Und ob es was mit mir zu tun hat. Es ist meine Familie und ich kümmere mich um alle Kinder von morgens bis abends. Ich wecke sie, frühstücke mit ihnen, mache ihre Schulbrote, sehe zu, dass sie pünktlich ihren Schulbus bekommen, mache die Hausarbeit, sprich ich mache die Unordnung der Kinder weg, wasche, bügel, koche, bin daheim, wenn die Kinder von der Schule kommen, das Mittagessen auf dem Tisch, helfe bei den Hausaufgaben, lerne mit den Kindern, kümmere mich darum, dass sie ihre Hobbies ausleben können, gehe einkaufen, erledige alles inkl. Arztbesuche, mache Abendbrot mit den Kindern, achte auf Hygiene, bringe sie zu Bett. Und das ist nur ein Bruchteil von dem, was alles anfällt. Jeder mit mehreren Kindern im Haus, wird wissen wie viel Organisation und Arbeit das ausmacht. Und das alles soll nicht mit mir zu tun haben?
Die Mutter? Hat für alles keine Zeit, weil sie halbtags arbeitet.

Und dann will sie ihre Ruhe haben. Das kann doch Marlies machen, heißt es dann nur. Soll ich es sein lassen und die Kinder darunter leiden lassen? Es geht mich ja schließlich nichts an. Ich glaube, so geht die Rechnung nicht auf.
Seine Tochter, um die es geht ist 10J. Wir würden uns wünschen, dass sie ganz offiziell bei uns wohnt.
Geld? Na klar, geht es auch um die Finanzen. Mit einem sechs-Personen-Haushalt muss man natürlich auf jeden Cent schauen. Wir haben kein Geld zu verschenken. Das Mädel wohnt hier - sie lebt hier. Alle Ausgaben, wie Klamotten, Schulsachen, Hobbies, Klassenfahrten etc. werden von uns beglichen. Komplett alles. Wir zahlen auch Miete für ihr Zimmer, dass jeden Tag von ihr bewohnt ist.
Aber ich glaube, dass ich hier als sogenannte "Zweitfrau" eh nicht so ernst genommen werde, schließlich geht mich das alles ja nichts an. Es ist ja nur meine Familie, die ich über alles liebe, die mich nichts angeht. Aber mich darum kümmern, das ist ok. Ich könnte kotzen, wenn ich das immer wieder höre oder lese.
Danke. Wir werden dann mal zum Jugendamt und Anwalt stiefeln. Auf die Geht-mich-nichts-an-Sprüche kann ich gut und gerne verzichten. Ich - im Gegensatz zur leiblichen Mutter - fühle mich nämlich für die Kinder verantwortlich.