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 wie kann ich meinem Sohn helfen? von Lindsay
Hallo Zusammen,

ich habe mich vor ein paar Tagen hier angemeldet, weil ich nun endlich meine Scheidung angehen möchte und mich informieren möchte :/ ... aber heute abend muss ich mich mit einem ganz anderen Problem an Euch wenden, denn ich habe meinen 6-jährigen Sohn weinend zu Bett gebracht... ich konnte ihn zwar wieder beruhigen, aber es zerreißt mir das Herz und ich brauche Tips.... ;(

Zur Vorgeschichte....

Mein Ex und ich haben uns vor einem Jahr im guten getrennt... das Wohl unseres gemeinsamen Sohnes stand für uns beide an oberster Stelle... und steht es wohl auch noch, ich weiß es gerade nicht...

Anfang Januar ist mein Ex aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen und ich bin mit unserem Sohn hier geblieben. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen neuen Lebensgefährten, der jedoch 200 km weit weg wohnt und aus beruflichen und Gründen, die meinen Sohn betreffen (nicht weg vom Papa ziehen wollen, Einschulung etc.) steht momentan ein Zusammenlegen der Haushalte nicht zur Debatte...

Wir haben unsere Beziehung vor meinem Sohn anfangs geheim gehalten. Er war halt zunächst mal nur ein guter Freund, der uns mal besucht hat oder umgekehrt... ganz langsam haben wir meinen Sohn darauf vorbereitet, dass mein Lebensgefährte den Platz als Mann an meiner Seite annimmt und ich denke, wir sind gut damit gefahren. Mein Sohn und mein Lebensgefährte sind an den WE`s und im Urlaub ein Herz und eine Seele und mein Lebensgefährte ruft ihn auch in der Woche an und fragt, wie es in der Schule oder beim Sport war.

Nun zu meinem Ex... einer der Gründe für unsere Trennung war, dass er nur sich und seine Interessen in den Vordergrund stellt; seins ist ihm wichtig, alles andere muss sich hinten an stellen. Dass und so vieles vieles andere konnte und wollte ich nciht mehr aber die trennung war einvernehmlich, weil er nämlich aus unterschiedlichsten gründen (der ihm wichtigste, ich nörgele zu viel... auch keine liebe mehr für mich empfand...)

Ich weiß, dass mein Ex seinen Sohn über alles liebt, aber ich habe schon in unserer Ehe immer gemeint, dass er ihm "lästig" ist, sobald etwas anderes ansteht, z.B. gerade ein wichtiges Fussballspiel läuft oder der Nachbar ein Bier trinken wollte.... :<

Umgekehrt fährt er aber jedes Jahr mit unserem Sohn für ein paar Tage Zelten mit anderen Vätern in Kindern.. :ja:

Nun hat mein Ex seit 4 oder 5 Wochen auch eine neue Freundin (inkl. fast ein jähriger Tochter), die 100 km entfernt von hier wohnt und er verbringt jedes WE dort auch die WE`s an denen unser Sohn bei ihm ist....

Ich habe damit kein Problem - nicht falsch verstehen... aber seit dem unser Sohn das erste Mal mit dort war weint er wieder fast jeden Tag um seinen Papa...

Der Papa kam vorher auch schon mal unter der Woche zum Abendbrot zu uns. Darum bittet unser Sohn ihn nun immer wieder, aber immer hat er was vor.. Sohn ist darüber mehr als enttäuscht...

Genauso wünscht mein Sohn sich, dass der Papa ihn mal in der Schule abholt (OGS endet um 15 Uhr) aber auch das schafft Papa nicht... er holt ihn dann um 17 Uhr hier ab, um ihn einmal in der Woche um 19 Uhr bei sich ins Bett zu legen... Sohn hat ihm schon gesagt, dass er 2 Stunden viel zu kurz findet...

Ich habe in den vergangenen Wochen auch versucht mit Ex zu reden und ihm klar zu machen, dass es doch einzig um das Wohl von unserem Sohn geht, der sich wünscht mehr Zeit mit dem Vater zu verbringen... Aber es kommen nur fadenscheinliche Ausreden wie viel zu tun (wir arbeiten in dem selben Unternehmen... ich weiß wieviel zu tun ist und kenne seine Chefin, die kein Unmensch ist... UND wir haben Gleitzeit... aber die braucht er ja jetzt Freitags um ins Wochenenden zu seiner Neuen zu fahren...) :nixweiss:

Gestern kam mein Sohn wieder vom papa We zurück und weinte, dass er so wenig zeit mit papa hatte...ich habe Ex noch darauf hingewiesen, dass sohn traurig ist... heute kein anruf, keine nachfrage wie`s sohn geht null niente nada... heute abend fing sohn im bett wieder an zu weinen, warum der papa nciht so viel zeit hat... mir gehen die begründungen aus...

