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 Ist es erlaubt....? von Buschk
Hallo Forum,



folgende Frage:

Ein Ehepaar lebt in einer Zugewinngemeinschaft.

In dieser Ehezeit finanziert der Ehemann der Ehefrau einen Großteil ihrer Selbständigkeit (Aufbau der Selbständigkeit, teuere Ausstattungsgegenstände, Verdienstausfälle der Ehefrau usw.).

So wie es aussieht wird es in den nächsten Monaten zur Scheidung kommen.

Der Ehemann hat noch Ersparnisse von ca. 20.000,-- Euro. Nach dem Zugewinnausgleich würden beide Partner jeweils 10.000,-- Euro davon bekommen.

Der Ehemann möchte dies aber verhindern, weil er der Meinung ist, dass er schon genug für den Aufbau der Selbständigkeit seiner noch Ehefrau bezahlt hat.

Ist es erlaubt, dass der Ehemann vor der Scheidungseinreichung nun die 20000 Euro abhebt und irgendwo bar deponiert bis die Scheidung durch ist?



Buschk


 Ist es erlaubt....? von Dirk
Hallo,



das kann man wohl nicht so pauschal beantworten.

Wenn der Ehemann nachweisen kann, daß er die Selbständigkeit in diesem hohen Maße gefördert hat, kann er auch Beträge davon bei der Trennung berücksichtigen und gegenrechnen.

Außerdem kommt es drauf an, auf welchem Konto das Geld liegt. Seinem? Ihrem? Einem Gemeinsamen?

_________________
Grüße

Dirk


 Ist es erlaubt....? von copper1976
Was wäre denn wenn das Konnto nur auf seinem Namen läuft


 Ist es erlaubt....? von Dirk
dann wäre es etwas einfacher......

_________________
Grüße

Dirk


 Ist es erlaubt....? von karamia
Hallo Buschk,

das Wort "Zugewinngemeinschaft" sagt doch alles aus. Die Zugewinngemeinschaft in der Ehe bedeutet, daß das, was die Eheleute gemeinsam erwirtschaftet haben, ihnen zu gleichen Teilen gehört, unabhängig davon, wer es erwirtschaftet hat. Davon ausgenommen sind Posten, die einer der Partner in die Ehe mitgebracht hat sowie Gewinne, die einem der beiden Eheleute während der Ehezeit persönlich zugekommen sind (Erbe, Schenkung).



In der Ehe besteht eine "gegenseitige Verantwortung" in wirtschaftlichen und persönlichen Belangen. Deine Unterstützung der Selbständigkeit deiner Frau gehört also - im Rahmen deiner finanziellen Möglichkeiten - zu deinen Ehelichen Pflichten. Natürlich kann aber der "Marktwert" ihres Geschäftes zum ehelichen Vermögen gerechnet werden. Wenn sie alleinige Geschäftsinhaberin bleibt, dann sollte der "geldwerte Vorteil" des inzwischen positiv wirtschaftenden Betriebes beim Aufteilen des Zugewinns einberechnet werden, ähnlich wie ein gemeinsam gekauftes Haus, dessen aktueller Wert nach Abzug der Schulden in den Zugewinn dessen eingerechnet wird, der das Haus behält.

Das würde ich an deiner Stelle mit einem Anwalt abklären!



Wenn du einfach das Geld von deinem Konto abziehst, entnimmst du Geld, das definitiv noch euch beiden gehört.

Selbstverständlich kannst du (nachweisbare) Beträge, die du bereits vor der Ehe besessen hast, oder die du im Laufe der Ehe als persönliche Zuwendung erhalten hast, aus dem ehelichen Vermögen herausrechnen.



Gruß

K.


