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 Kein Geld für den Anwalt von Mia
Hallo,



ich brauche auch mal einen Rat. Ich bin seit 5 Jahren geschieden und habe den Unterhalt mit meinem Ex in einem Vertrag geregelt, den wir zusammen in einer Eisdiele beim Cappuccino geschlossen haben, nachdem wir gemerkt hatten, dass unsere Anwälte kein Interesse an einer Einigung hatten. Wir hatten am Ende mehr Vertrauen zueinander, als zu den Anwälten, haha. Dieser Vertrag läuft bald aus, und zwar wenn unsere Tochter 11 wird. Dann bin ich ja auch verpflichtet halbtags zu arbeiten, das ist auch schon geregelt. Nun weiß ich aber, dass mein Ex auf jeden Fall versuchen wird, mich bei einem neuen Vertrag zu "bescheissen", was ich sogar verstehen kann nach so langer Zeit. Ich benötige also einen kompetenten Rat, was mir dann noch zusteht und habe für einen Anwalt kein Geld. Gibt es seriöse Beratungsstellen, die so etwas günstig machen? Angeblich gibt es doch auch anwaltliche Beratungen im Internet, ist sowas seriös? Hat jemand Erfahrung mit so etwas?



Vielen lieben Dank für Mühe!



Mia


 Kein Geld für den Anwalt von Moehrenmolch
Mia hat geschrieben:
...seit 5 Jahren geschieden ... Unterhalt ... in einem Vertrag geregelt ... Vertrag läuft aus ... Tochter 11 wird.

Dann bin ich ja auch verpflichtet halbtags zu arbeiten, das ist auch schon geregelt. ... Rat, was mir dann noch zusteht...




Meinst Du Dir oder Deiner Tochter?

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"Juristen sind Leute, die die Gerechtigkeit mit dem Recht betrügen." (Harold Pinter)


 Kein Geld für den Anwalt von Mia
Ich meine den Unterhalt für mich. Der Kindesunterhalt richtet sich ja nach der Düsseldorfer Tabelle.


 Kein Geld für den Anwalt von Tech
Hallo



Du könntest doch Beratungshilfe beantragen.



http://www.bmj.de/enid/1e47b939fc67f635 ... fe_64.html



MfG Tech


 Kein Geld für den Anwalt von Moehrenmolch
Mia hat geschrieben:
Ich meine den Unterhalt für mich.

Der Kindesunterhalt richtet sich ja nach der Düsseldorfer Tabelle.


Eben.



Aber warum willst Du fünf Jahre nach einer Scheidung, mit einer 11jährigen Tochter und

einer Halbtagsstelle, überhaupt Unterhalt?



Aus welchem moralischen Anspruch heraus?

Mit welcher juristischen Begründung?



Du wirst kaum einen Richter finden, der da mitspielt.



:|

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"Juristen sind Leute, die die Gerechtigkeit mit dem Recht betrügen." (Harold Pinter)


 Kein Geld für den Anwalt von Mia
Wie soll ich denn von 660 Euro netto leben? Soll ich in Lumpen gehen, damit der Herr sich noch mehr Gucci kaufen kann? Da stimmt das Verhältnis doch nicht mehr. Ich habe meinem Ex 7 Jahre lang das Studium finanziert und meine eigene Weiterbildung brach liegen lassen. Und er hat mein Geld damals ganz ohne schlechtes Gewissen ausgegeben. Und es ist auch nicht so, dass er großartig gearbeitet hätte in den Semesterferien. Ich habe einen Nebenjob gehabt, damit wir uns überhaupt was leisten konnten. Jetzt verdient er wirklich viel Geld und ich habe nichts vorzuweisen um besser bezahlt zu werden. Ich habe nicht vor ihn auszunehmen, aber ich habe auch nicht vor meine gesetzlichen Ansprüche nicht wahrzunehmen. Moralische Bedenken? Kein Stück!


