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 Wechselmodell- Schön für die Kinder, doch für Patchwork ... von peppi
Hallo,
habe hier schon einiges über das "Viel"disskutierte Wechselmodell gelesen und möchte Euch über meine Geschichte/Erfahrungen berichten.

Unsere klassische Patchworkfamilie seit 2,5Jahren besteht aus

Mann (Tochter 5, Sohn 10)
ich-Frau (Sohn 4)

Wir haben keine gemeinsamen Kinder. Wir leben mit den drei Kiddies in einem Haushalt. (bis vor kurzem das Wechselmodell bei Zwei von den Dreien eingeführt wurde)

Es ist ein reines Chaos! Sowohl aus emotionaler, als auch rationaler Sicht verlangt dieses Modell einiges von uns ab.

Die Ex-Frau meines Freundes kam irgendwann auf den Gedanken, dass Sie Kinder hat und diese ja auch haben möchte. Gerichtlich ist das ganze Fehlgeschlagen, denn ein Gutachter hat sie mächtig zerflückt, so dass der Richter das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Kinder meinem Freund übertrug. (Vor ca. 1,5Jahren) Nach dem ganzen Gerichtsstress, den sie eingefedelt hat, hatten wir nun endlich Ruhe und fingen an ein ganz normales Leben in einer Patchworkfamilie zu führen (was nicht immer einfach ist...denn die Absprache über Kinder folgt nicht nur mit einem anderen Elternteil sondern gleich doppelt).
Mit meinem Ex-Mann läuft alles gut...er kümmert sich, hält sich an Absprachen und ist sehr umgänglich. Die Ex von meinem Freund hingegen ist die "Ex vom Herren"...ich kann es gar nicht beschreiben! Ich habe noch nie so einen egoistischen, nicht bis morgen denkenden, emotionalen Menschen erlebt.

Nachdem wir die Kinder des öfteren an den vereinbarten WE plötzlich abholen mußten, weil die Mutter sie als Terroristen bezeichnet hatte und sich sich auch mit Ihrem Lebenspartner vor den Kindern stritt...führt sie jetzt wieder ein halbwegs normales Leben! Sie hat ein weiteres Kind bekommen und lebt nun auch mit Ihrem Partner zusammen. Das Normale ist Ihr jedoch zu Kopf gestiegen...sie schleppte meinen Freund zu einer Mediation (was nix schlechtes ist)! Sie redete den Kinder ein, wie sehr sie doch diese vermisse und ohne sie nicht leben kann (komisch 3 Jahre gings) und erklärte Ihnen, dass es gerechter sei, wenn sie hälftig bei Ihr wohnen würden. Durch die Kinder bekamen wir irgendwann Wind von der Manipulation und stellten Sie (die Mutter)auch zur Rede.
Wir sind auf die kleinen Schikanen nie groß eingegangen, doch jetzt gehts mir langsam an die Nerven. Sie hat die Kinder so von diesem Wechselmodell beeindruckt, dass wir es den Kindern auch schlecht abschlagen konnten. Man vergesse aber nicht wir haben noch ein weiteres Kind in unserem Haushalt (4J), der jetzt die Welt nicht mehr versteht. Alle drei wußten, dass sie keine leiblichen Geschwister sind, doch sie haben eine Geschwisterverhältnis gelebt. Es war soooo schön! Und jetzt??? Es ist reines Chaos. Der Kleine versteht die Welt nicht mehr. Die Mittlere und der Große werden hin und hergerissen. Sie leben aus gepackten Koffern. Lieblingsklamotten sind nicht mehr zu finden, weil man schon gar nicht mehr weiß, wo es ist. Termine von Schule/KiTa werden verschwitzt bzw. zu spät mitgeteilt.

Ich bin fix und alle...ich mag und kann nicht mehr!

Leider ist meine Schreibzeit nun zu Ende...
Ich werde später mehr berichten in der Hoffnung ich habe mich noch nicht getrennt! Denn ich wollte ein Leben mit diesem Mann und diesen 3 Kindern und nicht mit deren Ex!!!!


Viele Grüße


 Wechselmodell- Schön für die Kinder, doch für Patchwork ... von hörnchen
Hallo,

peppi hat geschrieben:
Ich werde später mehr berichten in der Hoffnung ich habe mich noch nicht getrennt! Denn ich wollte ein Leben mit diesem Mann und diesen 3 Kindern und nicht mit deren Ex!!!!


