Hallo Schiller,
ich glaube es kommt immer auf die Umstände an. Unseren Scheidungskrieg kann ich nur so erklären:
Mein Noch-Mann wird mit seiner Entscheidung für die Affäre nicht fertig. Abgesehen von seinen psychologischen Schwierigkeiten, kommen nun erstmals finanzielle Schwierigkeiten hinzu. Seine Neue wollte unbedingt eine neue Doppelhaushälfte, behält ihre zwei Pferde, sie fahren zwei Autos, unser Haus wird von meinem Ex auch noch bezahlt, hinzu kommt der Unterhalt für die Kinder und mein Trennungsunterhalt (dabei muss man sagen, dass wir beide entschieden haben, dass ich halbtags arbeite. War notwendig, da es keine Betreuung gab und wir beide Kinder wollten). Für seinen ganzen Frust muss ich natürlich Schuld sein. Würde er eigene Verantwortung übernehmen und auch ihr eine Teilschuld geben, würde diese Affäre nicht mehr lange dauern. Das Einzige was die beiden noch eint ist der Kampf gegen mich! Ohne sie wäre aber dieser Lebensstandard nicht zu halten! Also wird fröhlich weiter tyrannisiert. Anfangs hat es noch weh getan, jetzt nervt es nur noch. Dauernd irgendwelche Klagen mit Schreiben seines RAs, die wirklich teilweise "sprachlich" völlig daneben sind (Unterstellungen, Lügen, Zitate umgewandelt etc.). Es handelt sich wirklich hierbei um einen Kriegstreiber.
Wie du siehst, ist nicht immer die/der Verlassene der Aggressor! Dazwischen stehen die Kinder. Sie bekommen zwar nicht alles mit, aber dennoch zu viel. Sie müssen mit der Diskrepanz "A....l..h" und geliebter Vater umgehen. Ich habe KEIN luxuriöses Leben: würde ich ganztags arbeiten, könnte ich auf dieses Taschengeld verzichten. Ist doch merkwürdig: in der Ehe soll man zuhause bei den Kindern bleiben, aber wenn man allein verantwortlich ist, soll dies nicht mehr notwendig sein.
Mein Freund denkt übrigens genauso. Ihm ist dies wohl alles bald zuviel....