 Kein Geld für den Anwalt von Moehrenmolch
Mia hat geschrieben:
Wie soll ich denn von 660 Euro netto leben? Soll ich in Lumpen gehen, damit der Herr sich noch mehr Gucci kaufen kann? Da stimmt das Verhältnis doch nicht mehr. Ich habe meinem Ex 7 Jahre lang das Studium finanziert und meine eigene Weiterbildung brach liegen lassen. Und er hat mein Geld damals ganz ohne schlechtes Gewissen ausgegeben. Und es ist auch nicht so, dass er großartig gearbeitet hätte in den Semesterferien. Ich habe einen Nebenjob gehabt, damit wir uns überhaupt was leisten konnten. Jetzt verdient er wirklich viel Geld und ich habe nichts vorzuweisen um besser bezahlt zu werden. Ich habe nicht vor ihn auszunehmen, aber ich habe auch nicht vor meine gesetzlichen Ansprüche nicht wahrzunehmen. Moralische Bedenken? Kein Stück!


Nun, das sind doch neue Informationen.

Davon hattest Du auch vorher ja nicht gesprochen.



Meine Frage war auch nicht als Angriff gemeint.

Sondern als Frage.



Alo geht es Dir um die gesetzlichen Ansprüche, wie Du sagst.

Ich vermute, Du hast nach diesem Zeitraum keine mehr.

Nach der Scheidung ist jeder für sich selbst verantwortlich.



Zumal Ihr ja einen Vertrag hattet bzw. habt.

Nach dem Auslaufen dieses Vertrages muß er ja gar keinen neuen mit Dir schließen.

Du müßtest also klagen, hier sind die möglichen Grundlagen für eine solche Klage aufgelistet



http://www.familienrecht-ratgeber.de/fa ... nt_04.html



Allerdings verstehe ich nicht, was Du hiermit meintest:

"Nun weiß ich aber, dass mein Ex auf jeden Fall versuchen wird, mich

bei einem neuen Vertrag zu "bescheissen", was ich sogar verstehen

kann nach so langer Zeit."




a) Woher "weißt" Du das? Ihr hattet es doch vorher einvernehmlich und vertrauensvoll klären können, wieso jetzt nicht mehr?



b) wie soll er das bewerkstelligen, was Du ihm unterstellst?



c) was genau könntest Du verstehen und warum?

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"Juristen sind Leute, die die Gerechtigkeit mit dem Recht betrügen." (Harold Pinter)


 Kein Geld für den Anwalt von Mia
Ich wollte nicht meckern, sorry, wenn sich das so angehört hat.



Ich war immer der Meinung, dass der Mann solange zahlen muss, bis die Kinder groß genug sind, dass Muttern wieder voll arbeiten gehen kann. Ist doch so, oder? Auch, wenn das länger als 5 Jahre dauert, oder? Kann ja sein, dass das bei uns auch in 2 Jahren schon so ist, aber im Moment ist meine Tochter noch viel zu sehr von mir abhängig, als dass ich sie jeden Tag alleine lassen könnte. Und wir waren uns auch immer einig, dass Kinder von den Eltern betreut werden und nicht von Fremden. Da dürfte es keine Probleme geben. Mit "bescheissen" meinte ich, dass er ganz sicher versuchen wird mir weniger zu zahlen, als er eigentlich müsste. Das könnte ich verstehen, weil ich nach so langer Zeit auch keine Lust hätte noch für meine Ex zu zahlen. Er hat bei unserem jetzigen Vertrag gut abgeschnitten, aber da er sehr gut verdient, bekam ich bisher eben auch genug. In unserem Vertrag ist aber z. B. ein Punkt, der besagt, dass ein Teil des Unterhalts als Einmalzahlung einmal im Jahr gezahlt wird. Und dass jedes Jahr darüber zu verhandeln ist, ob dieser Betrag aufgrund seines gesteigerten Einkommens noch erhöht werden kann. (War das bis hierhin verständlich?) Er verweigert mir aber natürlich Nachweise zu seinem Einkommen und sagt einfach nur, der Betrag kann nicht erhöht werden. Das ist ja nun mal nicht in Ordnung, aber dafür renne ich ja nicht gleich zum Anwalt. Hab ich halt Pech gehabt.


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