Anzeige

Scheidung

Solar Forum | Navi Forum
  Scheidung | Anmelden |  Registrieren | AGB | Suche |  

Forum Scheidung » Scheidung Unterhalt Sorgerecht Forum » Zugewinn / Vermögen Wohnmobil




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten
 noch laufende Hausfinanzierung / Ehemann will neu bauen von Papperlappapp
Hi,

habe mal eine Frage, muss aber zum besseren Verständnis eine etwas längere Vorgeschichte erzählen. Ich entschuldige schon mal vorab für die Länge des Textes ;-)

Ich habe mich im August 2010 von meiner Frau getrennt, d.h. aktuell läuft das Trennungsjahr. Wir haben 3 gemeinsame Kinder (8,8, also Zwillinge und 10 Jahre), mit denen sie im Moment noch die zuvor gemeinsam angeschaffte und natürlich auch genutzte Immobilie weiter nutzt. Wir stehen beide im Grundbuch und haben Zugewinngemeinschaft, ich war die ganze Zeit Alleinverdiener, sie hat zwischenzeitlich einen Minijob auf 400€-Basis angenommen. An Eigenkapital hat sie ca. 20k € in die Finanzierung eingebracht, ich im Rahmen einer Sondertilgung aus einem ETW-Verkauf 100k €. Diese Beträge haben wir jeweils in die Ehe mit eingebracht. Noch zu finanzieren sind derzeit aus 2 Säulen (Bausparvertrag, der sich noch über die EHZ anspart und 2014 zuteilungsreif ist sowie KfW-Darlehen, das 2016 anschlussfinanziert werden müsste) ca. 140k €.

Ich bin wie gesagt ausgezogen, habe keinen Hausrat mitgenommen, sondern ein möbliertes 2-Zimmr-Apartment gemietet, quasi als "Stützpunkt", von wo aus ich den 14-tägigen Kinderumgang über die Zeit etwas "ritualisieren" wollte, um die Kinder langsam an die neue Situation zu gewöhnen.

Nun kommt folgendes dazu: ich hatte meine Frau wegen einer anderen Frau verlassen, die im Mai/Juni 2011 ein Kind von mir erwartet. Ich plane, mit dieser Frau eine neue Familie zu gründen, wir denken sehr konkret über einen kurzfristig zu beginnenden Hausbau nach.

Die Unterhaltssituation ist noch nicht final geregelt, mein ursprünglicher Plan war, meine Frau mit den finanziellen Mitteln auszustatten, die ihr ermöglichen, das Haus zu halten (sprich den Kapitaldienst zu bedienen sowie alle Nebenkosten zu bestreiten), sofern sie in dem Haus wohnen bleiben möchte. Die Raten und alle monatlichen, quartalsmäßigen, halbjährlichen und jährlichen Zahlungen gehen weiterhin von ihrem (unserem ehemals gemeinsamen) Konto ab und ich überweise ihr monatlich eine hohe Summe, die diese Haus- und Wohnkosten für sie einen durchlaufenden Posten werden lassen. Alles in allem kostet das Haus inkl. Strom, Gas, Wasser, Versicherungen, Straßenreinigung, Müllabfuhr, Grundsteuer, Schornsteinfeger usw. auf den Monat runtergebrochen knapp über 1.000 €, davon sind ca. 650 € Kapitaldienst. Wobei ich bei letzterem dazusagen muss, dass ich nicht genau weiß, wie das mit der erwähnten Finanzierungssäule aus dem Bausparvertrag weiterginge, wenn sie tatsächlich in dem Haus bleiben sollte, denn der spart sich wie gesagt über die EHZ an, die es damals (2006) gerade noch gab, die sich aber ab 2011 wegen meines Auszugs ja halbiert, d.h. der Bausparvertrag würde dadurch zum eigentlich gedachten Zeitpunkt der Zuteilungsreife eine Lücke aufweisen und gar nicht zuteilungsreif sein. Das ist aber nur ein Randaspekt.

