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 Umgangsregelung, das versteht kein Mensch mehr! von mima
Also hier bin ich wieder nach längerer Zeit und wollte nun berichten wie der neueste Stand ist, nachdem gestern der 3.Termin wegen Umgangsrecht stattgefunden hat. Bin Mutter von 2 Söhnen(15 und 10Jahre), die Komplette Geschichte hab ich hier schon erzählt, vor längerer Zeit. Die Kinder sind beim Vater lebend und ich lebe aber nur paar Strassen weiter, wir sind auch seit gestern geschieden.Also das Problem ist echt unglaublich...die Kinder wurden seit der Trennung zuerst massiv beeinflusst und nun seit ca. einem Jahr ist es so das sie keinen Kontakt mit mir wollen. Zuerst ja , dann wollte der Große nicht mehr und wochen später der Kleine auch nicht mehr.(Könnte lange erzählen, warum...)Dann kam das Jugendamt ins spiel und danach die Verfahrenspflegerin. Alle haben das Problem erkannt das dem Vater seine Aufgabe ist die Kinder zu erklären das das nichts mit ihnen zu tun hat. Aber er weigert sich egal was zu tun, in dem er ein Gespräch komplett mit mir verweigert. Auch der Richter hat gestern gesagt, das das einzige Problem im Raum "er" wäre.

Es ist jetzt so, das der Richter ein Gutachten einholen will. Aber ich kann nicht verstehen, er hat ganz komisch getan: "Wollt ihr jetzt wirklich das ganze Programm, das Gutachten kostet Geld und Zeit und die Belastung der Kinder...) Ich wollte aber unbedingt einen Begleitenden Umgang mit meinem Jüngeren. Da auch die Verfahrenspflegerin das in dem Fall für Gut geheißen hätte, da der Jüngere sehr bedrückt ist( er sich aber dem "Verein", Vater und Bruder untergeordnet hat).

Auch ein Ausschluss des Umgangs für eine Zeit wurde in Betracht gezogen.

Meine Frage, wie kann denn so was sein?? Nur weil ich den Mann verlassen habe mit dem ich nicht mehr leben konnte, ich aber die beste Mutter war und bin für meine Kinder, Arbeiten gehe, Wohnung habe also meine ganzen Lebensumstände ganz normal sind. Soll man mir den Umgang verweigern. Und der Vater aber offensichtlich, die Paarbeziehung und Eltern-Kind-Beziehung nicht trennen kann auch noch entgegen kommt.Das Sorgerecht wird bei beiden bleiben, denn auch das hatte er beantragt. Aber ich bekomme weder infos noch sonst was. Als ich im Sommer gefragt hab, aber alles über den Anwalt, kam nur die Kinder wollen das nicht. Da hat er aber vom Gericht damals auch einen drauf bekommen. Aber es bleibt eben immer nur bei Worten. Also wurde gestern wg Umgang nichts geregelt. Was kann ich da tun? ich glaube nämlich und die Verfahrenspflegerin ist der gleichen Meinung das mein Jüngerer schon wollen würde, aber er nicht kann und sich nicht traut.

Der Vater ist auch in keinster Weise bereit eine Mediation durchzuführen.

Er will nicht, weil er die Kinder als Waffe gegen mich benutzt, weil ich ihn verlassen habe.

Vielleicht habt ihr eine Idee, was ich wg Umgang noch machen könnte.

Der Richter schiebt und schiebt... er hat alles erkannt aber er will keine Entscheidung treffen.



Dank euch jetzt schon!


 Umgangsregelung, das versteht kein Mensch mehr! von hörnchen
Hallo mima,



ich denke der Richter schiebt weil er auf Einsicht hofft?



Zitat:
Alle haben das Problem erkannt das dem Vater seine Aufgabe ist die Kinder zu erklären das das nichts mit ihnen zu tun hat. Aber er weigert sich egal was zu tun, in dem er ein Gespräch komplett mit mir verweigert. Auch der Richter hat gestern gesagt, das das einzige Problem im Raum "er" wäre.




So alt wie die Kinder sind werden sie das auch erkennen, auch wenn sie versuchen es nicht zu sehen. Wenn so eine Bindung gegeben war wie du sie beschreibst, kommen die Gefühle immer wieder hoch.



Zitat:
Es ist jetzt so, das der Richter ein Gutachten einholen will. Aber ich kann nicht verstehen, er hat ganz komisch getan: "Wollt ihr jetzt wirklich das ganze Programm, das Gutachten kostet Geld und Zeit und die Belastung der Kinder...)




