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 planlos! von AgathaChristie
Hallo Ihr Lieben,



ich hoffe mir kann jemand in irgendeiner Form Rat geben oder Denkanstöße vermitteln.



Situation:

mein Mann und ich haben und Mitte letztes Jahr getrennt - da dies aber absolut im Guten geschah (nach dem Motto: Einsicht ist der erste Weg zur Besserung...) haben wir nicht sofort die Scheidung eingereicht - hatten es halt nicht eilig damit. Es war jedoch klar, dass die Ehe gelaufen ist.



Bei meinem Auszug habe ich nicht viel mitgenommen. Ich muss dazusagen, dass wir kurz vor der Trennung nochmal umgezogen sind und beide eine Menge in die neue Wohnung gesteckt hatten (ich hab ne neue Küche gekauft). Zudem waren all unsere Möbel mehr oder weniger sein Eigentum, bzw. meine wurden nach unserem Zusammenziehen nach und nach entsorgt.

Ich stand also erst mal da und hatte nicht mal mehr ein Bett. Ich habe dann mit ihm vereinbart, dass er mir zumindest 1200 € gibt. Mit diesem Geld habe ich mich dann von Kopf bis Fuß neu eingerichtet.

Natürlich musste ich noch zusätzlich einen Kredit aufnehmen (es waren zwar "nur" 1300€, aber immerhin).



Dass mir Trennungsunterhalt zusteht war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Zumal ich der Meinung war, dass ich bei meinem Gehalt (1200€) und ohne Kinder keinen Anspruch auf Unterhalt habe.

Auch wollte ich, dass die Sache zwischen uns anders läuft als vielleicht bei vielen Trennungen üblich! Ich bin ein unglaublich harmoniesüchtiger Mensch und mir war das gute Verhältnis zu ihm wichtiger als Geld von ihm zu bekommen!

Meine Situation begann sich dann Ende letzten Jahres zuzuspitzen, als mein Arbeitgeber aufgrund personeller Veränderungen beschlossen hat, mein Gehalt (und das anderer) zu kürzen. Aber auch da hab ich noch keinen Ton verloren.

Dann kam natürlich was kommen musste. Mir sind nacheinander mehrere Haushaltsgeräte hopps gegangen und mein Auto wollte nicht mehr. Da ich keinen anderen Ausweg sah musste ich meinen bereits bestehenden Kredit aufstocken.

Vor einigen Wochen dann kam mein Mann mit einem Scheidungsantrag. Ich wußte zwar, dass er von Bekannten einige Anwälte empfohlen bekommen hatte, jedoch nicht, dass er bereits einen ausgewählt hatte und ohne mich die Scheidung ins Rollen gebracht hat. Als er bei mir war zog er dann auch noch eine Vereinbarung bzgl. Unterhaltsverzicht raus. Seine Anwältin hatte ihm dann wohl gesagt, auf wieviel Geld ich schon verzeichtet hätte, bzw. wieviel er mir, sollte ich drauf bestehen, zahlen müsste. Diese Zahl beläuft sich auf ca. 400-500 € (3/7 der Nettodifferenz). Ich habe ihm diesen Verzicht nicht unterschrieben. Zu dem Zeitpunkt fühlte ich mich dann tatsächlich übervorteilt! Er verdient mehr als das doppelte wie ich. Ich habe ihm immer wieder gesagt, dass es mir wichtiger ist, dass er da ist, wenn ich ihn brauche, er mir vielleicht mal unter die Arme greift, wenns eng wird, als dass ich das typische Ex-Eheweib abgebe und ihn ausnehme. Leider nur war er bislang auf diesem Ohr mehr als taub. Nach dem Motto "wenn sie nix fodert muss ich mich auch um nix kümmern" Das hat mich menschlich sehr enttäuscht. Beinahe hätte mich das dann doch zum rachsüchtigen Ex-Eheweib gemacht. Aber bislang hab ich mich noch im Zaum gehalten.



So, um meinen Roman nun zu Ende zu bringen. Ich steck ein wenig in der Patsche, mir stünde Unterhalt zu (hätte ich ihn von vornherein bekommen, würde ich nicht in der Patsche sitzen) und hab jede Menge Skrupel mein "Recht" einzufordern.

Kann mir jemand was raten? Moralischer Rat ist in so einer Sache schwierig, ich weiß, aber ich hab keine Ahnung was ich machen soll!



Liebe Grüße, A.Christie


 planlos! von Martina
Hallo A,Christie,



Welche Skrupel hast du eigentlich, dein Noch Mann hat doch ganz offensichtlich versucht dich über den Tisch zu ziehen.

Fordere deinen Unterhalt ein, damit du deine Schulden bezahlten kannst. Wenn du dann immer noch Gewissensbisse haben soltest, kannst du ja immer noch eine andere Verbarung mit ihm treffen.

Ewig steht dir der Unterhalt ja so wie so nicht zu.

Es handelt sich hierbei um Trennungsunterhalt. Nach der Scheidung wirst du keinen Nachehelichen Unterhalt mehr bekommen, also worauf wartest du noch, ihm ist es doch anscheinend auch egal, wovon du deine Schulden zurück zahlst.



Sorry, aber das ist die Ansicht eines EX-Eheweibs

_________________
liebe Grüße

Martina



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