Insgesamt überweise ich meiner Ehefrau derzeit eine Summe, die signifikant höher ist als ich es formell müsste, nämlich 2.750,-€ monatlich. Mein Anwalt rät mir dringend, diese Zahlungen zu reduzieren und zwar auf 2.100,-€ bis zur Geburt des Kindes mit meiner neuen Frau, und da sich da ja die Unterhaltssituation ändert (sprich durch das neue Kind sich die Unterhaltsansprüche meine "alten" Familie reduzieren) ab diesem Zeitpunkt auf 1.900,- €. Da meine Frau den erwähnten Minijob hat und natürlich auch das Kindergeld weiterhin bezieht hat sie Stand heute ca. 3.750,-€ zur Verfügung, wobei ihr laut Anwalt heute eben 650,-€ und ab Geburt Kind #4 850,-€ weniger zustünden. Andererseits würde sie natürlich sofort mit ihrem Minijob aufhören, wenn ich meine Unterhaltszahlungen auf das genannte Maß zurückschraube und in diesem Fall müsste ich den Wegfall ihres Minijob-Einkommens dann ja anteilig auch wieder kompensieren, von daher ist der Unterschied "zahlen/zahlen müssen" faktisch schon mal kleiner.

Ich habe nun im Kontext des geplanten Neubaus mit der neuen Frau mit einem Berater gesprochen. Ich plane, meine Unterhaltszahlungen auf 2.500,- zu reduzieren, das sollte meine Frau problemlos weiterhin in die Lage versetzen, alle Fiskosten zu tragen und trotzdem mit den Kindern noch würdig leben zu können.

Rein monetär wäre die Finanzierung einer Neuimmobilie möglich, da ich mein Nettogehalt durch Eintragungen auf der Lst-Karte (mit dienstlich genutztem Privatwagen gefahrene km und der Höchstsatz beim Ehegattenunterhalt über die Anlage U) trotz des jüngst erfolgten Wechsels von III auf I wohl halten können werde, das liegt bei durchschnittlich ca. 5.200,-€ (allerdings durch variable Anteile übers Jahr gesehen schwankend, es gibt 8 "normale" Monate und je Quartal 1 "Prämienmonat", in dem ich ca. 1.000,-€ mehr netto habe als in den anderen Monaten).

Zusätzlich dazu versuche ich aktuell, durch einen internen Wechsel meine Einkommenssituation nachhaltig zu verbessern, wobei ein (Brutto-)Plus von etwa 30% möglich wäre, das ist aber noch nicht in trockenen Tüchern und klärt sich in den nächsten Wochen. Außerdem wäre durch eine neuerliche Heirat nach der erfolgten Scheidung ja durch die dann wieder relevante Steuerklasse III die Brutto-Nettoquote wieder deutlich günstiger. Wir haben aber für den worst case gerechnet, d.h. keine jobmäßige Verbesserung und Steuerklasse I und es würde trotzdem funktionieren.

Jetzt das eigentliche Problem: ich muss aus der Finanzierung sowie dem Grundbuch bzgl. der alten Immobilie raus, sonst wird mir keine Bank der Welt die Finanzierung der neuen ermöglichen. Der Berater sagte, ich bräuchte dafür zwingend eine Scheidungsfolgeerklärung, aus der zu diesem Punkt hervorgeht, wie genau es mit der Altimmbilie weitergeht, d.h. ob meine Frau das Haus hält oder ob es verkauft wird. In letzterem Fall wäre es ja noch einfach, denn dann bliebe ja zwischen Verkehrswert/Erlös und Restschuld eine Differenz, aus der sie mich dann auszahlen könnte wegen des höheren von mir geleisteten EK-Anteils (20k vs. 100k, s.o.).

