ich muss grinsen.Dein Anwalt kennt das Gericht vor Ort, alles klar? Übrigens, Mediation wird oft im offenen Verfahren angestrebt. Pass auf bei Vergleichen! Wenn nur mit 14 tägigem "Einspruchsrecht" "Bedenkzeit" sonst bitte lieber ein Urteil. Gegen einen Vergleich kann man wenig machen. Ausserdem gehts ja ums Kind und wenn du meinst sein Wohl wird nicht ausreichend berücksichtigt dann: Verfahrenspfleger beantragen fürs Kind.
Zitat:
Zudem hatte ich mehr den Eindruck, dass es nicht darum geht wie es dem Kind geht sondern nur um eine von beiden Seiten akzeptierte Lösung zu finden - egal wie es dem Kind dabei geht.
Das schreibst du auch in das Protokoll alá: Ich habe das Gefühl...... und ich meine das Wohl des Kindes sollte an erster Stelle stehen.
Zitat:
Ich war mächtig schockiert und weiss nun nicht mehr was ich von all dem halten soll.
Das glaub ich dir. Sehs als "Versuch ist es Wert" und bleibe bei deiner richtigen Einstellung: Das Kind steht im Vordergrund!
Zitat:
Wenn es jetzt vor Gericht geht wird doch das Jugendamt hinzugezogen und wenn die diese Meinung vertreten dann ist doch klar was rauskommt oder?
Gibts Meinungen und Erfahrungen zu dem Ganzen? Wäre für Antworten sehr dankbar.
Nun, schau mal nach Beratungsstellen vor Ort, die am besten noch einen Kinderpsychologen haben und lass dich beraten, coachen. Auch in der Argumentation. Ggf. kannst du auch nach einem Therapeuten für dich schauen der dich durch diesen ganzen Prozess begleiten kann damit du keinen Schaden nimmst.
Du tickst schon richtig, dein Anwalt scheint auch o.k. zu sein also, lass dich nicht kleinkriegen.
hörnchen