Ozean hat geschrieben:
Mein Sohn (12 Jahre) wohnt ca. 180km von mir entfehrnt.
Und Ich hole ihn alle 2 Wochen ab und bringe ihn (...) auch wieder nach Hause.
Das ist brav von Dir.
Daß Du ihn zurückbringst.
Ozean hat geschrieben:
(leider

- hätte ihn lieber für immer!)
Wir "haben" unsere Kinder nicht, sie sind doch kein Besitz.
Aber wenn Du so willst: Du "hast" ihn doch bis an Dein Lebensende.
Wo ist Dein Problem?
Er ist und bleibt Dein Sohn. Du hast Kontakt zu ihm.
Als berufstätiger Vater bei 40 Wochenstunden und zehn Stunden Fahrt zur Arbeit
pro Arbeitswoche sieht man seine Kinder auch nicht viel öfter...
Ozean hat geschrieben:
Kann ich in irgendeiner Form anteilig Benzingeld geltend machen- oder bleibt alles an mir hängen?
Die Kosten des Umgangs trägt der Umgangsberechtigte.
So wollte es der Gesetzgeber.
Ausnahmen bei großen Entfernungen, z.B. ins Ausland.
Oder: eine Mutter, die in Dachau wohnt, kann verpflichtet werden, ihre Kinder
zum Flughafen München zu bringen (auf ihre Kosten), damit sie dann von dort
aus zum Vater nach Berlin fliegen (auf dessen Kosten). Ähnliche Fälle findest
Du in der Rechtsprechung zuhauf. Aber nicht bei 180 km Distanz.
Ozean hat geschrieben:
Er hat zudem in meiner Wohnung ein eigenes Zimmer und ist auch in den Ferien
regelmäßig bei mir. Natürlich bekommt er hier auch etwas zu Essen
Das ändert nichts an dem (dem Kind!!!) geschuldeten Unterhalt.
Der ist unabhängig von Ferienzeiten, diese können NICHT angerechnet werden.
Ozean hat geschrieben:
Will sagen, es entstehen zusätzliche Kosten, die Man/n aber nicht erwähnen darf
(Moralisch), da es sich ja um da eigene Kind handelt.
Auch juristisch spielen sie keine Rolle.
Sie zu erwähnen halte ich persönlich in der Tat für unmoralisch. Und für kleinkariert.
Ozean hat geschrieben:
So entstehen neben der Agbagen durch den gesetzl. Unterhalt noch weitere Ausgaben
(ca. 150,- Euro mtl.)
Kinder sind teuer.
Das sollte man sich überlegen, bevor man welche in die Welt setzt.
Das ist auch unabhängig von Trennung oder Scheidung...
Ozean hat geschrieben:
Mit der Kindesmutter kann ich solches Sachen nicht besprechen, die blockt ab
und lässt mir die Wahl- will ich meinen Sohn sehen, so muss ich immer fahren
Was gibt es da zu "besprechen"?
Offenbar eine kluge Frau, die Mutter Deines Sohnes.
Und sie hat recht. Du mußt fahren, und Du mußt das organisieren bzw. finanzieren.
Tu es doch Deinem Sohn zuliebe!
Wenn es Dir zuviel ist, kannst Du doch alle vier Wochen fahren und nicht 14-tägig.
By the way:
ich habe das ca. 7 Jahre gemacht, jedes zweite WE meine Kinder abgeholt oder besucht.
Distanz: 250 km eine Strecke. Das waren also 2.000 km im Monat.
Ich habe nicht gejammert. Es war eben so, wie es war.
Daneben habe ich ganz normal gearbeitet.
Irgendwann habe ich mir dann einen Campingbus zugelegt, um den Abenteuerfaktor
zu erhöhen und die Kosten zu senken.
Meine Kinder wollten
danach dann übrigens bei mir leben und haben das dann
auch durchgesetzt. Da war der eine 11, der andere 9 Jahre alt.
Inzwischen studiert der eine und ist außer Haus, der "Kleine" lebt hier noch.
Da ich wieder verheiratet bin und meine Frau auch Kinder hat, haben wir also insgesamt fünf.
Noch Fragen?

Gruß von Fred