Aber ich gehe davon aus, dass meine Frau ad1) nicht aus dem Haus ausziehen möchte, d.h. wenn ich an "meinen" EK-Anteil in liquider Form kommen wollte, dann müsste sie mich ohne Veräußerung des Hauses auszahlen und die Summe dann natürlich extra finanzieren. UND die Bank müsste mich aus der Finanzierung hinauslassen, unter der Maßgabe, dass meine Frau im Haus bleibt und den Kapitaldienst durch meine Unterhaltszahlungen alleine bestreitet. Was ja angesichts der Unterhaltshöhe prinzipiell geht, aber die Bank wird mich ja wohl kaum als Sicherungsgeber aus den Verträgen lassen oder? Ich habe noch nicht mit der Bank gesprochen, aber ich vermute, die werden wohl sagen "wir lassen sie da nur raus, wenn das Haus verkauft wird". Und das würde ich wiederum nicht wollen, denn ich will meine Exfrau und die Kinder da nicht "hinauszwingen".

Dessen ungeachtet wird meine Frau vermutlich niemals eine solche Scheidungsfolgevereinbarung unterzeichnen, selbst wenn alles andere mit der Bank etc. problemlos funktionieren würde, da sie große Existenzängste hat und darüberhinaus ein natives Interesse daran, "mein neues Leben" nach Kräften zu torpedieren (was sie in der Vergangenheit in anderem Kontext schon sehr effizient getan hat).

Ich habe nun kommende Woche einen Termin mit meinem Anwalt, bei dem ich diese Themen erörtern werde.

Aber kann mir vielleicht in der Zwischenzeit schon mal jemand den einen oder anderen Tipp geben, wie ich mich am besten verhalten soll?

Kurzversion: ich möchte sowohl meiner Exfrau ermöglichen, das Haus zu halten (Geld dazu ist da) als auch mit meiner neuen Frau neu bauen (Geld dazu ist da). Es soll nicht an Formalien scheitern (die erwähnte Scheidungsfolgevereinbarung und wahrscheinlich die Weigerung der Bank).

Was tun sprach Zeus? Bin für jeden Input wirklich sehr dankbar.

Danke und Gruß,

Papperlappapp


 noch laufende Hausfinanzierung / Ehemann will neu bauen von Papperlappapp
...und sorry für den einen oder anderen Tippfehler, man kann leider de Postings nicht editieren. Aber was z.b. "Fiskosten" sein sollen dürfte jedem klar sein schätze ich ;-)


 noch laufende Hausfinanzierung / Ehemann will neu bauen von Papperlappapp
Noch ein Nachtrag: das Ganze soll natürlich so schnell wie möglich vonstatten gehen, d.h. ich möchte noch während des Trennungsjahre mit dem Neubau beginnenm aus mehrerlei Gründen. Was die Zustimmung zu einem wie auch immer gearteteten Schriftstück seitens meiner Noch-Ehefrau angeht, so habe ich als Druckmittel, dass ich meinen Unterhaltszahlungen auf das Pflichtmaß reduzieren werde, sollte sie sich weigern. Und das wird dann auch passieren, denn selbst mit diesen Mitteln hätte sie die Möglichkeit, das Haus zu halten, sofern sie das in der Zukunft überhaupt noch wollen wird (aber das weiß eben heute noch kein Mensch).

Es geht mir hauptsächlich um das Prozedere, wie ich aus den laufenden Verträgen und aus dem Grundbuch "rauskomme", um quasi "frei" zu sein für die neue Finanzierung.


 noch laufende Hausfinanzierung / Ehemann will neu bauen von Papperlappapp
Und (versprochen ;-) ) letzter Nachtrag dazu: unterhaltspflichtig für meine Frau bin ich ja nicht ewig, sondern (laut Anwalt) etwa, bis alle Kinder 12 Jahre alt sind, danach muss sie voll arbeiten gehen und ich komme nur noch für dne Kindesunterhalt auf. Gerade dieser Aspekt ist wahrscheinlich kritisch in Bezug auf die Neigung der Bank, mich aus den Verträgen zu entlassen.