Klar ist das eine Belastung! Hat der Richter die Kinder nochmals alleine gehört? Faktisch kann es so laufen dass der Vater erklärt dass sie das Gutachten nur über sich ergehen lassen müssen weil du es unbedingt willst...... Und ganz ehrlich? Dein großen kann man nicht mehr zwingen und auch der kleinere ist an einer Altersgrenze wo sein Willen stark berücksichtigt werden muss.





Zitat:
Ich wollte aber unbedingt einen Begleitenden Umgang mit meinem Jüngeren. Da auch die Verfahrenspflegerin das in dem Fall für Gut geheißen hätte, da der Jüngere sehr bedrückt ist( er sich aber dem "Verein", Vater und Bruder untergeordnet hat).

Auch ein Ausschluss des Umgangs für eine Zeit wurde in Betracht gezogen.




Hmmmm. Ich würde ein Erziehungsfähigkeitsgutachten bezügl. des Vaters anfordern, wobei auch das nichts nutzt wenn der Wille der Kinder eindeutig ist. Was das Gericht aber gut machen könnte dem Vater auferlegen dass er eine Therapie macht und den Kindern, vor allem dem Jüngeren auch einen Therapeuten an die Seite stellt. Bei Müttern wird das durchaus gemacht.......

Ein Umgangsauschluß ist nur befristet möglih und nur wenn das Wohl des Kindes gefährdet ist - das ist das "Recht".

Für mich wäre der ansatz aber ein anderer. Ich würde den Kindern immer wieder signalisieren dass ich ihnen nicht böse sind und ich sie jederzeit mit offenen Armen begrüße. Und ich würde ihnen Zeit geben sich zu fangen. Zwingen geht meist nach hinten los.



Zitat:

Meine Frage, wie kann denn so was sein?? Nur weil ich den Mann verlassen habe mit dem ich nicht mehr leben konnte, ich aber die beste Mutter war und bin für meine Kinder, Arbeiten gehe, Wohnung habe also meine ganzen Lebensumstände ganz normal sind. Soll man mir den Umgang verweigern.




Überleg mal aus Sicht eines verletzten Kindes? Ausserdem ist es so dass die Kinder meist sehr sehr gerne in ihrer gewohnten Umgebung bleiben.



Zitat:
Vielleicht habt ihr eine Idee, was ich wg Umgang noch machen könnte.

Der Richter schiebt und schiebt... er hat alles erkannt aber er will keine Entscheidung treffen.




Was hat denn jetzt wer beantragt und was die Verfahrenspflegerin?

Weißt du, stell dir mal vor das Kind würde gezwungen dich zu sehen? Meinst du es würde sich dir öffnen? Ich glaube es wäre noch mehr sauer.



Dein fatalster Fehler war in meinen Augen ohne die Kinder zu gehen. Dennoch sind die beiden so groß dass sie sich durchaus eine eigene Meinung bilden können.



hörnchen


 Umgangsregelung, das versteht kein Mensch mehr! von mima
Das ich ohne Kinder gegangen bin, ist eine lange Geschichte und war auch gar nicht so geplant. Denn die Kinder waren eingeweiht. Und es sollte alles offen bleiben, eben weil sie schon vom alter her so gr0ß sind.

Nur mit gewohnter Umgebung hast du schon Recht und das war ja auch einer meiner Gedanken. Da ja noch ein gemeinsames Haus besteht in dem mein Ex jetzt mit den Kindern wohnt. Aber das jetzt dann auch gereglt werden muss. Hab da bis jetzt nichts gemacht, weil ich immer auf Einsicht gehofft hab. Aber im Gegenteil, es wird nur schlimmer. Bei ihm hat sich ja nichts verändert, hab ja auch alles da gelassen, alles. Nur den Kindern zuliebe. Glaubst du das man dem Vater eine Therapie anordnen kann? Weil sowas kenn ich nicht. Es heißt immer nur vom Richter aus, da kann ich nichts machen, wenn jemand nicht will!!

Ich möchte doch auch nichts mit gewalt und ich habe auch signaliesiert das ich wirklich auf jeden Vorschlag eingehen würde, aber die andere Seite blockt komplett. Und machen kann man da so wie es aussieht nichts!? Ganz genau weiß ich es erst am Freitag, denn da wird das Urteil verkündet. Alles was eben der Vater auf freiwilliger Basis machen kann, wird nie funktionieren!!

