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> Im Grundbuch stehen wir beide und die Finanzierung läuft ebenfalls auf >uns gemeinsam. Während der Bauzeit haben meine Eltern eine >Hypothek auf ihre ETW aufgenommen um uns zu unterstützen. Diese >Hypothek wird von meinen Eltern getilgt. Ich verdiene ca. 3000 Euro >netto. Meine Frau hat nur eine geringfügige Beschäftigung und verdient >hierbei 330 Euro.
Wie hoch ist der mutmaßliche Hauswert aktuell?
Wie hoch war die Hypothek, die von den Deinen Eltern bezahlt wurde
und (das ist die KERNFRAGE) ist diese Hypothek als Schenkung notariell
bewertet worden oder nur ein normales Darlehen gewesen? Falls
es keine Schenkung ist, spielt es zunächst beim Zugewinnausgleich
keine Rolle. Ist es nachweislich eine solche gewesen, kannst Du
diese Summe ggf. vorab aus dem Zugewinnausgleich abziehen.
>Es stellt sich also folgende Finanzsituation dar.
>1. Darlehen Haus (gemeinsam) 1065.- Euro monatlich
Nicht die Raten sind entscheidend, sondern der aktuelle Schätzwert
des Hauses und die etwaige Schenkungssumme Deiner Eltern.
>2. Darlehen PKW (läuft auf meinen Namen) 371.- Euro monatlich
>3. Darlehen PKW Frau (läuft auf meinen Namen) 167.- Euro monatlich
Beide Wägen gehören Dir. Im Scheidungsfall musst Du auf deren
Restwert einen Zugewinnausgleich abdrücken (abzüglich der noch
bestehenden Restschuld)
>4. Privatdarlehen (läuft auf meinen Namen) 504.- Euro monatlich
Für was dient das Darlehen? Wer hat die Verträge unterschrieben?
Zu trennen ist zwischen Schulden für das Haus, sonstige gemein-
same Schulden und Schulden, die jedem Ehegatten einzelnen zuzu-
rechnen sind. Nicht alle Privatschulden werden automatisch 50:50
geteilt, da gibt es Ausnahmen.
>5. laufende Kosten Haus (Strom, Wasser...) 300.- Euro monatlich
die spielen hier keine Rolle beim Zugewinnausgleich.
>Was glaubt ihr wie das bei der anstehenden Scheidung aussieht.
a) Kläre den aktuellen Verkaufswert des Hauses (Du kannst es
jederzeit versteigern lassen, ein freihändiger Verkauf geht aber
erst mal nur mit Zustimmung des Partners, sonst kannst Du nur
Deine eigene Haushälfte verkaufen und das dürfte finanziell
uninteressant sein).
b) kläre, ob die Hypothek der Eltern Schenkung waren oder nicht
c) Kläre die Verteilung der Privatschulden
Ansonsten gilt nach der neuen Scheidungsregelung, dass der
Kindesunterhalt im Vordergrund steht. Die Höhe kannst Du ganz
grob pi mal Daumen als 3/7tel Deines Nettoeinkommens kalku-
lieren, bei Ehegattinnenunterhalt gehen maximal 4/7tel drauf
bis runter zum Selbstbehalt von 890-900 Euro. Das hängt aber
sehr von Deinem Monatsnettoeinkommen ab. Bei Deinem aktuell
angegebenen Netto (davon kann man noch den Krankenkassen-
anteil abziehen sowie die EkSt.) kann ich Dir keinen klaren Tipp
geben, weil die Kinderanzahl unbekannt ist. Surfe nach Düssel-
dorfer Tabelle, die gibt's im Netz problemlos für die Version 2007.
>Die beiden PKW´s laufen noch 3 Jahre. Aus diesen Verträgen komme >ich nicht heraus. Das Privatdarlehen welches ich für diverse >Anschaffungen aufgenommen habe läuft auch noch 6 Jahre.
Aus PKW-Verträgen kommt man immer raus, wenn man es nur
versucht. Am geschicktesten wäre es, wenn Du einen PKW auf
Deine Ex überträgst. Dann hat Sie das Problem der Finanzierung.
>Was sollte ich meiner Frau anbieten, was sollte ich mit ihr >einvernehmlich klären ?
Sofern Du mir ihr reden kannst (Frauen und Geld bzw. finanzielle
Voraussicht sind IMHO nach 20jähriger Ehe ein unvereinbarer
Gegensatz), würde ich folgendes vorschlagen:
a) beide Autos aufteilen
b) Klären, ob Wohnung verkauft oder gehalten wird. Wenn gehalten,
dann zahlt der, der in ihr wohnt, die volle Hypothek.
c) Ausgleichszahlungen für Immobilie anwaltlich abklären, dann ggf.
in Raten abzahlen.
d) mit der Bank über eine Zusammenfassung der Kredite verhandeln.
Eventuell ein Auto verkaufen, ein billigeres gebrauchtes Auto
suchen.
e) kläre mit RA eine Unterhaltspflicht in der Trennungszeit ab sowie
den mutmaßlichen Unterhalt nach Scheidung.
Kopf hoch, Starship
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