ich bin sauer... ich weiß, dass ich vorbelastet bin, weil das ja auch ein ewiges streitthema in der ehe war, ich weiß nur einfach nicht weiter und es tut mir so verdammt weh, meinen sohn derart leiden zu sehen und dem ex nciht begreiflich machen zu können, worum es mir geht... nämlich nach wie vor um das wohl unseres sohnes und der leidet, weil der papa sich keine zeit nimmt ...

sorry, für diesen Roman, aber ich bin erleichtert, es mir von der seele geschrieben zu haben.. vielleicht hat ja einer von euch einen rat für mich... es wäre schön...wenn ihr fragen habt, immer her damit....

und demnächst melde ich mich dann wieder wegen der anderen fragen, die mir durch den kopf schwirren...


 wie kann ich meinem Sohn helfen? von hörnchen
Hallo,

wie gehts dir wenn du mit ein bisschen Zeitabstand dein geschriebenes nochmal liest?

Also ich würde dir zu Gesprächen in einer Familienberatungsstelle raten, vielleicht gibts da auch eine Gruppe für Trennungskinder und ggf. gemeinsame Gespräche.

Weißt du, wenn das eigene Kind weint und traurig ist tut das weh. Das ist fies, ich weiß!

Was sagte mal eine Psychologin zu einer Freundin: Die Kinder müssen lernen mit ihren Eltern zu leben.

Du wirst den Vater nicht ändern können. Was du machen kannst ist bei deinem Kind sein, es trösten, ihm sagen dass du es verstehst.

Ja, es ist traurig.

Liebe Grüße

hörnchen


 wie kann ich meinem Sohn helfen? von Lindsay
Hallo,

danke für deine antwort... ja, heute, einen abend nachdem ich mir ein bisschen was von der seele geschrieben habe, ist es leichter....

ich habe mit meinem ex heute noch einmal ausführlich gesprochen und er gelobt besserung... *schaunmermal* aber ich glaube immer erstmal an das positive im menschen...

das mit der familienberatugnsstelle ist eine gute idee und ich denke, es würde meinem sohn helfen, wenn er merkt, dass er nciht alleine ist... es einigen kindern so geht...

ich war gestern einfach nur am boden, weil ich ihm seine trauer nicht nehmen konnte...

aber der satz der psychologin... da ist was wahres dran...

und ja, ich muss auch lernen, damit zu leben, dass ich den vater nicht ändern kann und mein sohn muss es genauso lernen und lernen, damit zu leben... aber er hat ja noch mich... *frechgrins*

ich bin mir sicher, wir schaffen es auch...

liebe Grüße
Lindsay


 wie kann ich meinem Sohn helfen? von hörnchen
Ja Lindsay,

ihr schafft das. Der Junge hat dich als stabile Bezugsperson und er wird sich im Laufe der Jahre seine eigene Meinung bilden.

Bleib dem Kind gegenüber ehrlich, nimm es an, was du ja auch tust und es wird werden.

Schon eine verrückte Welt wenn du dir so durchliest wie unterschiedlich so einige Elternteile sind. Ich glaube auch dass die Psychologin Recht hat.

Liebe Grüße

hörnchen


 wie kann ich meinem Sohn helfen? von Lindsay
Halloo Hörnchen,

vielen, lieben Dank... wie hat meine Psychotherapeutin gesagt???

Früher war ich Kindertherapeutin und habe dann umgeschult, weil ich mir gedacht habe, wenn ich die Eltern therapiere brauche ich die Kinder nicht mehr zu therapieren...(das mal auch an viele zum Nachdenken...mich hat es sehr zum nachdenken gebracht...)

Ich bin nach vorgestern (so ein einmaliger Hangdoown in 6 monaten sei erlaubt... ) heute wieder voller zuversicht..

LG
Lindsay


 wie kann ich meinem Sohn helfen? von Guzzirita
Hallo Lindsay,

der arme Kleine..........Mein Enkelkind ist auch 6 Jahre es weint auch und denkt der Papa hat es nicht mehr lieb. Der Vater hat auch immer eine andere Ausreden. Er hatte sich z. B.nicht freigenommen um bei der Einschulung dabei zusein. Es ist sehr schwierig das Kind weint, man will ja nicht gegen den Vater hetzen obwohl man wütend ist, schluckt die eigene Wut runter und versucht das Kind zu trösten. Unsre Tochter hat den Kinderschutzbund kontaktiert und die konnten ihr einige Ratschläge geben.Schreiben Sie dem Vater doch mal einen Brief,möglichst ohne Vorwürfe,aber mit der Tatsache wie traugig und enttäuscht der Kleine ist.
Vielleicht hat ihr Sohn ähnliche Probleme,wie wenn ein Geschwisterchen zur Welt gekommen ist und meint der Papa hat das Kleine lieber wie ihn.
Viel Erfolg und alles Gute


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