Ich finde es aber sehr traurig wie ein Mensch oder Elternteil so gefühlskalt sein kann und er aber ganz genau weiß was für eine Beziehung die Kinder zu mir hatten. Ja die Kinder wurden auch nochmal von Richter angehört und sie haben immer die gleiche Haltung. Sie wollen nicht, aber ohne Begründung! Dem großen wurde mehr oder weniger eingetrichtert, das ich den Vater und die Kinder verlassen habe und ich glaube das er eine rießen Wut auf mich hat, das ich den Vater verlassen habe. Und der Kleine hat keine Ahnung, also nicht wirklich eine Begründung.

Hab alles verucht um an die Kinder ranzukommen, erst per sms. Dann hat er aber vom Vater ein neues Handy bekommen. Dann tel. aber es wird nicht abgehoben. Nur bei bekannten nummern...

Jetzt schreib ich öfter mails, weiß aber nicht ob sie von Vater oder von meinem Sohn geöffnet werden. Mein kleiner hat auch am Dienstag Geburtstag, also hab ich das Geschenk gestern aufs Gericht mitgenommen.

Weiß echt nicht mehr weiter.

Ich möchte doch diese Belastung den Kindern auch nicht antun, aber ich will auch nicht das meine Kinder mir mal sagen, ich habe ja gar nicht um Sie gekämpft. Im Moment sehen sie das nicht was und warum ich das mache, sie empfinden es nur als lästig, aber vielleicht später.Die Verfahrenspflegerin meinte eine Belastung wäre es doch sowieso schon, aber villeicht würde so doch irgendwie wieder Kontakt entstehen oder neue Möglichkeiten.



Danke aber nochmal für die schnelle Antwort..


 Umgangsregelung, das versteht kein Mensch mehr! von hörnchen
Hallo mima,



mima hat geschrieben:
Glaubst du das man dem Vater eine Therapie anordnen kann?




Nun, bei Müttern wurde das schon gemacht.



Zitat:
Ich finde es aber sehr traurig wie ein Mensch oder Elternteil so gefühlskalt sein kann und er aber ganz genau weiß was für eine Beziehung die Kinder zu mir hatten.




Nun, zunächst gilt es den Freitag abzuwarten. Gefühlskalt ist dein ex sicher nicht. Es wirkt eher als würde er dich zutiefst hassen? Hast du für dich schon psychologische Hilfe gesucht um das ganze zu reflektieren? Dir Tipps zu holen?



Zitat:

Ich möchte doch diese Belastung den Kindern auch nicht antun, aber ich will auch nicht das meine Kinder mir mal sagen, ich habe ja gar nicht um Sie gekämpft.




Spontan würde ich sagen: Der Weg ist das Ziel und ob da der reine gerichtliche der richtige ist?



Zitat:

Im Moment sehen sie das nicht was und warum ich das mache, sie empfinden es nur als lästig, aber vielleicht später.Die Verfahrenspflegerin meinte eine Belastung wäre es doch sowieso schon, aber villeicht würde so doch irgendwie wieder Kontakt entstehen oder neue Möglichkeiten.




Ok, wie reagierst du wenn jemand nur lästig ist? Dich dauernd vorführen läßt? Genau! Was hat denn die Verfahrenspflegerin für eine Qualifikation?



Versuch mal das ganze aus anderen Gesichtspunkten zu betrachten, ja? Da könntest du den Schlüssel finden.



Saskia


 Umgangsregelung, das versteht kein Mensch mehr! von mima
Also die Verfahrenspflegerin ist Soz.päd und ich fand sie richtig gut und sie ist auch hier, als erfahrene bekannt und die Leute reden gut über sie.

Hassen tut er mich bestimmt, aber ich ihn auch, er hat mir sehr viel angetan!

Psychologische Hilfe? Ja bin auf der Warteliste, denn die Wartezeiten sind enorm.

Was ist eigentlich gemeint ist soll in eine andere Richtung mal denken??

Ich habe halt Angst, ganz den Kontakt zu den Kindern zu verlieren umso mehr Zeit vergeht. Und wenn ich noch was tun kann, denke ich, es gibt Hoffnung! Vielleicht denke ich da wirklich etwas falsch, aber ich im Moment mir eben nicht vorstellen kann, das von den Kindern aus alleine was passiert. Und der Vater eben auch nichts dafür tut, den Kindern zu helfen. Ihm es sogar recht ist, das sie nicht wollen.

Weil auch er angst hat, die Kinder könnten ja doch zu mir wollen.