Andererseits muss es auch Trennungsszenarien geben, in der ein Beteiligter eine neue Familie in einer neuen Immobilie gründet (und diese nicht etwas aus der Portokasse cash bezahlt) und die/der Verlassene weiterhin in der ehemals gemeinsamen Immobilie wohnen bleibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein allzu exotisches Konstrukt darstellt.


 noch laufende Hausfinanzierung / Ehemann will neu bauen von hörnchen
Nunja,

für mich eigentlich ganz einfach. Die Abhängigkeit gehört gelöst also das Haus in dem Frau und Kinder wohnen getilgt. Der KU tituliert.

ICH würde mich niemals auf ein Konstrukt einlassen das mich Jahrelanger Willkür aussetzt.

Übrigens hat der Anwalt nicht Recht ;) bei der Ehedauer wird immer noch meist anders ausgeurteilt, aber, Anwälte erzählen den Mandanten ja immer gern was sie hören wollen.

hörnchen


 noch laufende Hausfinanzierung / Ehemann will neu bauen von Papperlappapp
Ja, es ist auch die Tendenz, dass mittelfristig das Haus veräußert wird, aber aktuell bewohnt sie es halt noch mit den Kindern und macht sich denke ich auch keine Gedanken darüber, es zu verlassen, um z.B. in der näheren Umgebung ein Reihenhaus zu mieten. In dieser Ecke sind oft Reihenhäuser frei, die auch hochwertig sind, d.h. der Lebensstandard würde nicht leiden, außerdem könnte sie so ihr soziales Umfeld und das der Kinder beibehalten. Bei Trennungen, in die man nicht selbst involviert ist empfindet man das ja auch als ganz normal, dass die gemeinsame Immobilie über kurz oder lang liquidiert wird, damit jeder Beteiligte neu beginnen kann. Und man würde niemals dem Verlassenden seelische Grausamkeit attestieren, weil das irgendwann geschieht. Logisch allerdings, dass derjenige (diejenige), der (die) geht, da gedanklich schon ein paar Schritte weiter ist als der (die, die verlassen wird.

Ich denke schon, dass ein Auszug prinzipiell zumutbar ist, aber so weit ist sie noch nicht, ihre Gedanken und Äußerungen sind sehr nach hinten gerichtet und sie redet viel von Schuld. Aber jeder geht damit anders um und ich werde sie da garantiert nicht raustragen...;-)

Wie meinst du das mit "der Anwalt hat nicht Recht"? Bezogen auf was jetzt? Auf die Unterhaltshöhe? Nun ja, das ist keine gerichtliche Festlegung, das sind zunächst mal seine Berechnungen auf Basis meiner letzten 12 Gehaltsnachweise, der Kostensituation, der anstehenden Geburt meines 4. Kindes etc.

Gruß P.


 noch laufende Hausfinanzierung / Ehemann will neu bauen von Papperlappapp
Aaaah schätze, du meinst meinen angefügten Kommentar mit dem "bis die Kinder 12 Jahre alt sind". Naja, das war - wenn ich mich recht entsinne, ist schon eine Weile her - bezogen auf die gängige Rechtspraxis und seine empirischen Erfahrungswerte und mehr sowas wie eine Prophezeiung, fußte also nicht auf irgendwelchen Formaljurismen. Er hat mir halt in Aussicht gestellt, im Oktober 2014 (dann sind alle Kinder 12) die Unterhaltszahlungen auf den KU beschränken zu können. Meine Ex hat ja jetzt bereits einen 400€ Minijob in ihrem erlernten Beruf angenommen (bzw. im erweiterten Dunstkreis davon) und dieser ist sicherlich in mehreren Stufen ausbaufähig bis hin zur Vollzeitstelle irgendwann mal.


Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten

 Mein Noch-Mann gibt mir die Unterhaltsberechnung nicht  Unterhalt
 Lohnstuerklassenwechsel wann? Ehemann ist Selbständig  Unterhalt
 Noch-Ehemann will mir die Kinder weg nehmen..Bin verzweifelt  Sorgerecht
 Noch-Mann im Ausland, Erfahrungen Zustellung Dokumente  Scheidung
 Forderung Trennungsunterhalt ........noch möglich ?  Unterhalt
Impressum

transporterforum  aussenborderteile