 Ist es erlaubt....? von Aygo
Hallo,



ich finde es legitim , wenn man Ausbildungskosten, Urlaubskosten, Umzugskosten oder sonstige Zuwendungen, die nur einer bekommen hat, auch dem anderen gibt. bzw. der benachteiligte das Geld abhebt. Ansonsten weiß ich nicht in welcher Höhe Abhebungen verhältnismäßig sind, während der Ehe und in der Trennungszeit. Vielleicht kann jd. etwas dazu sagen. Wenn man zu lane wartet und dem Partner noch Zugeständnisse macht. Muß man dann das , was übrigbleibt teilen, obwohl man dem anderen Geld zu 100 % zur Verfügung gestellt hat.



Kann man sich z.B. Mal 5000 oder 10000 Euro abheben, wenn das Gesamtvermögen das 10 bis 20 - fache beträgt?



Gruß Aygo


 Ist es erlaubt....? von Martina
vom rechtlichen her, mag das schon in Ordnung sein, aber ist es moralisch richtig, dem anderen Geld vorzuenthalten, das in der Ehe gemeinsam erwirtschaftet wurde :?:

Finde ich einfach nicht in Ordnung :flop: :bindagegen:

_________________
liebe Grüße

Martina



 Ist es erlaubt....? von Siegerwilli
martina kaczynski hat geschrieben:
vom rechtlichen her, mag das schon in Ordnung sein, aber ist es moralisch richtig, dem anderen Geld vorzuenthalten, das in der Ehe gemeinsam erwirtschaftet wurde :?:

Finde ich einfach nicht in Ordnung :flop: :bindagegen:




Sorry Martina,



das sehe ich anders. Wenn er wirklich die Selbständigkeit der Frau finanziert hat, sollte es kein Problem sein diese Werte in den Ausgleich mit reinzubekommen (zumindest die Matriellen).

Genauso wie z.B. das Auto oder eine Haus. Das Barvermögen alleine machts doch nicht aus. Soviel ich weiß wird alles betrachtet.



Ist es denn für Dich in Ordung daß er zuerst alles bezahlen darf, dann sagt sie, das wars...? Also gerecht ist das sicher auch nicht, oder?.



Gruß Max

_________________
Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung.

Heute ist alles in Ordung, das ist unsere Illusion. - Voltaire


 Ist es erlaubt....? von Martina
Ei Mäxle,

bist du aber heut empfindlich,

so war das natürlich nicht gemeint, aber wenn ich höre mit welchen Zahlen hier manche rumjonglieren, denke ich schon, das es nicht ganz fair ist, wenn ein gemeinsamerwirtschaftetes Vermögen auch gerecht geteilt werden muss.

Denk doch nur mal an das Beispiel mit den Sparbüchern meiner Kinder. Das Geld das das drauf war, haben mein EX und ich gemeinsam für die Kinder angespart, teilweise auch meine Eltern und meine beiden Omas. Das er die fast 7000.-- heimlich vom Sparkonto genommen hat, betraf zwar nicht direkt mich, aber die Kinder.

Erst hat er noch behauptet, das wäre mit meinem Einverständnis geschehen, heute behauptet er, er hätte so wie so das meiste davon eingezahlt, also hätte er auch das Recht gehabt es sich wieder zu holen.



Das meinte ich mit ungerecht.

:knuddel: simma wieda gut ja ?

_________________
liebe Grüße

Martina



 Ist es erlaubt....? von theres
hallo

wenn ich daran denke, das ich meinem Mann drei Autos (teure) mit finanziert habe und immer dann wenn außergewöhnliche Ausgaben für die Kinder anstanden, ich verhandeln musste ob er sich zur Hälfte beteiligt. Puh. Sein Urlaubs und Weihnachtsgeld etc wollte er immer ganz haben, den sein Auto ist teuer im Unterhalt.

Gespart habe ich und er nicht. Und jetzt soll ich mein Geld mit ihm teilen?

Nein danke!

Da ich durch die Nachtschicht mehr verdiene, hole ich mir zumindest die Differenz und gebe es aus.

Es ist mein Geld!



Ich weiß wie blöd ich war, was tut frau nicht alles aus vermeintlicher Liebe.



Nun jetzt ist es vorbei.



gruß

theres


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