Ich möchte auch ganz bestimmt nichts mit Gewalt, ich bin ein sehr kompromissbereiter Mensch, aber ich habe auch Angst das es den Kindern nicht gut geht, sie sich aber selbst nicht helfen können.

Denn ich kann mir nicht vorstellen das ich den Kindern nicht fehle und diese Abneigung kann ich auch nicht verstehen.

Es war ja so, das von heut auf morgen, der Große kein Wort mehr zu mir gesagt hat, nichts! Keine Antwort auf sms, nichts und Tage davor am Ende jeder sms"Ich liebe dich Mama"stand.

Ich wollte hier halt nur klarstellen, das ich meine Kinder nicht zwingen möchte, aber ich es dennoch nicht verstehe, das man nichtmal bereit ist mit 15Jahren ein Gespräch zu führen. Ich für meine Kinder aber alles tun würde...


 Umgangsregelung, das versteht kein Mensch mehr! von hörnchen
Hallo Mima,



für Erwachsene stehen genügend Psychiater und Therapeuten zur Verfügung. Hol dir einen Coach an die Seite, ja?



Zitat:
Ich wollte hier halt nur klarstellen, das ich meine Kinder nicht zwingen möchte, aber ich es dennoch nicht verstehe, das man nichtmal bereit ist mit 15Jahren ein Gespräch zu führen.




Ich will dir gar nichts unterstellen! Aber vielleicht einen anderen Denkansatz aufzeigen. Wie reagieren 15 jährige deren Familie geplatzt ist, die sich vielleicht verletzt, verlassen fühlen...... sie sind nicht Fisch, nicht Fleich und keinesfalls annähernd erwachsen.

Und wenn der Bursche annähernd so tickt wie ich in dem Alter wird er je mahr man ihn bedrängt umsomehr dich machen - ok, ich war schon immer eigensinnig ;)



Was meinst du denn was ihn am ehesten erreichen würde?



hörnchen


 Umgangsregelung, das versteht kein Mensch mehr! von mima
Coach? Was meinst du damit...



Erreichen? Ich weiß es mittlerweile nicht mehr und ich habe mein Kind so nie kennengerlernt. Mein großer war sehe sehr gebunden an mich.

Aber ich kann nicht sagen was jetzt in Ihm vorgeht!!


 Umgangsregelung, das versteht kein Mensch mehr! von hörnchen
Hallo mima,



mit einem Coach meine ich z.B. einen Therapeuten mit dem du das aufbröseln kannst, aus verschiedenen Sichtweisen und vielleicht gelingt es dann eher Zugang zu den Kindern zu finden?



Glaub mir, meine Mutter hätte auch nicht gewußt was mit 15 in mir vorging. Bei den meisten spielt da einiges verrückt, dann noch die ganze Situation, Gerichtsverhandlungen..... So übel es für dich ist! Mindestens genauso übel ist es für die beiden Jungs!!



hörnchen


 Umgangsregelung, das versteht kein Mensch mehr! von mima
Ja das mit dem Therapeuten ist am laufen.

Erstmal Danke ich dir dafür, das du so ehrlich mit mir bist. Und ich kann dir sagen es tut gut und baut etwas auf.

Ich weiß die Frage ist schwer zu beantworten, aber was würdest denn du an meiner Stelle tun?

Alles so hinnehmen, wie lange?

Ich habe auch schon von so vielen gehört das sich da schlagartig auch Veränderungen ergeben können. Aber trotz gutem Zureden sich selber, vergeht immer mehr Zeit und das tut eben weh. Und wenn ich nicht weitermache, habe ich das Gefühl ich hätte aufgegeben.


 Umgangsregelung, das versteht kein Mensch mehr! von hörnchen
Liebe Mima,



ich kann mir, glaub ich gut vorstellen wie es dir geht.



mima hat geschrieben:
J

Ich weiß die Frage ist schwer zu beantworten, aber was würdest denn du an meiner Stelle tun?





Genau diese frage kannst nur du selbst dir beantworten! Egal wie du weiter vorgehst, DU mußt damit leben. Gerade drum fände ich es so wichtig dass du zu einer Fachkraft gehtst.

Wenn der Therapeut gut ist kann er deine Mimik, deine Körpersprache, Stimmlage und alles zusammen einschätzen. Er wird dich darin bestärken womit du leben kannst und er wird dir Möglichkeiten aufzeigen.



Du kennst deine Kinder, was meinst du was sinnvoll wäre? Vergiss mal den Vater, das gericht, hör mal in dein Bauchgefühl.



hörnchen


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