Tja, damit müssen aber auch viele Mütter z.B. leben, mit Zweitfrauen, Schwiegermonstern und Exen...

Hast du schonmal drüber nachgedacht dass die Kinder eine Mutter haben? Wie wäre es für dich wenn dein Kind beim Vater leben würde? Mit "Neuer" als "Mutter"?

Lies doch mal das Gesetz zum Familienrecht. Es ist nicht dem 4 jährigen "Recht" zu machen. Dieser hat das Lebensrisiko kennenzulernen. Eine "heile Welt" hätten wir alle gerne aber, die gibts nicht, erst Recht nicht auf dem Rücken anderer.

Vielleicht ist das so gewollt, egal wie: Das Leben ändert sich ständig und gerade 4 jährige tragen dabei am wenigsten Schaden, sie haben doch ihre Hauptbezugspersonen und das sollten Mutter und Vater sein.

hörnchen

Die Kinder haben wohl doch mehr Bindungen zur Mutter als bei dieser Rabenmutter zu erwarten war. Und um die Kinder gehts doch, oder?


 Wechselmodell- Schön für die Kinder, doch für Patchwork ... von allerlei
Gääähn, schon wieder eine böse leibliche Mutter. Wenn es so viele Monster-Mütter gäbe, wie sie von den Nexten beschrieben werden......

Die Kinder haben ein Recht darauf teilweise bei ihrer Mutter zu leben, das ist doch sicher einzusehen.

allerlei


 Wechselmodell- Schön für die Kinder, doch für Patchwork ... von peppi
Ok...solche Beiträge helfen im Umgang mit solch einem Chaosleben nicht weiter. Klar brauchen Kinder Ihrer Mutter...Kinder brauchen Mutter und Vater! Doch vielleicht sollten man sich einfach mal vorher überlegen, was für ein Leben man möchte und nicht einfach die Kinder zurücklassen und dann irgendwann wiederkommen. Wenn sie sich sicher ist, dass sie doch nicht mit Frauen zusammen leben möchte bzw. nach Griechenland abgehauen ist...
Wir haben es den Kindern erklärt, wir haben die Tränen weggewischt, wir haben die Betten jede Nacht gewechselt.
Ihr habt keine Ahnung was das für ein Leben ist, wenn man nur drauf wartet, dass die Kinder bald wieder zu viel werden. Und wer tröstet sie dann, wenn Sie wieder am Boden zerstört sind?

Auf solche nicht nachgedachten und hinterfragten Kommentare kann man echt verzichten...schönes Leben noch!!!


 Wechselmodell- Schön für die Kinder, doch für Patchwork ... von hörnchen
Hallo,

ich denke wir haben sehr wohl eine Ahnung was es bedeutet Kinder zu erziehen UND diverse Enttäuschungen abzufedern.

In Zeiten, in denen Kinder gezwungen werden ETs zu besuchen die sie (aus gutem Grund) nicht besuchen wollen, liest es sich halt seltsam wenn die Kinder gerne wollen und das aber nicht in das "System" passt. Da fällt mir ein Junge ein, der vor Gericht gesagt hat: Ich weine Nachts oft und sehne mich so nach meiner Mama.... sehen darf er sie seit 4 Jahren nicht mehr.

Lies doch mal genau was du schreibst? Seit 2,5 Jahren seid ihr Patchwork. Vor 1,5 Jahren habt "ihr" (eigentlich doch wohl der Vater?) das ABR bekommen. Solche Gerichtsverfahren mit Gutachtern dauern ihre Zeit UND da hat die Mutter doch wohl "gekämpft".

Gerade der 10 jährige ist alt genug um sich seine eigene Meinung zu bilden und einen eigenen Willen zu haben. Die Kinder haben Eltern. Dass neue Personen zeitweise in ihr Leben treten ändert daran nichts.

Sicher ist es für dich und dein Kind nicht "einfach", für die beiden und deren Mutter aber auch nicht und für den Vater wohl ebenso.

Ich persönlich freue mich für die Kinder dass sie die Möglichkeit haben mit offenbar Bindungen zu beiden ETs groß zu werden und wenn die Mutter so schrecklich wäre, meinst du die Kinder wollten dann so viel Zeit mit ihr verbringen?

hörnchen


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